Die Templer - Der Schatz des Blutes: Roman

Von Jack Whyte

Übersetzer: Barbara Schnell
Buch, Taschenbuch, 608 Seiten
Erschienen: 12. Februar 2007
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Verkaufsrang: 31614 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783442363476
ISBN-10: 3442363470
ASIN: 3442363470 (Amazon-Bestellnummer)
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Die Templer - Der Schatz des Blutes: Roman
Frankreich, 1307. Monatelang hat König Philip von Frankreich dem Heiligen Vater abwechselnd geschmeichelt und gedroht - nun ist es geschehen: Papst Clemens V. hat die Ritter des Templerordens aus der katholischen Kirche ausgeschlossen. Zwischen Philips blutrünstigen Elitesoldaten und dem legendären Templerschatz stehen jetzt nur noch ein paar verängstigte Ordensbrüder. Für Sir William St. Clair, den Hüter des Schatzes, beginnt eine verzweifelte Flucht durch ganz Europa. Denn William weiß, das Geheimnis der Templer muss unbedingt gewahrt bleiben - sein Versagen würde das Ende der zivilisierten Welt bedeuten ... Spannung, Rätsel und rasante Action in einem farbenprächtigen historischen Roman vereint.
"Ein unvergleichliches Epos, das alles in den Schatten stellt!"
Diana Gabaldon

Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
Absolut lesenswert... (4 von 5 Punkten) schreibt d.s. aus Wien
Als Mittelalter-Fan ist mir dieses Buch mehr oder weniger zufällig aufgefallen. Einerseits hat mich der Rücktext und die Betonung von Handlung a la Weltverschwörung/Gral etc. ein bisschen abgeschreckt, als ich das Buch gelesen hatte war ich aber dennoch positiv überrascht. Es ist spannend und flüssig zu lesen, negativ fallen nur die etwas zu abgehackten Zeitsprünge auf. Manche haben vielleicht ein Problem damit, das die Dialoge sehr von Gegenwartssprache beherrscht sind. Mich stört das nicht, aber das "Mittelalter-Feeling" leidet ein bisschen darunter. Von Seiten der Handlung sollte man sich aber bewusst sein, dass es sich um großteils fiktionale Behauptungen handelt. Hier ist es ein bisschen schäbig das nirgends darauf hingewiesen wird. Viele Autoren (z.b. Rebecca Gable) schreiben sehr informative Nachworte, warum Jack Whyte das nicht macht ist mir schleierhaft.

Gute Geschichte, aber keine Fakten (4 von 5 Punkten) schreibt D.J.F.
Im ersten Teil von diesem Buch wird das gesamte Christentum angeschwärzt. Aber der Autor druckt ihnen hier Lügen, die sie lesen sollen.
Hier werde ich Ihnen nun die historischen Fakten aufzeigen.

Autor: Jesus war ein Rebell und wollte eine geeinte und freie jüdische Nation.
Fakten: Dies kann man ganz einfach mit dem Neuen Testament widerlegen. Jesus Christus wollte niemals ein weltliches Reich aufbauen, er sprach immer vom göttlichen Reich und Jesus Christus wollte auch niemals einen Aufstand anzetteln. Jesus Christus hielt auch Petrus zurück als er ihn am Ölberg verteidigen wollte.

Autor: Jesus war Essener.
Fakten: Dies ist eine sehr wage Theorie. Da weder die Existenz der Essener vollständig bewiesen ist, noch das Jesus Christus Kontakt mit ihnen hatte.
Reine Spekulation.

Autor: Bruderschaft von Jerusalem und Juden die nach Europa fliehen und Adelige werden.
Fakten: Diese Behauptungen sind historisch gesehen lächerlich. Denn die Bruderschaft von Jerusalem ist ein Hirngespinst des Autors. Zur flucht der Juden. Ja sie wurden zerstreut, aber sie können im Mittelalter keine Adligen sein, denn zu dieser Zeit herrscht der Antisemitismus mit eiserner Faust.

Autor: Jakob war Jesus Bruder.
Fakten: Auch für diese Behauptung fehlt jeglicher Beweis.

Autor: Paulus war römischer Spion.
Fakten: Das ist Historischer und Kirchenhistorischer Unsinn. Rom hat Paulus getötet. Außerdem konnte Paulus nichts erfinden, weil es das Christentum schon gab. Er war der erste der es den Römern predigte, aber er hat es vorher auch den Griechen gepredigt. Außerdem stand das römische Imperium zu dieser Zeit dem Christentum feindlich gegenüber.

Autor: Paulus erfand die Namen Christus und Christen.
Fakten: Wieder von Vorn bis Hinten falsch. Wer die Bezeichnungen Christen und Christus als erstes ausspricht ist nicht bekannt, sie wurde nur zur Zeit des Paulus publik.

Autor: Römische Kreuze hatten die Form eines T".
Fakten: Stimmt nicht. Es gab mehrere Formen. Das crux commissa in T-Form"
Das crux immissa in Kreuz Form". Beide Formen wurden genutzt.

Autor: Mithras, der heidnische Gott, sein Zeichen ist das Kreuz.
Fakten: Wieder vollkommen aus der Luft gegriffen. Mithras Zeichen war nicht das Kreuz. Außerdem benutzten die frühen Christen noch nicht das Kreuz als Symbol, das Kreuz wurde erst sehr viel später verwendet. Sie benutzten das Christusmonogramm. XP als Abkürzung von Jesus Christus im griechischen.

Es ist und bleibt ein frei erfundener Roman.

Für echte Templer Informationen empfehle ich dieses Buch:

http://www.amazon.de/Die-Templer-Geschichte-Tempelritter-geheimnisvollen/dp/3865330312/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1249850068&sr=1-1

Überragendes Epos ? Da kenn ich andere ... (2 von 5 Punkten) schreibt M.
Jack W.läßt sich sehr von seinem Kirchenhaß leiten. Allein die Templer sind die anständigen,echt Gläubigen ...da hätte er seinen Runciman gscheit lesen sollen ,da hätt er einige Beispiele für aufrechtes christliches Handeln gefunden.
Stilistisch bewegt Jack W. sich ständig im Denken unserer Moderne -er hat ganz wenig vom "Geist der Mittelalters " in den Dialogen sowie im Handeln der Menschen eingefangen.
Mein Fazit :Muß man nichtgelesen haben.

enttäuschend (1 von 5 Punkten) schreibt B.S.
Ich fand das Buch sehr enttäuschend, besonder als ich schon nach 30 Seiten drei Fehler entdecken mußte: Wilhelm der Eroberer ist nicht durch einen Jagdunfall ums Leben gekommen, im 11. Jahrhundert gab es keine Franken mehr (Einwohner von Frankreich hießen schon Franzosen, oder in diesem Fall Normannen) und noch keine Offiziere. Militärische Anführer waren Lehensherrn. Werde die beiden nachfolgenden Bände sicher nicht lesen.

Die Geschichte des Ordens - lebendig und solide erzählt, ein Meisterwerk! (5 von 5 Punkten) schreibt O.P. aus Borken, Nordrhein-Westfalen
Wie dem Backcover zu entnehmen ist, wagt sich der Autor Jack Whyte hier (nicht ganz) zufällig an eins meiner kirchengeschichtlichen Lieblingsthemen - nämlich den Orden der armen Ritter Christi vom Tempel Salomon - heran, doch wer jetzt denkt, einfach nur ein weiteren Templerroman mit den üblichen Veschwörungstheorien vor sich zu haben, irrt!

Die Geschichte des Ordens ist mindestens so aufregend wie mysteriös, in den fast zwei Jahrhunderten seiner Existenz waren die Templer der militärische Arm der Kirche und führten unter anderem heutige Standards wie Geldwechsel oder das Kreditwesen ein - eigentlich Grund genug für einen weiteren Abenteuerroman, wenn - ja wenn! - Jack Whyte nicht komplett auf historische Fakten aufbauen würde, um aus der Sicht der Protagonisten Hugues des Payens, Payen de Montdidier und Geoffroi des St. Omer die Entstehung des Templerordens zu schildern!

600 Seiten lang wird der Leser in die Welt des späten elften Jahrhunderts und dessen Folgejahre gezogen, in denen unter anderem der erste Kreuzzug und die Eroberung von Jerusalem fielen und in dessen Nachwirren Hugues des Payens und seine acht Mitstreiter den "Orden der armen Ritter Christi vom Tempel Salomon" gründeten. Gepaart mit den Intrigen am Hofe Balduins II. , seines Zeichens König von Jerusalem, und der ersten Annäherung an die einheimischen Sarazenen - dem eigentlichen Todfeind - spinnt sich von der ersten Seite bis zum Schluss dieses Werkes ein roter Faden, der den Leser dazu bewegt, dieses Buch einfach weiterzulesen, komme, was wolle.

Sieht man mal von dem Fauxpas der Verleger ab, diesen historischen Roman mit dem reisserischen Untertitel "Der Schatz des Blutes" zu belegen (das Original heisst übrigens "Knights of the Black and White"), hat Jack Whyte es auf eine besondere und präzise Art geschafft, Unterhaltung und Geschichte miteinander zu verbinden, so das der Leser nach und nach verstehen MUSS, was sich die ersten Tempelritter damals wohl gedacht haben und was die Intention hinter der Gründung des wohl mächtigsten Orden des Mittelalters war. "Die Templer" ist schlichtweg lebendige Geschichte, die einfach erzählt wird, ohne nennenswert von den eigentlichen geschichtlichen Fakten abzudriften. Dieses Werk ist für all die, die sich bereits mit der Geschichte des Ordens beschäftigt haben oder dies tun möchten, ein absoluter Pflichtkauf - und auch all jene, die einfach nur Unterhaltung suchen und die geschichtlichen und religiösen Aspekte aussen vor lassen wollen, sollten den Weg zu diesem Meisterwerk suchen, welches Zeitgleich der Auftakt zu Jack Whyte's Templertrilogie darstellt!

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