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Im Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Höchst merkwürdig... (3 von 5 Punkten) schreibt B.B. aus Oberfranken Ein junger Jurist wird statt ins heimische München ins ungeliebte Bayreuth versetzt. Und schreibt sein erstes Buch - oder eines seiner ersten Bücher. Die Folgen: Keine Ahnung, ob die Bayreuther Justiz bleibenden Schaden genommen hat. Was sonst noch dabei herauskam: der Beginn der Karriere eines Bestsellerautors und ein Buch, das die Befindlichkeiten einiger Bayreuther erheblich gestört hat. Das alles war mir bekannt, bevor ich das Buch erworben und gelesen habe. Und nun, nachdem ich es gelesen habe, frage ich mich, was das erstaunlichste an dem Buch ist: 1. Daß der Autor mit diesem inhaltlich und körperlich gleichermaßen dünnen Werk überhaupt einen Buchvertrag (und das noch bei einem renommierten Verlag) hat ergattern können? 2. Daß dieses Buch geeignet war, in Bayreuth oder andernorts irgendwelche Gemüter zu erregen (wenn das im Jahre 1965 ausreichend war, um Aufsehen zu erregen: armes Deutschland!)? 3. Daß dieses Buch geeignet war, das Fundament für die rosendorfersche Karriere zu legen? Denn: es gibt erheblich mehr (auch bissiges, viel mehr bissiges) über Bayreuths Vergangenheit, Gegenwart und Befindlichkeit zu erzählen: Rosendorfer geht weder in die Breite noch geht er in die Tiefe. Und es gibt viel mehr über Wagner zu erzählen, und über die verhängnisvolle Kombination von B&W erst recht. Insgesamt ein enttäuschend dünnblütiges Büchlein, viele Selbstverständlichkeiten, wenig fundiert Neues, garniert mit gelegentlichem Aufblitzen der typischen Arroganz des in die sog. Provinz versetzten Landeshauptstadtbewohners: Anmerkungen&Seitenhiebe, die der Autor für witzig hält, ohne daß sie es sind - offenbaren sie doch mehr (allerdings nichts besonders Schmeichelhaftes) über die Person des Autors selbst als über das beschriebene Phänomen namens Bayreuth. Postscriptum: was ich an Bayreuth am meisten schätze: wenn ich das Ortsschild im Rückspiegel sehe. Dies nur am Rande, damit niemand glaubt, ich sei eine persönlich beleidigte Bewohnerin... Knappe, informative & leicht lesbare Schilderung (4 von 5 Punkten) schreibt . Es ist nicht nur Wagner drin, wo Bayreuth drauf steht! Rosendorfer widmet Richard Wagner zwar den größten Raum in seinem Buch, unterläßt es aber nicht, klarzustellen, daß die Stadt Bayreuth in ihrer Geschichte mitunter weit größere und interessantere Zeitgenossen erlebt hat. Ein kurzer, prägnanter, interessant und mit der bekannten Leichtigkeit des Autors geschribener Abriß der Geschichte der fränkischen Provinzstadt, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwerlich zu erreichen ist ("seltene Züge" - eine Wegbeschreibung mit dem Pkw findet sich am "Besinnlichen Schluß"). Nach sehr viel Recherche über die Geschichte des Herrn Wagner und seiner Familie beschreibt der Autor sehr humorvoll die Geschicke des Clans bis in die heutigen Tage und versucht beim Leser das Verständnis zu gewinnen, warum er, der Autor zu Wagner und seinen Werken ein differenziertes Verhältnis pflegt. Wie von Rosendorfer gewohnt, liest sich das Büchlein sehr entspannt und humorvoll, aber auch sehr geistreich und erbaulich. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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