|
||||||||||
|
Im Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 50 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Grauenhaft (1 von 5 Punkten) schreibt M. Ich hatte einen Zeitungsartikel zum Thema gelesen und war von der Idee angetan. Leider habe ich dann vorschnell dieses Buch bestellt, ohne mir die Rezensionen genauer anzusehen. Eines der wenigen Bücher, das ich nach 20 Minuten weggeschmissen habe (woertlich). Selbst wenn man keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt (manche Kommentatoren entschuldigen dies, weil es ja nur ein Essay sei) muss man die Umwelt nicht mit der fortwaehrenden Wiederholung ein und der selben Litanei (bloss weil man noch nie einen schwarzen Schwan gesehen hat ist dies kein Beweis, dass es keinen gibt) verschmutzen. Ansonsten ist das Buch eine schlecht gelungene Selbstverherrlichung (alle anderen sind blöd, nur ich weiss, dass es schwarze Schwäne geben könnte). Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten (1 von 5 Punkten) schreibt M. Ich mag das Buch nicht. Es hat einen interessanten Ansatz und hin und wieder tauchen Informationen auf, die lohnenswert zu lesen sind, aber schon nach wenigen Seiten kam bei mir eine deutliche Ablehnung gegen den Autor auf, was unter anderem daran liegt, daß der Text so unstrukturiert und polemisch ist. Taleb singt Loblieder auf die Frische und Innovationsleistung der USA, bezeichnet Europa im Gegenzug als verstaubte und rückständige Phantasiewelt einer Kaste konservativer Bücherwürmer und erklärt lang und breit, daß sein Buch nicht schwammig und planlos daherkommt, sondern daß diese Unordnung und die unwissenschaftliche Arbeitsweise die Essenz der amerikanischen Originalität und Kreativität im Bereich der Wissenschaften ist. Bedaure, aber als jemand, der selbst wissenschaftlich tätig war und eine Weile Studenten in wissenschaftliche Arbeitsmethoden eingewiesen hat, kann ich nur sagen: Das ist eine verdammt billige Ausrede dafür, daß Taleb keinen Schimmer hat, wie man einen Text aufbaut. Das Buch ist schlecht zu lesen, weil der Autor sich ständig in irgendwelchen Familienanekdoten (die, nebenbei bemerkt, beim Aufstellen einer angeblich wissenschaftlichen Hypothese nichts verloren haben) verzettelt, sich wiederholt und auf ein Europa schimpft, das er offensichtlich überhaupt nicht kennt. Vorurteile dieser Art und privat gefärbte Einschübe gehören nicht in eine mathematisch-wirtschaftliche Betrachtung. Es wird nicht einmal klar erkennbar, welches Hauptthema Taleb nun eigentlich verfolgt. Will er sich als Migrant positionieren, geht es um seine Jugend- oder Kriegserlebnisse? Seine Studienzeit in den USA oder seine Arbeit an der Börse? Solche autobiographischen Details werden nämlich genauso breit im Buch ausgewalzt wie die Hypothese vom Schwarzen Schwan. Zwischendurch schiebt er immer einmal wieder kurze Textstücke ein, die ungenau mit sinngemäßen Zitaten untermauert sind und deren Einsatz im Text sehr konstruiert wirkt. Natürlich behauptet Taleb, der Geisteswissenschaften schon einmal per se für wertlos hält (was vielleicht erklärt, weshalb sein Buch so wenig Struktur hat...), dann auch gleich, daß man Zitate allgemein nicht verwenden sollte, weil das Zitieren bedeutender Denker nur ein Symptom der verstaubten Bücherweisheit Europas ist. Man könnte sich über diese Attitüde aufregen. Aber eigentlich ist es nur tragikomisch, wie ein kleiner, wütender Mann versucht, eine 3-Seiten-Theorie auf Buchgröße zu strecken und dabei auch noch seine komplette Lebensgeschichte und alle Vorurteile über Dinge und Menschen loszuwerden, die er nicht mag. Wissenschaft ist das keinesfalls. Es ist eigentlich nicht einmal ein Buch. Und das sage ich nicht nur, weil ich eine konservative Europäerin bin. Die Möglichkeit des Anderssein (5 von 5 Punkten) schreibt J.L. aus Basel Der Titel der Rezesion ist von einer anderen Koriphäe (eben nicht des Fachgebietes "Statistik") entlehnt und soll deutlich machen, dass das Buch nicht Statistiker ansprechen wird*, sondern Menschen, die eine andere Denkweise erlernen möchten. Eine Denkweise, welche nur erreichbar wird, wenn man auf die Mankos des Bewusstseins aufmerksam wird (und so möglicherweise fähig wird, diese Mankos "anzupirschen"). Das Buch handelt zu grossen Teilen von Bewusstsein und Bewusstseinschwächen. Lassen Sie sich also nicht zu sehr von negativen Rezensionen beunruhigen, falls Sie sich fürs Bewusstsein interessieren und z.B. zur Klasse der "Realitätsforscher" oder gar "progressive Quantenphysiker" gehören. Diese Klasse Mensch will systemisch (und nicht rein kausal und logisch-methodisch) Denken lernen, und hat erkannt, dass die Welt etwas komplexer ist. Man spürt manchmal eine gewisse Zynik oder eine vermeintliche Arroganz in diesem Buch. Im Anbetracht der Arroganz und der Egomanie unter der unsere gesamte Gesellschaft leidet, ist die Einnahme einer solchen Position aber erlaubt. Schlussendlich ist der Autor auch ein Mensch und leidet an den gleichen Krankheiten des menschlichen Geistes. *[oder andere Rückspiegelgaffer, die nicht durch die Windschutzscheibe zu sehen versuchen, und sich hier darum zu Hauf negativ über dieses Buch auslassen. Sie zeugen von genau der Unfähigkeit, welche im Buch beschrieben wird: dem eingeschränkten Sichtfeld oder der Unfähigkeit eine fachübergreifend integrative, global-holistische, oder gar intuitive Perspektive einzunehmen (sogar GAUSS gab zu: "Das Resultat hatte ich schon. Jetzt musste ich nur noch den Weg entdecken, wie ich dazu kam")] Abrechnung mit dem Prognoseapparat (5 von 5 Punkten) schreibt a. Talebs Meisterwerk "Der Schwarze Schwan" ist eine gelungene Abrechnung mit dem Prognoseapparat, welcher sich fest in der Welt der Wirtschaft (nicht nur im Finanzwesen!) etabliert hat. Taleb ist analytisch brilliant, zynisch, rebbellisch, rhetorisch hochwertig, hochgestochen und stellt alles selbstverständliche auf den Kopf. Als einer der täglich mit dem Prognostizieren zu tun hat, bestätigt Taleb eindrucksvoll die Schwächen und leider auch den Unsinn dessen, was sich Prognose nennt. Oft musste ich über die Beispiele von Talep lachen und schmunzeln weil ich mich so oft hier und da wiedergefunden habe. Talep hat fast alle Probleme und Schwächen des Vorhersagens sauber und strukturiert zusammengetragen. Das Buch kann in diesem Zusammenhang auch als Nachschlagewerk verwendet werden. Ok, Taleb schweift manchmal zu sehr vom Thema ab und stichelt zu sehr gegen seine Gegner (hauptsächlich Analysten). Seine Abscheu gegenüber Analysten hätte er vielleicht etwas zügeln können. Er hat allerdings prinzipiell recht und verdient meiner Ansicht nach wenn auch nur knapp fünf Sterne. Entscheidend ist nicht, was man den Leuten erzählt, sondern wie man das macht ... (2 von 5 Punkten) schreibt S.T. ... dieses Zitat des Autor sagt hat der Schreiber selbst nicht wirklich ernst genommen, sondern wäre sein Buch ein echtes Meisterwerk geworden (wie es am Cover steht). Nassim N. Taleb präsentiert uns die Idee von Ereignissen, die uns unvorbereitet treffen, weil sie durch jede Statistik fallen. Er versucht uns zu erklären, wie es möglich ist, dass wir Dinge manchmal derart falsch einschätzen, bzw. dass wir schlichtweg überrumpelt werden. Das Thema an sich ist also durchwegs spannend, und wenn man sich hineinliest, offenbaren sich auch die Erklärungen - ab und zu zumindest. Ich möchte zunächst vorausschicken, dass ich auf dem Gebiet der Statistiken ein Laie bin und keinerlei Vorkenntnis besitze. Ich kann daher den WISSENSCHAFTLICHEN Wert des Buches nicht beurteilen. Für mich sind Erklärungen über die "retrospektive Verzerrung" (das ist das, was passiert, wenn man Erlebtes nacherzählt) oder die "Arroganz des Wissens" (die Überbewertung dessen, was wir glauben zu wissen) durchaus Neuland und interessant. Leider verpackt der Autor diese leichter verständlichen Dinge in sehr viel Fachsimpelei über Statistiken (Gauß'sche Kurve, etc) und in Abschweifungen auf sein privates Leben, was sich bremsend auf den Unterhaltungswert des Buches auswirkt. Auch sind oftmals Beispiele aus dem Leben angeführt, wo ich mir nicht erklären kann, was das mit der Idee des Schwarzen Schwans zu tun hat. Fazit: Wer sich ein bisschen in der Materie auskennt wird sich mit dem Buch leichter tun und es entweder als Humbug abtun oder als geniale Idee hochheben. Wer keine Ahnung hat, braucht Ausdauer beim Lesen und sollte das eine oder andere Kapitel einfach überspringen. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
|
||||||||||
|
|