Tiger fressen keine Yogis: Stories von unterwegs

Von Helge Timmerberg

Buch, Taschenbuch, 256 Seiten, 10. Auflage
Erschienen: April 2010
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Piper
Verkaufsrang: 1653 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783492240598
ISBN-10: 3492240593
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Tiger fressen keine Yogis: Stories von unterwegs
Er schreibt Reisreportagen aus fast allen Teilen unseres Planeten. Seit er 20 ist, tourt er durch die Welt. Er ist rastlos, hält es nie lange an einem Ort aus und erzählt in seinem ganz eigenen Stil. Helge Timmerberg ist neugierig, aber offen. Er kann den Moment abwarten, in dem etwas passiert und egal, was dann passiert, er schreibt darüber in seiner ganz eigenen fesselnden Art: Dabei bleibt er immer ein bisschen distanziert, geht aber gleichzeitig voller Empathie an die Geschichte und die Personen heran. Aus all seinen Reportagen hört man den Glauben an das Gute und Schöne heraus. Man hört seine Menschlichkeit. Das tut gut bei einem, der fast alles erlebt und ausprobiert hat.
Mit "Tiger fressen keine Yogis ? Stories von unterwegs" liegt eine Sammlung von Helge Timmerbergs besten Reportagen vor. Wenn der Autor dieser schillernden Reiseeindrücke mit einem genialen Sprecher wie Mathieu Carrière zusammenkommt, dann ist Langeweile ein Fremdwort. Vielleicht liegt es ein bisschen daran, dass Carrière sich selbst beeindruckt über die Stories dieses modernen Nomaden geäußert hat. Jedenfalls trifft er den richtigen Ton für die Reportagen über exotische Gefilde und andere Bewusstseinszustände. Egal, ob Timmerberg von den Reisen zu Gurus und Asketen in Indien, dem Besuch von Mutter Theresas Haus des Todes in Kalkutta, den Auswirkungen des Golfkriegs in Tel Aviv oder dem wahren Flamenco erzählt, es klingt immer authentisch. Es klingt nach seinem Credo "Catch the spirit". Den Geist einer Kultur, einer Stadt oder eines Menschen erfassen ? das liegt ihm im Blut.
Helge Timmerberg ist bereits heute eine Legende des Journalismus. Er veröffentlichte seine Reportagen in ziemlich allen Printmedien: Von Tempo, über Bunte, Die Zeit, Stern, Der Spiegel, Allegra oder das SZ-Magazin bis hin zum Playboy. Er war es, der in Deutschland den "New Journalism" im Stile eines Hunter S. Thompson etablierte. Frei nach dem Motto: Als Reporter soll man den subjektiven Journalismus pflegen.
Für diese Dichte und Intensität der Stories passt Mathieu Carrières Stimme. Bereits mit 15 Jahren wurde er mit der Rolle des jungen Törless bekannt. Er studierte Philosophie und spielte erfolgreich am Pariser Nationaltheater. "Die flambierte Frau" und die Darstellung von Egon Schiele sind Meilensteine seiner Karriere. Carrière, der als schwierig gilt, erhielt von der französischen Regierung die Auszeichnung "Ritter der Ehrenlegion".
Trotz aller anderslautenden Meldungen: Es gibt noch immer Geheimnisse auf dieser Welt! Deshalb sind diese faszinierenden Geschichten und Abenteuer ein Muss!
Lesung der autorisierten Auswahl mit Musik, Spieldauer: ca. 190 Minuten, 3 CD.
- culture.text

Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 33 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
Diese Stories leben! (5 von 5 Punkten) schreibt A.M. aus Gießen
Gleicher Planet, andere Welten - Stories (nicht nur) für zwischendurch:
Mal ist er in Indien der frisch ausgebrochenen Pest auf der Spur. Dann geht es ins Berliner Promi-Lokal Borchardt, wo er den Berbens der Welt nicht hinterjagen muss - die platzieren sich hier von selbst im Visier des Jägers. Und schließlich trifft er sich im nicht nur geographisch meilenweit entfernten Tokyo mit einem Führungsboss der japanischen Mafia zum nicht-Sushi-Essen (Fisch ist nicht Timmerbergs Ding).

Tiger fressen keine Yogis: Stories von unterwegs - egal von wo er in der Welt berichtet: Timmerberg hat's drauf - das muss man einfach anerkennen. Er verschafft dem Leser Zugang zu Welten, die dieser selbst bestimmt nicht so schnell betreten wird. Und: Timmerberg berichtet darüber mit solch einer Tiefe und Selbstverständlichkeit, dass man meint, live dabei zu sein. Top Stories, kurzweilig, relaxed, witzig und informativ geschrieben - und zwar in der echten, unverwechselbaren Timmerberg Sprache. Obwohl das Frauenbild hier und da (nicht immer) etwas arg eindimensional daher kommt, ist dies trotzdem modern-literarischer Reisejournaismus der Extraklasse. Vorsicht - Wiederholungsgefahr! Wer es einmal liest, wird das Buch noch öfters in die Hand nehmen -denn hier macht Lesen einfach Spaß. Volle Punktzahl.

Spannende Kurzgeschichten (5 von 5 Punkten) schreibt K.
Die Geschichten sind einfach so wie sie das Leben schreibt. Man kann sich in diese durchaus reindenken, sind witzig, teilweise auch nachdenklich. Im allem ist Helge T. immer offen und beschreibt die unterschiedlichen Kulturen. Dabei sind die Stories kurz, treffend und spritzig geschrieben, so dass man gleich die nächste lesen will.

Geschichten mit Charme... (5 von 5 Punkten) schreibt K.N. aus Ludwigshafen am Rhein
Ich hatte dieses Hörbuch bei einer Freundinn ausgeliehen und war einfach nur begeistert. Am Anfang wirkt die Art wie er erzählt recht unverblümt, ja fast nüchtern...doch am Ende der Erzählungen kommt die Erkenntniss und der tiefere Sinn seiner/ dieser Erfahrung wie eine wunderbarsame Blüte zum Vorschein und erfreut das Herz.
Wirklich toll !!!

Mit allen Sinnen erleben! (5 von 5 Punkten) schreibt s.
Besser geht nicht. So extravagant wie Timmerberg selbst sind auch seine Reportagen. Timmerberg nimmt kein Blatt vor den Mund, beschönigt nichts, trifft genau das Wesentliche, lässt den Leser eintauchen in seine Welt, nimmt ihn mit auf seine Reisen, mal komisch, mal ernst, aber immer auf eine, seine einzigartige Weise. Viele kurze Storys aus aller Welt, dem Leser so nah gebracht, als wäre man selbst dabei. Man erlebt das Buch mit allen Sinnen. Ebenso grandios ist für mich Timmerbergs "Shiva Moon - eine Reise durch Indien".

Perfekt und humorvoll (3 von 5 Punkten) schreibt A.P. aus Österreich
Helge Timmerberg ist auf Reisen, Auftragsreisen zumeist, welche Einblicke in die Hintergründe diverser Länder erahnen lassen sollen. Das gelingt, ist humorvoll, perfekt, aber auch irgendwie "zu" perfekt geschrieben. Ich als Leser habe bis auf wenige Ausnahmen die "Seele" in den Zeilen vermisst.

Gut, dies ist vielleicht Aufgabe des Reporters, aber wie toll das alles hätte werden können, wie menschlich, lehrreich und auch voller Kritik Timmerberg schreiben kann, kann man in der bewegenden Story "Vier Tage im Quartier der Pest" nachlesen.

Und..., man muss sagen, keine der Geschichten wird den Leser langweilen und es gibt auch noch einiges an Höhepunkten ("Geldgruben", "Der Skarabäus", usw.).

Insgesamt muss einem die Art des Autors aber liegen und ich gestehe..., ganz war ich nicht das Zielpublikum.

Wer es vielleicht ebenfalls persönlich, humorvoll und geistreich haben will:
Reportagen 1920 - 1924.


 Weitere Lesermeinungen

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