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Das Spiel des EngelsVon Carlos Ruiz ZafónÜbersetzer: Peter Schwaar Buch, Gebundene Ausgabe, 720 Seiten, 3. Auflage Erschienen: 10. November 2008 Sprache: Deutsch Herausgeber: S. Fischer Verkaufsrang: 7213 (je kleiner desto beliebter)EAN/ISBN: 9783100954008 ISBN-10: 3100954009 ASIN: 3100954009 (Amazon-Bestellnummer) Preis: € 24,95 (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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David Martín ist siebzehn, als er die Chance seines Lebens erhält: Der Chefredakteur einer Regionalzeitung fragt ihn, ob er für einen ausgefallenen Beitrag Ersatz liefern könne. Und David Martín kann: seine Erzählungen "Geheimnisse von Barcelona" werden ein Riesenerfolg. Doch im Laufe der Zeit wird klar: Dieser Erfolg hat seinen Preis... Die mystisch-spannende Geschichte, die Bestsellerautor Zafón in Das Spiel des Engels entfaltet, zieht den Leser rasch in ihren Bann und entführt ihn in ein faszinierend morbides Barcelona zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zafóns grandioses Debüt Der Schatten des Windes begleitete den Buchhändler Daniel Sempere auf einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Das Spiel des Engels führt nun noch weiter zurück, nämlich bis zu Daniels Großvater. Der alte Buchhändler Sempere ist jetzt der väterliche Freund Davids. Nach seinem erfolgreichen Einstand verdient der aus armem Hause stammende Literat David bald sein Geld mit dem Fortsetzungsroman "Verdammte der Stadt". Doch im Laufe seiner 127 Folgen zehrt die Arbeit ihn auf, seine Liebe zur schönen Cristina bleibt unerwidert, und seine Gesundheit nimmt schweren Schaden. Eines Tages, als es David Martín besonders schlecht geht, nimmt der alte Buchhändler Sempere ihn mit an einen geheimnisvollen Ort, der schon im Der Schatten des Windes verzauberte: den Friedhof der vergessenen Bücher. Bald darauf erhält der inzwischen schwer kranke David eine seltsame Offerte von einem dubiosem Verleger. Für das Schreiben einer ganz speziellen Auftragsarbeit macht dieser dem Schriftsteller ein verlockendes Angebot - ein guter Deal oder ein Pakt mit dem Teufel? Das Spiel des Engels ist gleichzeitig Fantasy-Märchen, Liebesgeschichte, Krimi und Horrorstory. Das Buch fesselt den Leser mit den fein gesponnenen Fäden seiner Geschichte, sodass man bald nicht mehr zwischen erzählter Wirklichkeit und imaginiertem Trugbild zu unterscheiden vermag. Wie schon in Der Schatten des Windes verknüpft Zafón äußerst kunstvoll verschiedene Ebenen und Stränge miteinander. Über geheimnisvolle Orte und metaphysisch anmutende Begegnungen verdichtet sich die Handlung immer mehr - bis zu dem Punkt, da sie schließlich in einen erbarmungslosen Kampf auf Leben und Tod mündet. -- Ulrike Künnecke, Literaturtest
Interview: 5 Fragen an Carlos Ruiz Zafón
Herr Zafón, Ihr letztes Buch Der Schatten des Windes entführte uns an einen geheimnisvollen Ort, an dem Bücher niemals sterben. Wohin entführt uns Ihr neuer Roman Das Spiel des Engels? Das Spiel des Engels entführt den Leser wieder in das literarische Universum des Friedhofs der Vergessenen Bücher und in das mysteriöse gotische Viertel Barcelonas. Es ist eine Geschichte, in der es Intrigen und Romanzen gibt, die tragisch und komisch ist. Und sie steckt voller Überraschungen. Wie arbeiten Sie an einem Roman? Wenn ich mich hinsetze, schreibe ich tagelang durch und gönne mir nur einen freien Tag in der Woche. Einen Teil vom Das Spiel des Engels habe ich in Los Angeles geschrieben. Ein Freund hat mir ein Arbeitszimmer überlassen und ich habe dort von 6 Uhr früh bis 2 Uhr mittags geschrieben, völlig gegen meine Veranlagung. Sonst arbeite ich immer nachts. Schreiben ist ein komplizierter Prozess, der mich viel Zeit kostet und für den ich mich ein wenig aus der Welt zurückziehen muss.
In Spanien ist "Das Spiel des Engels" noch erfolgreicher als Ihr erster Roman. Woran, glauben Sie, liegt das? "Der Schatten des Windes" habe ich vor zehn Jahren angefangen zu schreiben. Ich glaube, dass ich in dieser Zeit etwas hinzugelernt habe. Man lernt aus seinen Fehlern und mit dem Alter. Zudem war das Buch aus der Perspektive eines heranwachsenden Jungen geschrieben und deshalb liebenswürdiger. Beim Das Spiel des Engels war ich mutiger, und so ist dabei die ruchlose Schwester von Der Schatten des Windes herausgekommen. Es hat mehr von Charles Dickens: Es ist eine Hommage an die Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, die die Literatur auf fieberhafte Weise lebten.
Wann haben Sie angefangen zu schreiben? Als ich zum ersten Mal Geld für etwas von mir Geschriebenes erhielt, war ich acht Jahre alt und dachte, mit 13 bin ich berühmt. Ich gründete mit einigen Freunden an der Schule einen Verlag. Einer kümmerte sich um die Gestaltung, ein anderer machte die Kopien, und ich schrieb. Es waren Horrorgeschichten mit Außerirdischen und Vampiren. Mit dem Geld, das wir einnahmen, kauften wir uns Süßigkeiten. Seitdem habe ich nicht aufgehört zu schreiben.
Was ist Glück für Sie? Ich tu gerne einmal nichts, aber irgendetwas mache ich immer. Ich höre gern Musik, lese, gehe ins Kino, reise und lerne. Ich lerne sehr schnell. Viel wichtiger als der Erfolg meiner Bücher ist für mich, dass ich seit langer Zeit zum ersten Mal mit mir selbst zufrieden bin. Was ist für mich das Glück? Darauf antworte ich immer das Gleiche: geistige Zufriedenheit.
Über den Autor Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren, wuchs im Schatten von Gaudís Kathedrale Sagrada Família auf und besuchte die gotische Jesuitenschule von Sarría. Deren wuchernde Architektur regte schon den 10-Jährigen zu Schauergeschichten an und inspiriert ihn bis heute zu seinen kunstvoll konstruierten Romanhandlungen. Seine berufliche Laufbahn begann er als Texter, bevor es ihn 1994 nach Los Angeles zog, wo er zehn Jahre als Drehbuchautor und Journalist arbeitete. Für sein Erstlingswerk Der Fürst des Nebels erhielt Ruiz Zafón 1993 den Edebé-Preis für Jugendliteratur. Sein Roman Der Schatten des Windes von 2001 wurde zum größten Bucherfolg Spaniens und begeisterte, in mehr als 30 Sprachen übersetzt, Leser in aller Welt.
Eigentlich hat David Martín kaum eine Chance, ein bedeutender Schriftsteller zu werden. Im Barcelona vor dem spanischen Bürgerkrieg wächst er in einer Umgebung auf, die man heute einen "bildungsfernen Haushalt" nennen würde. Und als ihm ein väterlicher Freund einen Band von Charles Dickens in die Hand drückt, wird der Ich-Erzähler von seinem Vater windelweich geprügelt. Trotzdem zieht es David zum Schreiben: zuerst zur abgehalfterten Zeitung "Stimme der Industrie", die aber doch nicht so abgehalftert ist, dass ihre "Edelfeder" Pedro Vidal nicht das große Talent des Jungen erkennen würde. So wird David doch noch ein Autor, und zwar ein schlecht bezahlter Schreiberling von Trivialromanen. Dann bedroht eine Krankheit sein Leben, die große Liebe seines Lebens geht verloren. Und dann gibt es da noch den Verleger Andreas Corelli, den niemand kennt und der Martín bittet, mit einem Buch für gutes Geld eine Religion zu begründen. Ein Pakt mit dem Teufel? Einem internationalen Publikum wurde der spanische Erfolgs-Autor Carlos Ruiz Zafón 2001 mit seinem Besteller Der Schatten des Windes bekannt: Inzwischen ist das Buch in dreißig Sprachen übersetzt. Dementsprechend groß waren die Erwartungen an den Nachfolgeband Das Spiel des Engels, und Zafón hat die Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt. Episch breit angelegt, entführt der Roman seine Leser in ein verzaubertes, phantastisches und labyrinthisches Barcelona. Das hat große Klasse und Poesie. Umso glücklicher ist der Umstand, dass der Argon Verlag für seine Hörspiel-Produktion den bekannten Schauspieler Gerd Wameling gewinnen konnte, der unter anderem in Wim Wenders? In weiter Ferne so nah sowie in der Serie Wolffs Revier mitspielte. Denn Wameling liest den Text (wenn auch nicht den gesamten Text, sondern eine autorisierte Lesefassung) routiniert und schnörkellos, ohne sich allzu sehr in Szene zu setzen, sodass das Lyrische durch eine klare, unaufgesetzte Stimme schimmert. Auch wenn man sich fragen darf, warum der Ich-Erzähler in direkter Rede mit "anderer Stimme" (also anderem Timbre) spricht: Nicht zuletzt Wamelings Leistung macht Das Spiel des Engels zu einem bezaubernden Hörgenuss. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de 9 CD, 611 Minuten
Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 234 Bewertungen)
Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Spannend wie der Vorgänger! =) (4 von 5 Punkten) schreibt R. Als Fortsetzung von Schatten des Windes ist Zafón dieses Werk echt gut gelungen, denn es ist schon schwer nicht die Weiterführung zu schreiben, sondern das, was davor war!
Vom AUfbau sind sich die Bücher sehr ähnlich wie ich finde und da Schatten des Windes einfach noch einen Tick besser war, gibts von mir "nur" 4Sterne.
Zafón habe ich durch eine Freundin in die Hände bekommen und habe in windeseile alle sein Werke gekauft und gelesen!
Wer nicht immer eine LoveStory braucht, sondern gern mal mitdenkt hat hier alles, was er braucht.
Normalerweise bin ich keine Leseratte...aber nun kann ich dieses Buch und besonders seinen Vorgänger nur allen empfehlen, die nie gedacht hätten mal viel zu lesen! Ihr werdet euch wundern! ;)
Viel Spaß dabei!!
Verwirrend, aber mitreißend (4 von 5 Punkten) schreibt F. Zur Handlung möchte ich persönlich nichts mehr schreiben, da diese jetzt jeder kennen wird.
Dies war das erste Buch, das ich von Carlos Ruiz Zafón gelesen habe. Aufgrund der vielen positiven Rezensionen habe ich meine Erwartungen auch dementsprechend hoch geschraubt.
Zuallererst muss ich sagen, dass mir der Stil des Autors sehr gefällt. Er ist einfach und doch kunstvoll. Die Sprache ist flüssig und melodisch.
Die Handlung ist mitreißend, man fühlt sich, als sei man Teil der Geschichte, als begleite man den Autor, um den sich alles dreht, auf seiner Reise durch das alte Barcelona.
Geheimnisvoll ist die Geschichte auch. Dies ist eigentlich ein Pluspunkt, jedoch stört mich ein wenig, dass immer mehr Geheimnisse auftauchen, wärend die letzten nicht ansatzweise aufgelöst wurden. Dabei tauchen viele neue Handlungsstränge auf, die nichts mehr mit den vorherigen zu tun haben scheinen, sodass man diese mit er Zeit wieder zu vergessen droht. Es wirkt beinahe wie eine Kette aneinandergereihter Kurzgeschichten ohne Auflösung, in denen die gleichen Protagonisten auftauchen. Irgendwie wird dann das meiste gegen Schluss doch noch schlüssig und lässt einen mit offenem Mund und vielen Fragen zurück.
Trotz dieser Verwirrtheit, die mich eigentlich das gesamte Buch über begleitete, fand ich es genial. Ich liebte die Handlung, die Schauplätze, ja ich liebte sogar die Protagonisten (im Gegensatz zu vieler meiner Vorredner fand ich David wenn auch eigen, trotzdem sehr liebenswert und auch die kleine Isabella und die schöne Cristina wuchsen mir sehr ans Herz). Der gelungene Schreibstil rundete das ganze dann noch ab, sodass ich dieses Buch mit einem guten Gefühl weglege und ganz sicher weiß, dass ich die anderen Werke des Autors ebenso lesen werde.
Gut, aber nicht ausgezeichnet (4 von 5 Punkten) schreibt A. Vom Schatten des Windes war, und bin ich immer noch, absolut begeistert. Das Spiel des Engels ist im Vergleich dazu mittelmäßig (wobei noch viel besser als viele andere Romane). Zafón erschafft wieder eine wunderbar interessante Hauptfigur. Doch ist die Handlung leider nicht so fesselnd wie beim Vorgängerroman. Es fehlt das letzte Qäntchen Spannung, die einen an ein Buch fesselt. Doch alles in allem würde ich das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. Es lohnt sich auf jeden Fall es zu lesen! Ich hatte wohl nur eine etwas zu hohe Erwartungshaltung nach dem Schatten des Windes.
Kommt ans erste Buch nicht heran! (2 von 5 Punkten) schreibt A.S. Ich habe mich riesig gefreut als dieses Buch endlich in Taschenbuchformat erschienen ist. Hatte sehr große Erwartungen an dieses Buch gestellt, zum einen, weil ich Schatten des Windes gelesen habe und zum anderen durch die zahlreichen positiven Kritiken.
Und damit nicht noch mehr Leute in diese Falle tappen, hier meine Kritik :)
Die Geschichte ist schwammig geschrieben und scheint nicht bis zu Ende gedacht. Die Figuren sind nicht ausgefeilt und wirken dadurch belanglos. Es bleiben viele Fragen offen, z.B. über die Figur Corelli. Diese Person fand ich dadurch nicht faszinierend, sondern ärgerte mich, weil man mit ihr nicht wirklich etwas anfangen konnte. Wer war er? Der gefallene Engel? Wo kam er her? Kannte Cristina ihn noch aus ihrer Kindheit? ..
Darüber hinaus hatte ich durch das erneute Aufgreifen des Friedhofs der vergessenen Bücher den Eindruck, dem Autor mangelte es beim Schreiben an Einfallsreichtum.
Die Geschichte an sich ist gut, keine Frage, aber die Umsetzung mangelhaft. Sehr schade.
das Spiel des Engels (5 von 5 Punkten) schreibt F.N. Ein spannender Roman, der den Leser immer mehr einwickelt
und auf eine Zeittreise nach Barcelona ins frühe 20. Jahrhundert
mitnimmt!
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