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Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Ein großer Brocken (5 von 5 Punkten) schreibt J. Was für ein Monster, denkt man sich im ersten Moment. Doch dann liest man einige seiten und merkt: wow ist das spannend! Reclam hat hier in klar strukturierter Form für wenige Geld ein Geschichtsbuch herausgegeben, dass jeder lesen kann. Für wirklich interessierte Menschen steht ein große Sammlung an weiterführender Literatur zur Verfügung. Rundherum, einfach gelungen. Eine wirklich kleine Geschichte (2 von 5 Punkten) schreibt R.F. Mehrere Autoren haben sich die Mühsal dieses Buches geteilt, das denn auch alle Schwachpunkte einer "Buchbindersynthese" aufweist. Die christlichen und die maurischen Reiche Spaniens werden von zwei verschiedenen Autoren in zwei eigenen Kapiteln behandelt. So bleibt es nicht aus, dass die fast 800 Jahre währende kriegerische Auseinandersetzung zwischen Christen und Mauren, die Reconquista, nur mit wenigen Sätzen gestreift wird. Doch damit nicht genug. Der Text ist oft holperig, der Leser stolpert über unnötige Fremdwortkonstruktionen, hinter denen man vergeblich nach Substanz sucht. An anderen Stellen wären kurze Erläuterungen von Begriffen sinnvoll gewesen, die wohl nur ein Historiker mit dem Spezialgebiet Spanien ohne weiteres versteht. "Zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert fanden auf der Iberischen Halbinsel tiefgreifende Transformationen statt" heißt es zum Beispiel auf Seite 54. Wer hätte das gedacht. Und wer hätte gewusst: "Der Feudalisierungsprozess stellte dabei die Konsequenz der Autonomie und Stärke des Adels dar." Wer, bitteschön, stellt hier was dar? Nur noch ein drittes Beispiel für die hakelige Ausdrucksweise: "Die Landwirtschaft blieb, vom komparativen Kostenvorteil des Freihandels profitierend, die Hauptstütze der Volkswirtschaft." Ein beherztes Lektorat hätte mit etwas Mühe und Talent die gröbsten Stolpersteine beiseite schaffen und für einen halbwegs lesbaren Text sorgen können. So aber bleibt das Buch eine kleine, eine sehr kleine Geschichte Spaniens. Das Buch gibt es übrigens demnächst über die "Bundeszentrale für Politische Bildung" zu einem Bruchteil des Buchhandelpreises. Warum wird die Publikation eines solchen Buches eigentlich mit Steuergeldern subventioniert?, muss man sich hier fragen. Doch das führt an dieser Stelle wohl zu weit. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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