Die Bücherdiebin: Roman

Von Markus Zusak

Übersetzer: Alexandra Ernst
Buch, Taschenbuch, 608 Seiten
Erschienen: 7. September 2009
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Verkaufsrang: 85 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783442373956
ISBN-10: 3442373956
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Die Bücherdiebin: Roman
Den Tod muss man nicht fürchten. Er ist nämlich, wie er als Ich-Erzähler von sich selbst in einer Vorbemerkung sagt, "bemüht, dieser ganzen Angelegenheit eine fröhliche Seite zu verleihen". Nur hätten die meisten Menschen "einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unmöglich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu überzeugen". Mit einem weiteren Vorurteil räumt der Tod gleich zu Beginn auf, dass ihm nämlich die Menschen gleichgültig seien. Im Gegenteil. Ab und zu, so erfahren wir, braucht er sogar eine Auszeit, um sich abzulenken. "Ihr wollt wissen", fragt er, "wovon ich mich ablenken muss? (?) Es sind die übrig gebliebenen Menschen. / Die Überlebenden." Eine solche Überlebende, "eine Expertin im Zurückbleiben" ist die neunjährige Liesel Memminger. Von ihr handelt dieses wunderbare Buch. Zum ersten Mal begegnet der Tod der neunjährigen Liesel 1939 am Grab ihres kleinen Bruders, wo sie auch ihre Karriere als Bücherdiebin beginnt: Mit Hilfe des Handbuchs für Totengräber lernt sie das Lesen und muss fortan immer wieder Bücher stehlen. Sie "rettet" auch welche - vor den Flammen der Nazis. Und hin und wieder bekommt sie auch welche geschenkt. Ihre Liebe zu Büchern muss es sein, die den Tod, der sich selbst hier als großer Erzähler erweist, die Liesel lieb gewinnen lässt. Während um sie herum Bombenhagel alles in Schutt und Asche legen, findet sie Schutz im Keller ? und in ihren Büchern.
Der Tod, den der Autor uns hier präsentiert, muss man in der Tat nicht fürchten. Er ist weder böse noch kaltblütig. Und er hat eine Schwäche für Menschen, die lesen und die Bücher lieben. Ist das nicht beruhigend? Und er kann obendrein - zumindest in der Fantasie Markus Zusaks - wunderbar erzählen. - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de

Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 308 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
Jugendbuch? (4 von 5 Punkten) schreibt e. aus Bonn
Ein faszinierendes Buch, fürwahr. Das Dritte Reich aus der Perspektive des Todes ist ein völlig ungewohnter Ansatz. Es ist kein Buch zum "Wegschlabbern", auch wenn die Geschichte der Liesel einen gleich in den Bann zieht. Die Vielfalt der Charaktere, die Sprunghaftigkeit der Erzählweise mit Rück- und Ausblicken, das offen lassen von Vergangejiet und auch ganz viel Zukunft, Vieles nur invagen Andeutungen, lässt sich nicht leicht lesen. Ich denke, wohl Manches kann man ohne gute Geschichtskenntnisse nicht einordnen. Ich bin mir daher nicht ganz sicher, ob es für Jugendliche der angegeben Altersklasse wirklich schon so viel vermitteln kann, wie es enthält. Aber was es vermittelt ist das Gefühl der Angst, das menschenfreundliche Aussenseiter in diesen Zeiten als ständigen begleiter ertragen mussten. Auf jeden Fall auch für Erwachsene dringend zu empfehlen!

Eine atemberaubende Geschichte mit einzigartiger Erzählweise (5 von 5 Punkten) schreibt F.R.
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, habe noch nie zuvor von "Der Bücherdiebin" gehört, und beim Durchlesen des Klappentextes dachte ich mir schon: " Nicht noch ein Roman über den Zweiten Weltkrieg." Was ich natürlich nicht wusste war, dass dieses Buch nach beenden der letzten Seite mein neuer Lieblings-Roman sein würde.

Markus Zusak hat mit diesem historischen Roman etwas einzigartiges geschaffen. Die Geschichte handelt von einem kleinen Mädchen, Liesel, die nach dem Tod ihrer Familie bei einer Pfelgefamilie weiterlebt. Beim Begräbnis ihres Bruders entdeckt sie die Freude am Bücherstehlen. Von nun an war Liesel die Bücherdiebin. Im Laufe der Zeit stiehlt Liesel immer mehr Bücher, sie entdeckt die Liebe zu ihrer "neuen Familie" , ihrer Pflegevater und dem Akkoridion, Rudi und einem Juden. Im Großen und Ganzen handelt die Geschichte von einem kleinen Mädchen, dem Bücherstehlen, die Liebe einer Familie, dem Tod, und einem großen Herzen.

Ich persönlich, war absolut begeistert von diesesm Buch. Markus Zusaks schafft in diesem Buch eine ganz eigene Atmosphäre ( aus einer einzigartigen Sichtweise) die mir sehr zugesagt hat. Seine Schreibstil ist vielleicht für den ein oder anderen ein wenig gewöhnungsbedürftig oder merkwürdig da er immer wieder kleine Bemerkungen einbaut. Die verschiedenen Charaktere werden durch Zusaks tolle Schreibweise effektiv zum Leben erweckt und sind alle auf ihre ganz spezielle Art liebenswert und sympathisch.
Alles in Allem eine tolle, spannende und atemberaubende Geschichte die mich streckenweise zu Tränen rührte. Ein Must-Have für alle, die gute historische Romane lieben.
Absolute Kaufempfehlung.

super (5 von 5 Punkten) schreibt L.
Dieses Buch war sehr angenehm zu lesen, es war spannend und rührend zu gleich. Die Hauptperson Liesl ist klar umrissen und gut ausgearbeitet. Die Geschichte erstrecjt sich über längere Zeit, ohne langweilig oder langatmig zu wirken. Der Schreibstil ist sehr angenehm und man kann den Geschehnissen leicht folgen.
Auf jeden Fall zu empfehlen!

Leider nicht so gut wie erwartet (3 von 5 Punkten) schreibt j. aus Salzburg
Ein schönes Buch mit einer interessanten Erzählperspektive.
Aufgrund der übereifernden Rezensionen hätte ich halt noch mehr
erwartet. Leider zieht sich das Buch ein wenig und es kam bei
mir nie so richtig die Vorfreude aufs Weiterlesen auf (auch das ist es,
was mir am Lesen Spaß macht). Dennoch haben mir die Charaktere gefallen
und man kann sich durchaus in das Molching der Kriegszeit versetzen.
Der literarische Anspruch und ein ergreifendes Ende entschädigen
für manche Längen während der Erzählung.
Vielleicht lese ich mal irgendwann wieder ein Buch von M. Zusak, vorerst
ist das Verlangen nicht so groß.

Mitten ins Herz (5 von 5 Punkten) schreibt K.
Markus Zusaks "Die Bücherdiebin" überzeugt!
Wie?
Dieses Buch prahlt nicht mit einer "ach so tragischen"-Geschichte, sondern beschreibt greifbar, das Leben eines Mädchens zur Zeit des 2ten Weltkrieges.

Man ist direkt dabei. Im Keller wo sie lesen lernt. Im Haus der Dame mit den vielen Büchern. Auf der Straße mit den anderen Kindern, die irgendwie anders sind. Im Tante-Emma-Laden wo der Hitlergruß ausgeführt werden muss.

Am ende habe ich geweint...

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