|
||||||||||
|
Im Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Übersicht über Klimafolgen und Denkanstöße für eine neue Kultur der Nachhaltigkeit sowie eine Weiterentwicklung der Demokratie (4 von 5 Punkten) schreibt P.D.O.B. Was uns fehlt ist eine Geschichte über den ökologischen Umgang mit Energie, die Aufbruchstimmung erweckt und nicht Verzicht proklamiert, zitieren Leggewie & Welzer den Züricher Umweltphysiker Dieter Imboden. Diese attraktive Geschichte soviel vorweg liefern die beiden Autoren nicht, sondern versorgen uns stattdessen mit einer komprimierten Zusammenstellung der Fakten zum drohenden Klimawandel und dessen mögliche Folgen. Das bedrohliche Zukunftsbild, das sie entwerfen, wird verschärft durch eine desillusionierende Diagnose der Leistungen unserer Demokratie: Parteienstaat und und repräsentative Demokratie erweisen sich demnach als ungeeignet, adäquat und mit dem nötigen Tempo den Herausforderungen zu begegnen. Die Diagnose ist nicht neu. Interessanter ist die Frage, welche Auswege uns Leggewie und Welzer weisen aus ihrem Katastrophenszenario, das sie mit der Zitierung einschlägiger Literatur zu belegen suchen. Bürger auf die Barrikaden lautet ihre Erfolgsformel, die sie peinlicher Weise von einem Vertreter des Arbeitskreises Neue soziale Marktwirtschaft entleihen müssen. Doch anders als dieser stellen sie sich eine APO 2.0 vor: ...ohne eine Renaissance der Protestkultur wird es angesichts unserer Gegenwarts- und Zukunftsprobleme nicht schnell genug mit den notwendigen Veränderungen gehen argumentieren sie und fordern eine Kulturrevolution des Alltags ebenfalls ein Begriff, der angesichts der Assoziationen mit Maos Terror ungute Gefühle erweckt. Könnte es sein, dass die beiden Autoren (Jahrgang 50 und 58) in ihrem Denken selbst einer kulturellen Tradition verhaftet sind, die es zu überwinden gilt? Ihre Formel, nur mehr Demokratie kann den Weg in eine zukunftsfähige Gesellschaft bringen, ist zwar zuzustimmen, ob aber tradierte Formen des Protestes dafür geeignet sind, wage ich zu bezweifeln. Dabei legen sie mit ihrem Hinweis auf die Nutzung der Weisheit der Vielen eine vielversprechende Spur: Bürger/innen sind, wie sie an vielen Beispielen zeigen, kompetenter als Politiker und Wissenschaftler meinen. Die Krise der Demokratie kann nur überwunden werden und die Herausforderungen des Klimawandels nur bewältigt werden, wenn wir Bürger/innen an einem gemeinschaftlichen Zukunftsdiskurs über die Gesellschaft, die wir wollen, beteiligen (Verfahren und Methoden: Burow 2000 Ich bin gut, wir sind besser: Erfolgsmodelle kreativer Gruppen). Und nicht nur das: Politik muss sich öffnen für neue Formen eingreifender Zukunftsgestaltung, die das Wissen und das Engagement der Vielen nutzen. Nicht mehr Wissen allein, fördert veränderte Haltungen, sondern dieses Wissen muss mit konkreten Praxisprojekten und neuen sozialen Demokratietechniken verbunden sein. Die fehlende Zukunftsgeschichte, über eine zukunftsfähige und lebenswerte Gesellschaft kann nur gemeinsam, mit allen Beteiligten entwickelt werden. Und dies geht nur in einem Wechsel von Aktion und Reflexion. Nur wenn die Beteiligten sich aus ihrer Ohnmachtshaltung befreien und die Kreuzchendemokratie so weiter entwickeln, dass sie Zukunftsgestaltung nicht deligieren, sondern selbst eingreifen, besteht auch eine Chance, dass die Wünsche der Vielen Wirklichkeit werden. Leggewie und Welzer zeigen, dass es bei der Bewältigung des Klimawandels um nichts weniger als die Erneuerung unserer in die Jahre gekommenen und erstarrten Demokratie geht. Fazit: Leggewie & Welzer liefern eine komprimierte Übersicht über Klimafolgen und Denkanstöße für eine Kultur der Nachhaltigkeit sowie für die Weiterentwicklung der Demokratie. Prof. Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel Ein Buch, das jeder haben sollte (4 von 5 Punkten) schreibt C. Das Ende der Welt, wie wir sie kannten ... ist gar nicht so weit entfernt. Wenn man dieses Buch gelesen hat, weiß man, dass der Wandel unumkehrbar ist - aber auch, dass jeder etwas für einen Wandel im positiven Sinne tun kann! Auch wenn es sich nicht allzu leicht liest: dieses Buch MUSS man gelesen haben. Botschaft aus Wolkenkuckucksheim (1 von 5 Punkten) schreibt O.H.W. aus Dormitz Das Buch ist ein Musterbeispiel für en vogue esoterisches Geschwätz, das ohne relevante Fakten auf der Woge des Zeitgeistes daher schwimmt - eine Botschaft aus Wolkenkuckucksheim. Abgekupfert von vielen besseren Autoren (1 von 5 Punkten) schreibt P. Eine wirklich neue These ist in dem Buch nicht zu finden. Vielmehr präsentieren die Autoren das, was seit 40 Jahren andere Leute besser und zwingender begründet und dargestellt haben, dies aber mit dem Gestus, nunmehr etwas Neues zu sagen. Ein (wie im Ankündigungstext versprochen) "Plädoyer für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit" kann das Buch schon deshalb nicht sein, weil die Autoren hierzu über überhaupt kein ausgearbeitetes Konzept verfügen. Insgesamt merkt man, dass die Autoren (allerdings äußerst PR-erprobte) Neulinge in der Klimadebatte sind und jetzt letztlich noch schnell auf den Klimazug aufzuspringen versuchen. Im Chor der Pessimisten (1 von 5 Punkten) schreibt M.M.H. aus Salzburg Der Titel erweckt Hoffnungen, die aber nicht erfüllt werden. Es ist die übliche abfgelutschte Diskussion über Globalisierung, Ungerechtigkeit und Weltuntergangsstimmung. OK, es wird die Finanzkrise berücksichtigt, aber auch diese Zahlen waren eigentlich schon bekannt. Die Schlüsse einer anderen besseren Welt reihen sich ein in die Weltsicht anderer deprimierter Pesimisten. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
|
||||||||||
|
|