Rauhnacht: Kluftingers neuer Fall

Von Volker Klüpfel, Michael Kobr

Buch, Gebundene Ausgabe, 368 Seiten, 8. Auflage
Erschienen: 11. September 2009
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Piper Verlag GmbH
Verkaufsrang: 2324 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783492052047
ISBN-10: 3492052045
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Rauhnacht: Kluftingers neuer Fall
Endlich: Kommissar Kluftinger geht wieder um! In seinem fünften Fall verschlägt es den kauzigen Kommissar in ein exklusives Berghotel im tief verschneiten Allgäu, wo er gemeinsam mit seiner Frau Erika und dem Ehepaar Langhammer kostenlos an einem Krimiwochenende teilnehmen darf. Doch schnell wird aus dem Spiel blutiger Ernst, als einer der Gäste ermordet aufgefunden wird. Da das Hotel aufgrund heftiger Schneefälle von der Außenwelt abgeschnitten ist, muss Kluftinger zu seinem Leidwesen ganz alleine ermitteln. Unterstützt wird er lediglich von seinem Intimfeind Dr. Langhammer, der ihm gehörig auf die Nerven geht. Schritt für Schritt überprüft Kluftinger jeden der anwesenden Gäste und kommt so langsam dem Mörder auf die Schliche.
Das Autorenduo Volker Klüpfel/Michael Kobr hat die Rahmenhandlung von Rauhnacht ganz offensichtlich dem klassischen britischen Rätselkrimi entlehnt: ein eingeschneites Hotel, von der Außenwelt abgeschnitten, eine übersichtliche Anzahl Gäste, alle Anwesenden haben etwas zu verbergen - Agatha Christie lässt grüßen. Doch natürlich würzen die Autoren dieses klassische Setting in bewährter Manier mit sehr viel Witz, Situationskomik und Lokalkolorit. So sollte man die arg überzogene und mit vielen Klischees gespickte Geschichte nicht allzu ernst nehmen, denn der bärbeißige Allgäuer Kluftinger lässt wieder kein Fettnäpfchen aus und strapaziert die Lachmuskeln seiner Leser erheblich. Für Fans der Reihe ist Rauhnacht natürlich ein Muss, aber auch Kluftinger-Erstleser werden mit diesem Buch ihren Spaß haben. - Alexandra Plath

Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 198 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
Sehr Schwach (1 von 5 Punkten) schreibt M.
Auch ich war nach den ersten Büchern dieser Reihe begeisterter Klufti-Fan. Habe mich also auch sehr gefreut als dieses Buch damals nach Vorbestellung auf die Matte viel. Aber dieses Buch ist schon ein unglaublicher Leistungsabfall der Autoren. Klufti ist leider zur kommerziellen Schnellschrift verkommen. Kann mann getrost vergessen. Schade eigentlich. Bezeichnend ist das ich das so lange brauchte mich durch dieses Buch zu `kämpfen`.

Nicht spannend, aber humorvoll (3 von 5 Punkten) schreibt R.K. aus München
Kommissar Kluftinger verbringt mit seiner Ehefrau ein Gratiswochenende in einem luxurioesen Berghotel im Allgaeu. Fuer die ausgesuchte Gesellschaft dieses speziellen Wochenendes findet ein Kriminalspiel in den Bergen statt, das letztendlich als Verschleierung fuer einen ausgekluegelten Mordplan dient. Unter einer Vielzahl von Verdaechtigen ermittelt nunmehr Kommissar Kluftinger, vollkommen auf sich allein gestellt und ohne den ansonsten gewohnten Polizeiapparat im Hintergrund.
Der Fall an sich und die Hintergruende sind wenig spannend beschrieben, dafuer aber mehr die Vorgehensweise Kluftingers bei den Ermittlungen. Daraus entwickeln sich eine Vielzahl von komischen Situationen, die den Leser zum Schmunzeln und manchmal zum Lachen anregen. Die jeweiligen Situationen sind plastisch dargestellt und man fuehlt sich als Leser regelrecht in das Berghotel und seine Gesellschaft integriert. Die Vorgehensweise im Fall und dessen Darstellung erinnert sehr stark an Agatha Christie Romane und an die Kultfigur des belgischen Kommissars Poirot, die Kluftinger im aktuellen Fall einnimmt.
Insgesamt ein lustiger Kriminalroman, der aber keine Spannungshoehepunkte hat. Fuer regelrechte Krimifans nicht zu empfehlen.

Anders als die Vorgänger, aber ebenso gut (5 von 5 Punkten) schreibt p.
Ich hatte im Vorfeld schon einiges über Rauhnacht gehört und es war oft sehr Kritisches darunter. Da mir die vorigen Kluftinger-Krimis aber durchweg gefallen haben, war ich nicht allzu skeptisch. Dafür umso neugieriger.
Es stimmt schon, Rauhnacht ist anders als seine Vorgänger, was aber ganz logische Gründe hat. Denn in einem abgeschiedenen, eingeschneiten Hotel mit einer Handvoll Gästen, das ist nun mal eine ganz andere Kulisse als das gesamte Allgäu. Daran gibt es nicht zu rütteln. Da fand ich es eher bedauerlich, dass man (weitgehend) auf so lieb gewonnenen Charaktere wie Maier, Strobl, Hefele und Sandy verzichten muss. Es ist aber auch einzusehen, dass der Kommissar nicht mit Frau und dem halben Revier verreist, oder?

Kluftinger bleibt aber trotzdem der menschlich-sympathische, aber auch äußerst clevere Kommissar, der hier einen sehr speziellen Mordfall aufzuklären hat. Durch die begrenzte Personenanzahl und dem eingeschränkten Raum kann man als Leser gut mitknobeln und geübte Krimi-Fans werden sicher nach und nach die richtigen Schlüsse ziehen. Sie dürfen dann bei Kluftingers ausführlicher Aufklärung ganz besonders stolz auf sich sein.
Wer die Kluftinger-Krimis kennt, der weiß, dass sie zu einem gar nicht mal so kleinen Teil auch von der Handlung neben dem Fall leben. Eine solche Ausnahmesituation wie dieser Urlaub hält dafür eine ganze Reihe amüsante und zwischenmenschliche Szenen parat. Vor allem auch, weil Kluftinger und Langhammer sich quasi auf der Pelle sitzen und der Doktor bei dem Ermittlungen gut mitmischt.

Anfangs hatte ich echte Schwierigkeiten, mit der Geschichte warm zu werden. Das lag an diesem Mörderspiel, das anno Schnee spielt und der entsprechend altmodischen Audrucksweise der Schauspieler. Mit so altem Zeugs kann ich einfach nichts anfangen. Daher war ich froh als sich das Geschehen zu einem normalen Krimi ganz im Heute wandelte. Ab da las es sich für mich flüssig, spannend und vergnüglich.

Für meinen Geschmack hat Rauhnacht das schönste Cover der Kluftinger-Serie. Einfach weil es so schön düster ist, wiel das Haus im Hintergrund so verlassen wirkt und weil sich der Berg dahinter so gespenstisch präsentiert. Im Vordergrund gibt es natürlich wieder ein passendes Verkehrsschild zu sehen. So kennt man das von dieser Serie.

Fazit: Dieser Kluftinger-Krimi ist anders. Aber deshalb garantiert nicht schlech. Im Gegenteil rangiert er bei mir direkt auf Platz 2 hinter Erntedank auf meiner persönlichen Hitliste. Ich mag solche Knobel-Krimis auf eingeschränktem Raum und einer festen, überschaubaren Anzahl von Personen. Die vertraute Komik rundet Rauhnacht letztlich ab.


Da musste es wohl schnell gehen... (2 von 5 Punkten) schreibt R.
Ich habe bisher alle "Kluftinger-Krimis" gerne gelesen. Auch die Hörbücher fand ich sehr unterhaltsam.
Mit großer Freude habe ich also Rauhnacht aufgeschlagen - und war enttäuscht. Wie oft saß ich schmunzelnd oder gar laut lachend mit "meinem" Kluftinger auf der Couch - bei Rauhnacht war ich froh, als ich endlich die letzte Seite gelesen hatte.
Mir schien es, als ob Volker Klüpfel und Michael Kobr möglichst schnell einen neuen Roman schreiben wollte, um auf Lesereise gehen zu können.

Ich kann gar nicht genau beschreiben, was mich so gestört hat, ich war teilweise einfach nur genervt beim lesen. Kluftinger wird extrem trottelig dargestellt, während man für Langhammer fast schon so was wie Sympathie entwickelt (das geht ja gar nicht!! ;-))
Dann auch der Mordfall - klingt fast ein bißchen nach CSI im Allgäu...

Bitte bitte, lieber Volker Klüpfel und Michael Kobr, lasst euch für den nächsten Kluftinger lieber wieder mehr Zeit und schreibt so locker, leicht, frisch und spannend wie in Milchgeld und Erntedank!
Trotz allem - ich werde auch den nächsten Kluftinger Roman lesen.

Gut, aber nicht mehr genial (4 von 5 Punkten) schreibt P.B. aus Leoben
das buch ist insgesamt ganz gut gelungen. allerdings wird man beim lesen den eindruck nicht los, dass die autoren mit aller gewalt versucht haben möglichst viele witze einzubauen. daher wirkt es teilweise etwas überladen.
und für mich war das buch auch etwas zu durchschaubar. ich hatte ziemlich schnell die richtige vermutung wer der mörder ist.
die idee zur handlung ist leider auch nicht neu.

trotz allem immer noch ein gutes buch!

 Weitere Lesermeinungen

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