Glauben unter leerem Himmel: Ein Lebensbuch

Von Heinz Zahrnt

Buch, Gebundene Ausgabe, 261 Seiten, 1. Auflage
Erschienen: 1. Januar 2000
Herausgeber: Piper
Verkaufsrang: 514978 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783492042123
ISBN-10: 3492042120
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Glauben unter leerem Himmel: Ein Lebensbuch - Heinz Zahrnt
In früheren Jahrhunderten fragten sich die Menschen, wie sie ein gottgefälliges Leben führen könnten und ob ihnen Gott - alles in allem - wohl gnädig sei. Die Zeiten der unbeschwerten Rede von Gott sind vorbei. Neuzeitliches Vernunftdenken, wissenschaftliche Erkenntnisse und abbröckelnde Traditionszusammenhänge haben den Menschen auf sich selbst zurückgeworfen. Gott ist nicht mehr einfach voraussetzungslos da. Er ist vielen Menschen unserer Zeit nicht erfahrbar, geschweige denn verstehbar. Für viele ist der Himmel sozusagen leer.
Heinz Zahrnt schreibt in einer gut verständlichen und einleuchtenden Weise von Gott, der nicht außerhalb sondern nur innerhalb der Welt gesucht werden kann, und vom < I> Glauben unter leerem Himmel, wie er gegenwärtig noch möglich ist. Es ist ein Glaube, der Gott nicht in der Ferne des Himmels denkt, sondern in uns, zwischen uns, im Leben, Denken und Handeln der Menschheit. Ausgehend von einer an Erfahrung orientierten Rede von Gott, schreitet Zahrnt gängige Topoi einer systematischen Theologie ab und versteht sich dabei ganz bewusst als " Vermittlungstheologe". Es gelingt ihm, erfahrenen Glauben und Leben in einer verantworteten theologischen Rede zu verknüpfen.
Zahrnt favorisiert beispielsweise eine Theologie, die sich vornehmlich an den kirchlich Distanzierten orientiert, jenen Menschen, die die Kälte einer zu Formeln erstarrten Dogmatik zu spüren bekommen und deshalb mit Recht ihr Glück woanders suchen. Dabei möchte Zahrnt vor allem fundamentalistische Strömungen abweisen, die er zunehmend - z. B. in gewissen pietistischen Kreisen - die Kirche von innen her bedrohen sieht. Allerdings streite Zahrnt zu ungestüm gegen das beliebte Feinbild der orientierungslosen Erlebnis- und Wettbewerbsgesellschaft. Sein erklärtes Feinbild ist die Postmoderne, doch schreibt der 1915 geborene Theologe ein postmodernes Buch, nämlich ein Buch, das nicht festlegen, sondern offen halten will, das Dogmatismen "liquidieren", d. h. "verflüssigen" will. Zahrnt ist in seinem Alter noch zu einem Kind der Postmoderne geworden, weil er die Position der " Einheit in Verschiedenheit" tatkräftig verficht. In diesem Sinne hat Zahrnt ein " Lebensbuch" verfasst, das der Rede von Gott mit großer Ehrlichkeit Rechenschaft gibt: eine Theologie, die zur Sache und damit "zur Welt kommen muss". < I>-Bettina Wittke

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