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Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 34 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Kurzbeschreibung (4 von 5 Punkten) schreibt S. In der Einsamkeit der Verbannung, erfüllt von der Sehnsucht nach seiner Heimatstadt Theben, schreibt der Arzt Sinuhe die Geschichte seines bewegten Lebens. Es ist zugleich die Kultur- und Sittengeschichte des vorchristlichen Orients, umhüllt von Glanz und Rausch, bis an den Rand gesättigt mit grausamen Lüsten und den Mysterien heidnischer Erotik. Mit dem groß angelegten historischen Roman Sinuhe, der Ägypter schuf Mika Waltari ein episches Meisterwerk, dessen Beliebtheit bis heute ungebrochen ist. Durch umfassende historische Studien gelang dem Autor die getreue Erfassung des Milieus; es entstand eine spannende Kultur- und Sittengeschichte des vorchristlichen Orients. Inhalt: In Form bekenntnishafter Tagebuchaufzeichnungen schildert der alte Arzt Sinuhe in 15 Büchern sein turbulentes Leben um 139035 v. Chr. zur Zeit des Pharao Echnaton in Ägypten. Sinuhe wird in einem Binsenkorb an das Ufer des Nils geschwemmt und von dem Armenarzt Senmut sowie dessen Frau Kipa aufgefunden und großgezogen. Sinuhe (altägyptisch: Arzt) macht sich den Beruf seines Vaters zum Vorbild und beginnt eine Ausbildung zum Arzt im "Haus des Lebens". Er empfängt die unteren Weihen eines Ammonpriesters, glaubt jedoch nicht an diesen Gott, da ihm das Verhalten der Priester gezeigt hat, dass sie Ammon machtpolitisch missbrauchen. Als der Pharao Amenophis III. im Sterben liegt, soll Sinuhe dem königlichen Schädelöffner assistieren. In der Nacht vor dem Tod des Pharao erteilt dessen Sohn Echnaton Sinuhe den Befehl, ihm in die Wüste zu folgen und mit ihm die Offenbarung seines Gottes Aton zu erleben. Im "Haus des Lebens" lernt Sinuhe die schöne Kurtisane Nefernefernefer kennen, der er verfällt und die sich an ihm bereichert. Er überschreibt ihr nicht nur sein Hab und Gut, sondern auch das Haus und Grab seiner Eltern, die vor Gram sterben. Entsetzt über sein Vergehen, macht er sich mit seinem getreuen Diener Kaptah nach Syrien auf, um seine ärztliche Kunst weiter zu vertiefen. Ihre Reise führt sie nach Smyrna und Babylon, wo sie die den Göttern geweihte Jungfrau Minea entführen, in die sich Sinuhe verliebt. Die ganz ihrer göttlichen Berufung verpflichtete Minea lässt sich auf Kreta dem Gott Minotaurus zum Opfer darbringen. Als Sinuhe verzweifelt in das Labyrinth eindringt, deckt er den Betrug der Priester auf, die die Jungfrauen und Jünglinge ermorden, um die religiöse Legende um das Ungeheuer Minotaurus aus machtpolitischen Gründen am Leben zu erhalten. Auf seinen weiteren Reisen muss Sinuhe viele Abenteuer und Gefahren bestehen, während in Ägypten unter Echnatons Herrschaft das Reich seinem Untergang entgegenzuschreiten scheint. Echnaton, der die neue Religion des Sonnengottes Aton eingeführt hat, hat den Ammonkult verboten und die ehrwürdige Königsstadt Theben aufgegeben. Die Priesterschaft des Ammonkults richtet sich gegen den neuen Gott und seinen Pharao, bald entsteht ein Bürgerkrieg. Der friedliebende Echnaton vermag nicht zur Gewalt zu greifen und geht unter. Sinuhe bekennt sich zu dem gestürzten Gott Aton und wird von dem einstigen Feldherrn Haremhab, der selbst den Pharaonenthron erringen konnte, in die Verbannung geschickt, wo er verbittert seine Lebensgeschichte niederschreibt. Das Geheimnis um seine eigene Herkunft wird am Ende gelüftet: Er stammt aus dem Harem von Amenophis III. und war als ältester Sohn des Pharao von dessen Hauptfrau um den Thron gebracht worden. Aufbau: Der Stil des Romans mit seinen umfangreichen Dialogen, formelhaften Wendungen und seiner orientalisch ausschmückenden, plastischen Sprache zeichnen ein feinfühliges Zeitkolorit und vermitteln ein Gefühl von Melancholie sowie Schicksalhaftigkeit. Waltari scheint nicht nur die Resignation Sinuhes, sondern zugleich auch das Lebensgefühl der Nachkriegszeit in Finnland und ganz Europa widerzuspiegeln, einer Zeit des geistigen Umbruchs. Wirkung: Sinuhe, der Ägypter stand nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Bestsellerliste der USA und wurde zum Welterfolg, der Waltari als Schöpfer eines Meisterwerks unsterblich werden ließ. Die US-amerikanische Verfilmung von Michael Curtiz von 1954 verhalf Waltari zu weiterer Popularität. alt, aber gut (5 von 5 Punkten) schreibt C.K. kultur und historie des alten ägypten verschmelzen mit den phantasien des autors, zu einem unterhaltsamen, harmonischen reigen. lehrreiches, aber auch unterhaltsames lesen garantiert. Lebendige Geschichtsschilderung (4 von 5 Punkten) schreibt H.F. aus Berlin Lebendige, phantasievolle Geschichtsschilderung, teilweise in drastischen Bildern. Vermittelt einen guten Eindruck über die Lebensbedingungen im alten Ägypten am Beispiel eines intelligent denkenden jungen Arztes. Der historische Roman (5 von 5 Punkten) schreibt s. "Sinuhe der Ägypter" ist viele Jahrzehnte alt und fesselt wegen der eindrücklichen Schilderung des alten Ägypten immer noch die Leser. Für mich ist es der historische Roman überhaupt. Ein melancholischer Grundzug geht dabei von der ersten bis zur letzten Seite. Sinuhe reist in fremde Länder, durchlebt viele Abenteuer, teilt das Leben der "oberen Zehntausend" und wird am Ende vom Pharao verbannt. Doch man wird den Eindruck nicht los, daß ihm das nicht unrecht ist. Am Ende seines Lebens verachtet er die Menschen. Lesen und genießen (5 von 5 Punkten) schreibt 1. aus Bayern Ich könnte wirklich nicht sagen, was dieses Buch noch besser machen könnte. Es hat alles, was ich von einem guten Buch verlange: Es ist so geschrieben, dass ich gerne und lange darin lese. Ich kann über viele Formulierungen schmunzeln. Es macht mich neugierig auf mehr Wissen über die Zeit der Pharaonen. Ich ertappe mich dabei, dass ich anderen Leuten bestimmte Formulierungen erzähle. Ich muss unbedingt mehr von Mika Waltari lesen. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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