Der Mossad. Ein Ex-Agent enthüllt Aktionen und Methoden des israelischen Geheimdienstes.

Von Victor Ostrovsky, Claire Hoy

Übersetzer: Einar Schlereth
Buch, Taschenbuch, 448 Seiten
Erschienen: Juli 2000
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Goldmann
Verkaufsrang: 7933 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783442150663
ISBN-10: 3442150663
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Der Mossad. Ein Ex-Agent enthüllt Aktionen und Methoden des israelischen Geheimdienstes.
Ein brisanter Blick hinter die Kulissen
Das Outing des ehemaligen Mossad-Offiziers Victor Ostrovsky entreißt dem bis dahin geheimnisumwittersten aller Nachrichtendienste den Schleier des Geheimnisses und enthüllt seine oft dubiosen Methoden.
Desillusioniert angesichts des verkümmerten Idealismus der Nach-Gründergeneration des israelischen Geheimdienstes rekapituliert der Ex-Agent seine Jahre beim Mossad: Er schildert, wie dort Mitarbeiter rekrutiert und ausgebildet werden und deckt unter anderem die Hintergründe auf, die zur Befreiung eines von Terroristen entführten Flugzeugs ins ugandische Entebbe führten oder 1981 zur Zerstörung des irakischen Atomreaktors.
Victor Ostrovsy, geboren 1950 in Kanada, verbrachte seine Jugend in Israel. Mit 18 Jahren war er der jüngste Offizier in der israelischen Armee. 1982/83 wurde er vom Mossad rekrutiert, nach vier Jahren Geheimdiensttätigkeit jedoch unter ominösen Umständen wieder entlassen. Seitdem lebt er wieder in Kanada.

Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
Wo sind die Grenzen der Legalitaet und Legitimation (4 von 5 Punkten) schreibt f. aus Tokyo
Ostrovsky gibt mit seiner Publikation Einsichten in die wohl haerteste Geheimdienstorganisation der Welt. Gleichzeitig werden durch seine Aussagen Fragen aufgeworfen nach Legitimation und Legalitaet des Mossads, der in seiner Existenzberechtigung anscheinend keine Grenzen kennt. Das den Juden in der Vergangenheit angetane Unrecht, ihre Vernichtung, ist dem Mossad Anlass genug, jede Gefahr von Israel und seinen Bewohnern mit allen legalen und illegalen Mitteln fernzuhalten. Ostrovsky gewaehrt Einblicke in eine Organisation, die in den 80-ziger Jahren des zurueckliegenden Jahrhunderts keiner Kontrolle mehr zu obliegen schien. Er beschreibt seinen persoenlichen Werdegang und gibt Aktionen des Mossads und dessen Vorgehensweise preis. Die Grenzen zur Illegalitaet sind dabei fliessend und man fragt sich, ob der Mossad ueberhaupt Grenzen kennt. Mord und Totschlag gehoeren genauso zum Tagesgeschaeft wie Lug und Betrug. Waffen werden sogar an die arabischen Feinde verschoben, um Aktionen gegen diesen Feind finanzieren zu koennen. An manchen Stellen wirkt das Vorgehen des Mossad wirklich absurd, doch der Autor belegt durch Querverweise und unterschiedliche Quellen mit gleicher Aussage die Authenzitaet seiner Behauptungen. Realistische Darstellung des Mossads mit Insiderinformationen. Spannend.

naja... (3 von 5 Punkten) schreibt S.
interessante einblicke sind's allemal...allerdings auch sehr nostalgische einblicke (1976-86)..ich weiß nich was, aber ich hatte mir mehr erhofft...

Nur bedingt interessant (2 von 5 Punkten) schreibt T. aus Siegburg
Der Autor will hier als ehemaliger ausgebildeter Mossad-Agent Interna der Mossad-Tätigkeiten aufweisen, die enthüllen und aufrütteln sollen.

Dies ist ihm nur bedingt gelungen. Letztlich handelt es sich um mehrere Begebenheiten, die ihm primär während seiner Ausbildung widerfahren sind bzw. die er erlebt hat.

Nichts von dem überrascht wirklich und letztlich ist es eher langatmig, da weder das Gefühl aufkommt echte Neuigkeiten zu erfahren, die man nicht erahnte noch dass es wirklich eindringlich geschildert ist.

Ich habe das Buch nach 3/4 weggelegt, was mir selten passiert. Kann man lesen, muss man aber nicht.

veraltet und überbewertet (3 von 5 Punkten) schreibt A.K. aus Wien Österreich
Das Buch beschreibt den Mossad Anfang der 80er Jahre. Wer sich grundlegende Neuigkeiten über die Ausbildungsmethoden oder die Technik des Mossad erhofft, wird enttäuscht werden. Vieles ist längst überholt und erinnert an die ersten Bond Filme.

Durch die Erzählweise soll der Eindruck entstehen, dass alles aus dem Buch auch tatsächlich passiert ist. Wer allerdings mit Vorwissen an dieses Thema herangeht, weiß, dass das nicht immer der Fall sein kann. Die Frage ob der Autor es nicht besser weiß, oder - wem auch immer - Zugeständnisse machen musste, um das Buch drucken zu können, bleibt leider unbeantwortet.

Speziell das erste Drittel (die Ausbildungszeit) erinnert an die Abrechnung eines verbitterten Mitarbeiters mit seinem ungeliebten Ex-Arbeitgeber. "Ich war so toll - die waren so böse." In fast allen Disziplinen war Victor O. der Beste. (Das behauptet er zumindest.) Mag sein, dass er das tatsächlich war - das ständige Betonen macht es aber aus meiner Sicht nicht wahrscheinlich.

Der hintere Teil des Buchs beschäftigt sich mit Fallbeispielen, die die Skrupellosigkeit des Mossad zeigen. Auch wenn Victor versucht, die Unterschiede des Mossad im Vergleich zu den anderen Geheimdiensten hervorzuarbeiten, (In diesem Teil des Buchs ist der Mossad viel schlauer, viel besser, viel skrupelloser als alle anderen) könnte seine einseitige Einschätzung auch darauf beruhen, dass ihm ein objektiver Einblick in die Arbeit der anderen Geheimdienste fehlte.

Ein großes Manko ist die schlechte Übersetzung/Lektorat. Artikel sind falsch gesetzt, Tippfehler finden sich reichlich und - vermutlich wegen der Übersetzung - sind einzelne Absätze völlig sinnfrei. z.B: Seite 204 der 5. Auflage: wie kann man vom 3. Stock "hinauf" ins Erdgeschoss gehen?

Fazit: Das Buch ist kurzweilig geschrieben und bietet einige neue, durchaus interessante Erklärungen für bekannte Anschläge/Überfälle. Ob Viktor tatsächlich über die Grundausbildung hinausgekommen ist, möchte ich aber bezweifeln.



Schockierend und informativ zugleich (5 von 5 Punkten) schreibt W.
Hier bekommt man einen genauen Einblick in die Ausbildung zu einem Mossad-Agenten. Auch wenn in Israel offiziell die Meinung herrscht, das es keinen Mossad gibt, so weis doch die Bevölkerung das er unter Ihnen lebt. Schockiert hat mich vor allem wie offen und egoistisch Israel manchmal mit dem Thema Sicherheit umgeht. Und da noch mehr an sich denkt, als man eventuell als neutraler Bürger denkt. Zusammen mit dem Film "Paradise Now" ist es ein absolutes Beispiel wie man ein wenig anders über die Situation Israels nachdenkt...

Absolut lesenswert!!

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