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Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Kompakt,überraschend logisch,menschlich (5 von 5 Punkten) schreibt d. aus Freising, Bayern Oft hat man schon aufgehört, sich über Kleinigkeiten im Alltag zu wundern, es ist selbstverständlich geworden, daß Menschen von Feuerwerk begeistert sind, man gewöhnt sich an die Stimmung, die ein Lagerfeuer oder zumindest ein offener Kamin verbreitet, der Grund... Hier greift dieses Buch ein und hält einem flüssig lesbar einen kleinen evolutionspsychologischen Spiegel vor. Wir tragen noch viele "Schaltkreise" im Gehirn und in den Genen mit uns herum, deren Sinn heute obskur wirkt. Da sind sie trotzdem. Kennt man sie, so wird die Welt ein wenig durchschaubarer. Warum, warum, warum.. (5 von 5 Punkten) schreibt m. aus wien Wissen Sie, warum wir abends gern am Feuer sitzen? Oder warum wir schwitzen, wenn wir große Angst bekommen? Und wissen Sie, warum wir Wälder unheimlich finden? Ist es aus evolutionärer Sicht vernünftig, mit Babys zu reden wie mit Erwachsenen ("tutututut".... - kommt man sich nicht blöd vor?) Jürgen Brater erklärt diese Dinge und noch vieles mehr einfach und witzig. Zur Veranschaulichung baut er immer wieder kurze Sequenzen ein, die einen Neandertaler, den er Ugur nennt, in seinem natürlichen Umfeld schildern. Die Kapitel sind kurz, aber der rote Faden geht nie verloren. Einfach spitze! Selten hat mir ein Sachbuch solches Vergnügen bereitet. Ich empfehle dieses Buch wärmstens weiter! Typische aha-Effekte und unterhaltsame Spannung. Interessant und das richtige Buch für Leute, die nicht ZU viel über dieses Thema lesen möchten. Es hat nämlich nur knapp über 200 Seiten. Neandertaler ? (3 von 5 Punkten) schreibt 1. aus na hier Etwas befremdlich finde ich den Titel schon. Hat sich der Autor denn tatsächlich umfangreich mit der Materie beschäftigt ? Der moderne Mensch, also der Homo sapiens sapiens ist doch gar nicht mit dem Neandertaler verwandt. Der Homo sapiens neandertalensis ist doch mit dem Auftauchen des Cro Magnon Menschen ausgestorben und vermutlich von diesem verdrängt worden. Das Buch müsste also eigentlich "Wir sind alle Steinzeitmenschen" oder "Wir sind alle Cro Magnons" heissen. Auch wenn der Autor den Titel wohl marketingfreundlicher fand finde ich gerade bei einem Sachbuch so einen groben Fehler absolut nicht in Ordnung. Ein Buch über Halbleiterelektronik tituliert ja auch niemand mit "Alles über Quantenrechner". Alles schon mal dagewesen (2 von 5 Punkten) schreibt D.F.B. Nun, ich will ja nix sagen, aber es gibt ein Buch von Desmond Morris, das ist Ende der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erschienen, trägt den Titel "Der nackte Affe" - und da steht das alles auch schon drin. Was Jürgen Brater bietet, ist überwiegend alter Wein in mehr oder weniger neuen Schläuchen. Ein Umstand, der die Qualität des Gesöffs nicht unbedingt mindert, jedoch gewisse Zweifel an der Redlichkeit des Kelterers aufkommen lässt. Ganz sicher aber ist der Neantertaler keineswegs ausgestorben. Er hat lediglich das Kunststück fertiggebracht, seine Physiognomie der des wesentlich minder bemittelten aber weit aggressiveren Cro-Magnon-Menschen anzupassen. So leben die Neandertaler weiter mitten unter uns. Es sind die Klügeren, die unglücklicherweise so lange nachgegeben haben, dass die Dümmeren schließlich die Welt beherrschen konnten. Bis zur nächsten kosmischen Katastrophe, welche die Neandertaler sicherer überleben werden als ihre aufgeblasenen Sapiens-Vettern. Der Neandertaler weiß vor allem eines: Dass die anderen, die denken, alles zu wissen, gar nix wissen. Und das ist seine Stärke. Uneingeschränkt zu empfehlen (5 von 5 Punkten) schreibt H.R. aus Biberach Wir fliegen mal schnell zum Shoppen nach New York und erfahren in den 5-Uhr-Nachrichten, was sich um halb 5 in Australien ereignet hat. Wir schicken Emails an Freunde in Neuseeland und erhalten drei Minuten später die Antwort. Und dennoch sind wir im Grunde Steinzeitmenschen, verhalten uns in vielem wie unsere wilden Urahnen, hauen uns den Bauch voll, als bekämen wir nur alle paar Tage etwas zu essen, empfinden beim Schein von Kerzen eine verbindende Gemütlichkeit und suchen unsere Geschlechtspartner nach denselben Kriterien aus wie unsere Vorfahren vor dreißigtausend Jahren. Das ist die Kernaussage dieses wunderbaren Buches, das nicht nur sehr verständlich geschrieben ist, sondern Dinge nicht nur behauptet, sondern sie samt und sonders nachvollziehbar begründet. Und bei alldem noch beste Unterhaltung bietet. Was kann man von einem Sachbuch Besseres sagen. Uneingeschränkt zu empfehlen! Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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