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Letzte Zweifel, ob Kaminer einer ist, der sich in Berlin auskennt, verfliegen, wenn man die 33 heiteren Kurzkapitel liest, denn die zeugen von einer echten Ortskenntnis. In jeder Episode erzählt er eine kleine Geschichte rund um ein Thema oder einen Ort, den man als Nicht-Berliner durchaus einmal besuchen sollte - als Berliner sowieso. Eine kurze Auswahl: Welchen Unterschied gibt es zwischen Ost- und Westberliner Steuerberatern? Wo kriegt man zehn Kilo Bananen für 50 Cent und mit etwas Glück noch einen Opel Kadett obendrauf? Und was machen eigentlich die Tschuktschen, Berlins kleinste Minderheit? Wie so meist bei Kaminer sind die Pointen sehr schön gesetzt, wer nicht zumindest schmunzelt, hat sich entweder am Kaminerschen Stil sattgelesen oder ist gerade einfach nicht in der Stimmung. Doch es geht nicht nur um spaßige Anekdoten. Denn bei "Ich bin kein Berliner" kommt noch der reisepraktische Aspekt dazu. Am Ende jeden Kapitels und hinten im Buch finden sich sämtliche Adressen zu den Orten sowie einige Informationen zu ihnen. Wer die beherzigt, kann wahrlich kein fauler Tourist sein, denn allein die Tippsammlung erstreckt sich über 35 Seiten. Fazit: Ein schönes Beispiel, wie es gelingt, einen Reiseführer einmal anders, als Geschichtenband, zu gestalten und dennoch einen konkreten Nutzwert zu schaffen. Ob dieses Konzept auch für andere Städte gelingen kann? Nur, wenn sich adäquate Autoren finden lassen - das wird nicht so einfach sein. - Christian Haas Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 23 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Hörbuch (5 von 5 Punkten) schreibt V. Wladimir Kaminers Bücher darf man gar nicht lesen. Die muss man hören. Das hat mir dieses Hörbuch wieder einmal gezeigt. Sein starker und wirklich hinreißender Akzent verleiht seinen Worten erst den richtigen Ausdruck. Erst wenn man seine Stimme hört, scheint die tiefe Ironie, die hinter allem steckt, was er schreibt, richtig durch. "Ich bin kein Berliner", sagt Kaminer mit diesem Buch, und das ist wahr und doch falsch. Denn sobald er woanders ist, fühlt er sich natürlich als Berliner. Der Rest des Landes scheint ihm viel fremder. Trotzdem beschreibt er Berlin selbst mit einer gewissen Distanz, die die schon erwähnte Ironie hervorbringt. So ganz kann er eigentlich nichts ernst nehmen von dem, was er in Berlin beobachtet. Liebevoll geht er allemal mit seiner Stadt um, aber seine Untersuchungen zum Dialekt, zum Shoppen, zur Gastronomie, zur Bildung, dem Tourismus, der Wirschaft etc. bringen immer wieder dasselbe Ergebnis: alles ist anders, als erwartet und geplant. Trocken berichtet Kaminer darüber und das macht das ganze umso lustiger. Absolut hörenswert dieser kleine "Reiseführer". Ich bin kein Reiseführer (5 von 5 Punkten) schreibt K. Ich bin kein Berliner ist ein wunderbares Buch - ich habe gelacht, ich habe nachgedacht, ich war in Berlin ohne dort zu sein. Aber ein Reiseführer ist das Buch nicht - was ihm überhaupt nicht schadet. Man kann Berlin auch über ein ganz tolles Buch kennenlernen, in dem wenig über Orte und viel über Atmosphäre steht. Merci vielmals! http://www.kakanien.eu Etwas überbewertet, aber nett zu lesen (4 von 5 Punkten) schreibt J.M. aus München, Bayern Ich kannte Wladimir Kaminer nicht, bevor ich dieses Buch gelesen habe. Habe also mehr auf die Rezensionen hier vertraut. Es war sicher kein Fehlkauf im klassischen Sinn, aber wirklich als Vorbereitung auf eine Reise oder Umzug nach Berlin taugt dieses Buch nicht. Positives: es ist gut zu lesen, teilweise auch etwas witzig und wenn man andere Bücher von ihm kennt (inzwischen habe ich "Russendisko" gelesen) wird man dieses wahrscheinlich auch mögen. Zusätzlich sind nach jeder Geschichte ein paar Tipps und Adressen dabei, die im hinteren Teil nochmal genauer erläutert werden. Negatives: Die Tipps sind nur teilweise nützlich und oft allgemein bekannt; insgesamt hat man mit diesem Buch eher einen Roman als einen Reiseführer in der Hand, bzw. irgendein Zwischending, das beiden Ansprüchen nicht richtig gerecht wird. Was mich etwas überrascht und auch gestört hat (wahrscheinlich weil ich Kaminers Bücher vorher nicht kannte): Es wird ziemlich viel über Russen geschrieben. Klar der Autor ist Russe, aber damit hatte ich beim Titel des Buches nicht gerechnet. Der Autor oder zumindest der Ich-Erzähler (?) scheint offenbar jeden einzelnen Russen in der Stadt zu kennen, während sein deutscher Freundeskreis eher bescheiden wirkt. Das stört jetzt nicht allzusehr, aber hätte ich das vor dem Kauf gewusst, hätte ich vielleicht mehr überlegt, ob das Buch wirklich nützlich für mich ist. Insgesamt ein "gutes" Buch, das man aber keineswegs gelesen haben muss, wenn man nach Berlin kommt. Für Fans von Kaminer natürlich eine klare Empfehlung! Einfach köstlich! (5 von 5 Punkten) schreibt E. aus Düsseldorf, NRW Deutschland Ich habe mich bei diesem Hörbuch so köstlich amüsiert, dass ich es gleich mehrmals hintereinander gehört habe. Der subtile Humor der scheinbar naiven Beschreibung der Erlebnisse des sympathischen Russen in Berlin ist schon sehr speziell. Dass Kaminer selbst mit seinem unvergleichlichen Akzent liest, ist ein großes Plus und unterstützt die "Authentizität" der ironischen, aber niemals verletzenden Erfahrungsberichte des staunenden Berliner Neubürgers. Die Sprache ist unkompliziert und pointiert. Anders als viele andere Autoren des Genres stellt Kaminer sich nicht wertend über die Dinge, sondern bleibt als Person bescheiden im Hintergrund und bringt seine Erlebnisse wie ein Kind, das mit großen Augen die "ganz normalen" Geschehnisse in der Hauptstadt mit großem Interesse aufnimmt, in eine amüsante Erzählform. Der Titel mag für diejenigen, die Kaminer nicht kennen, ein wenig irreführend sein, da es sich hier nicht wirklich um einen Reiseführer handelt. Offenbar beinhaltet das Buch Tips für Berlin-Reisende, die beim Hörbuch leider fehlen. Die Informationen, die man über Berlin bekommt, sind hier ausschließlich in die Erzählungen eingebettet, die an Schulaufsätze zum Thema "mein Ferienerlebnis" erinnern. Dieses Hörbuch war mein Einstieg in die Welt von Vladimir Kaminer und hat mich zu einem großen Fan seines Humors gemacht. Zu lustlos, um "Appetit" auf Berlin zu machen (3 von 5 Punkten) schreibt E.S. aus Marburg Ich habe mehreres von W. Kaminer gelesen und war gespannt auf dieses Buch. Es war ganz nett, aber ich suche immer noch nach dem Grund, weshalb er es geschrieben hat. Für faule Touristen? Naja, aber vieles kam sehr plattgewalzt daher, als sei es mit Mühe geschrieben, um die Zeilen bzw. die Seiten zu füllen. Und seinen ganz speziellen Humor habe ich nur sehr selten entdeckt. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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