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Prof.Dr.jur.Dr.phil. Günter Jerouschek ist Ordinarius an der Juristischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Psychoanalytiker. Prof.Dr.phil. Wolfgang Behringer hat einen Lehrstuhl für Geschichte an der Universität York in England und ist Verfasser unseres Bandes Hexen und Hexenprozesse in Deutschland. Dr.phil. Werner Tschacher arbeitet als Historiker über spätmittelalterliche Dämonologien. Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 11 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) bischen langatmig (4 von 5 Punkten) schreibt F.S. aus 31311 Uetze liest sich im allgemeinen sehr interessant für alle die sich für das thema interessieren! jedoch könnte sich in einigen erklärungen mal ein ... einfügen, da wer sich des themas annimmt diese fähigkeit zum eigenen denken hat... Hexenhammer (5 von 5 Punkten) schreibt H.C. aus NDS Sehr schneller Versand. Das Buch ist leider etwas schwer zu lesen. Aber super klasse. Die Anatomie eines unrühmlichen Zeitalters (5 von 5 Punkten) schreibt K.o.S. Nachdem zum Malleus Maleficarum nun schon diverse (mehr oder minder schwache) Übersetzungen existieren, habe ich aufgrund eines Tipps zu der vorliegenden gegriffen - und es keineswegs bereut. Wer in das Thema Hexenverfolgung einsteigen will, dem sei gesagt, dass eine ausgiebige Lektüre von Literatur über die Zeit der Hexenverfolgung zu empfehlen ist um "in das Thema reinzukommen". Denn der Hexenhammer ist kein Werk, dass man liest wenn man z.B. beim Arzt wartet oder auf die Bahn. Man hat es hier mit einem Fachwerk zu tun. Die Übersetzung aus dem Lateinischen (dürfte jedem bekannt sein, der schon einmal klassische Lateiner übersetzt hat) liest sich anders als etwa aktuelle, zeitgenössiche Literatur und wirkt auf den ungewohnten Leser gestelzt, übertrieben und vom Satzbau her zu kompliziert. Allerdings wurde versucht möglichst nah an der Vorlage zu bleiben, aber trotzdem einen gewissen Lesefluss zu erzeugen, was ich den Übersetzern hoch anrechne. Weiterhin hilfreich sind die zahlreichen erklärenden Fußnoten und Verweise, die Hintergründe oder spezielle Gegebenheiten, auf die sich der Verfasser bezieht, näher erläutern. Auch der etwas wirre Originalaufbau des Buches wird belassen, aber im Vorfeld von den Übersetzern erläutert, sodass man auch hier den Durchblick bekommt. Schadenszauber und Hexenflug, Folter und Läuterung, alles wird vom Verfasser untersucht und abgehandelt. Für alle weiterhin Interessierten gibt es mittlerweile sogar den lateinischen Originaltext, allerdings nicht in Buchform, sondern im Internet, sodass man nicht in Klosterbibliotheken um Einsicht bitten muss. Ich denke zu der zeitgenössichen Bedeutung des Buches gibt es nicht viel zu sagen. Es ist das Werk, dass die Hexenverfolgung letztlich ermöglicht hat und als Codex tausendfach zur Anwendung kam, um vermeintliche Schadenszauberer zu foltern und zu ermordern. Aberglaube, unterdrückte Sexualität, Dämonisierung, wirtschaftliche Schwierigkeiten...der "Cocktail" der zu dieser Zeit dieses Buch und die daraus resultierenden Folgen ermöglichte. Schauderhaft und spannend, aber auf jeden Fall lehrreich. FAZIT: Für Interessierte dieser Ära und diejenigen, die auch den nicht einfach zu lesenden (und stellenweise auch nachzuvollziehenden) Text nicht scheuen, ein sehr lesenswertes Werk in Taschenbuchformat. Einer der Ursprünge des unglaublichen Reichtums der katholischen Kirche (4 von 5 Punkten) schreibt N. aus Erde Die Übersetzung aus dem lateinischen ist gelungen. Das Werk an sich ist der Beleg der größten Schande des Christentums, das erst durch die am 15. Mai 1252 von Papst Innozenz IV. erlassene Dekretale Ad Extirpanda eingeleitet und durch die Bulle Summis desiderantes aus dem Jahr 1484 entgültig ermöglicht wurde. In seiner perfiden Struktur wird ersichtlich das auch immer schön daran gedacht wurde den Delinquenten respektiver Ketzer oder Hexe zu enteignen und das fast generell über die zweite Generation der Nachkommenschaft hinaus.Nutznietzer dieser Enteignung war ja klar die Institution katholische Kirche. Hat sie jemals etwas von diesen Besitztümer wieder abgegeben. Und dann stehen sie weiterhin auf der Kanzel und predigen von Sühne und Schuld diese Paria der konditionierten und strukturierten Unfreiheit des menschlichen Geistes. Der Paderborner Heinrich von Schultheiß war einer dieser Inquisitoren des ach so heilgen scheinheilgen Stuhls. Schön das der geneigte Leser erkennen kann wie sehr auch heute noch MACHT und HERRSCHEN einander bedingen sollen. Dieses Buch hat diese Ansicht für die Ewigkeit gemeißelt und ist sicherlich weit aus gefährlicher als das Necronomicon des Cthulhu-Mythos. Es ist die Boshaftigkeit in Reinstform unter dem Deckmantel der materialistischen Bereicherung durch die Institution katholische Kirche im Namen des christlichen Glaubens. ;-((((( ;-((((( :-(((666 Pflichtlektüre, aber nichts für Einsteiger in die Materie (4 von 5 Punkten) schreibt E.P. Die von Jerouschek/Behringer/Tschacher herausgegebene Neuübersetzung des Klassikers der Hexenliteratur ist wirklich gut. Man kann den Text leichter lesen, die Fehler und Langatmigkeiten der älteren deutschen Übersetzung sind beseitigt, die Fußnoten dezent und hilfreich. Hier und da merkt man an der Ausdrucksweise, dass das Buch abschnittsweise von verschiedenen Übersetzern geschrieben wurde, was aber dem Textverständnis nicht schadet. Dennoch ist es kein einfaches Buch, das man mal so nebenher liest, sondern ein ausgewachsenes Fachbuch, das man ohne weitergehende Kenntnisse nicht völlig verstehen kann. Empfehlenswert wäre es, sich zuerst mit allgemeineren Büchern zum Thema vertraut zu machen und dann zum "Hexenhammer" zu greifen. Sonst kann es passieren, dass man das Buch nach der Hälfte verzweifelt und mit brummendem Schädel zur Seite legt. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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