Vergebung (3): Roman: Millennium Trilogie 3

Von Stieg Larsson

Übersetzer: Wibke Kuhn
Buch, Taschenbuch, 864 Seiten
Erschienen: 4. Mai 2009
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Heyne Verlag
Verkaufsrang: 4 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783453434066
ISBN-10: 3453434064
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Vergebung (3): Roman: Millennium Trilogie 3
Lisbeth Salander hat es wieder einmal nicht geschafft. Mit einer Axt hat die Ermittlerin versucht, ihrem Erzeuger und ewigen Erzfeind Alexander Zalatschenko das Leben zu nehmen, aber der skrupellose Kriminelle, der seine Tochter zuvor lebendig begraben hatte, überlebt und jagt Salander zudem noch eine Kugel in den Kopf. Nun liegen beide mit schweren Verletzungen, aber genesend, fast Tür an Tür im selben Krankenhaus. Derweil versucht Salanders Kollege Mikael Blomkvist, Salander vom Vorwurf des dreifachen Mordes reinzuwaschen ? und sticht dabei in ein wahres Wespennest aus Korruption und krimineller Energie. Und er stößt auf ein gewaltiges Komplott von Mächten, die seine Ermittlungen empfindlich zu behindern suchen. Dann gibt es weitere Morde?
Als Verblendung, Verdammnis und Vergebung des schwedischen Journalisten und Herausgebers der Zeitschrift EXPO, Stieg Larsson, als Krimi-Trilogie in Deutschland erschien, war das auch hierzulande eine kleine Sensation. Denn der Experte für Rechtsradikalismus und Neonazismus hatte mit den drei Bänden einen Maßstab gesetzt, der zeigen konnte, wohin die Reise des modernen Thrillers gehen kann. Vergebung als Abschluss der Trilogie zeigt dies vielleicht eindinglicher als die beiden Bände zuvor: Denn so atemberaubend spannend wie dieses Buch ist lange keines mehr gewesen.
2004 erlag Stieg Larsson im Alter von nur 50 Jahren unerwartet einem Herzinfarkt. Was er an schmalem Werk aber hinterlassen hat, gehört zum besten, was die Krimiliteratur in letzter Zeit zu bieten hatte. - Stefan Kellerer


Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 285 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
Großartig! Nicht anfangen zu lesen, wenn man wenig Zeit hat! (5 von 5 Punkten) schreibt S.
Der dritte Teil dieser Trilogie ist großartig! Teil 1 habe ich nicht besonders schnell gelesen und fand ihn im Vergleich zu Teil 2 und 3 etwas schwächer. Aber Verdammnis und Vergebung hatte ich mit im Sommerurlaub und somit zum Glück viel Zeit. Ich habe 5 Tage lang nur gelesen und war froh darüber, dass ich keine andere Verpflichtung hatte ;-)
Absolute Suchtgefahr, also vorsicht, wenn Sie anfangen möchten zu lesen. Man vernachlässigt alles und jeden, weil man nur noch lesen lesen lesen möchte!

Spannung Pur! (5 von 5 Punkten) schreibt M.D.
Wer die ersten beiden Teile der "Millenium-Trilogie" gelesen hat, wird auch diesen verschlingen. Ein sehr guter Abschluss einer hervorragenden Buch-Trilogie.

Grandioser Abschluss einer hervorragenden Trilogie (5 von 5 Punkten) schreibt B. aus Mainz, Deutschland
Lisbeth Salander hat den Anschlag auf ihr Leben mit schwersten Verletzungen überlebt und auch ihr Vater wird überleben. Beide liegen nur zwei Zimmer voneinander getrennt auf der Intensivstation. Während Lisbeth langsam wieder gesund wird, kämpft Mikael Blomquist mit allen in seiner Macht stehenden Möglichkeiten darum, die Unschuld von Lisbeth zu beweisen. Doch er hat starke Gegner: Die Sektion. Eine Geheimgruppe innerhalb der SiPo, die mit allen Mitteln die Wahrheit um Zalatschenko, Lisbeths Vater, zu verheimlichen versucht. So schrecken sie auch vor Mord nicht zurück, um ihre illegalen Machenschaften zu verbergen. Erika Berger hat mittlerweile nun auch ihren neuen Job bei einer großen schwedischen Zeitung angetreten. Bei ihren geplanten Umstrukturierungen innerhalb der Redaktion stößt sie immer wieder an ihre Grenzen und zu allem Überfluss sieht sie sich plötzlich auch noch einem perversen Stalker ausgeliefert, der auch vor einem Einbruch in ihr Haus nicht zurückschreckt.

Mit dem Abschluss seiner Trilogie hat Stieg Larsson wahrlich ein Meisterwerk abgeliefert. Die Handlung ist wieder äußerst komplex angelegt und umfasst mehrere Erzählstränge, wobei der Fokus natürlich bei Mikael Blomquist und dessen Recherchen liegen, um die wahren Hintergründe der Zalatschenko-Gruppe aufzudecken und so die Unschuld von Lisbeth beweisen zu können. Und so findet er nach und nach immer mehr Informationen und Details über deren Hintermänner, die weit bis in die 1970er Jahre zurückreichen. Gleichzeitig muss er feststellen, dass die Sektion ihn überwacht und seine Wohnung wie auch sein Handy verwanzt haben. Doch mit Hilfe von Milton Security gelingt es ihm, diese gekonnt auszutricksen.

Stieg Larsson legte auch dieses Mal wieder sehr viel Wert auf Details. So werden auch noch die kleinsten Nebendarsteller genauestens beschrieben und erhalten einen ausführlichen Background. Mag sein, dass dies für einige Leser langwierig erscheint, in meinen Augen macht dies aber die gesamte Trilogie aus. So erhält man von wirklich jedem Mitwirkenden ein sehr gutes Bild und die Geschichte wirkt hierdurch absolut rund und lässt zum Schluss keine Fragen mehr offen.

Obwohl der Autor sich oft in Details verliert, nimmt dies der Story jedoch absolut nicht die Spannung. Ganz im Gegenteil. Von der ersten bis zur letzten der rund 840 Seiten ist diese durchweg auf extrem hohem Niveau und die Wechsel zwischen den unterschiedlichen Handlungssträngen sind sehr gut gewählt.

So geht Stieg Larsson u.a. auch ausführlich auf Erikas neuen Job und ihre Probleme in der dortigen Redaktion ein, verknüpft hier noch geschickt eine Story, mit der sich gerade ein Mitarbeiter von Millennium beschäftigt, die von "Toilettenschüsseln" handelt und lässt auch der Story rund um Erika und dem Stalker viel Platz. Auch erfährt man wieder ein wenig mehr über das Gefühlsleben von Lisbeth, ihren Schwierigkeiten mit Ärzten und der Polizei und obwohl ihr Charakter wieder sehr introvertiert dargestellt wird, wächst Lisbeth einem sofort wieder ans Herz.

Fazit: Ein mehr als gelungener Abschluss einer hervorragenden Trilogie, mit einer sehr komplexen Handlung, die von der ersten Seite an extrem spannend umgesetzt ist.


Quälend langatmig (2 von 5 Punkten) schreibt C.B.
Nein, der letzte Teil dieser Trilogie hat mir nicht gefallen.
Zu langatmig und detailverliebt die Szenen, zu konstruiert und nahezu tollkühn die Irrungen,
Wirrungen und Wendungen.
Ich will keine Einzelheiten verraten, nur soviel: Das Fräulein Salander - das ich eigentlich als Typ klasse finde,
erinnerte mich in ihren Fähigkeiten manchmal an diesen Riesen mit den Metallzähnen aus irgendeinem James-Bond-Film.
Wenn man alle drei Bücher um alles unwichtige gekürzt und in ein 400-Seiten-Buch gepackt hätte, dann wärs ein guter Thriller
geworden.
Aus einer fortlaufenden Geschichte diese drei Schinken zu produzieren ist reine Geldmacherei.

Carla Berling Im Netz der Meister





was für ein Finale (5 von 5 Punkten) schreibt B. aus Deutschland
Genialer Abschluss einer der besten Triologien, die jemals geschrieben wurden. Schade, dass es nicht weitergeht. Unbedingt die Reihenfolge einhalten und mit Verblendung anfangen!

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