Ich muss erzählen: Mein Tagebuch. 1941-1945

Von Mascha Rolnikaite

Übersetzer: Dorothea Greve
Buch, Taschenbuch, 288 Seiten, 3. Auflage
Erschienen: 1. März 2004
Sprache: Deutsch
Herausgeber: rororo
Verkaufsrang: 15821 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783499235559
ISBN-10: 3499235552
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Ich muss erzählen: Mein Tagebuch. 1941-1945
Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 12 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
Man muss es lesen !! (5 von 5 Punkten) schreibt J.D. aus wiehl
Ich habe auch schon viele Bücher gelesen,die von der NS-Zeit handeln.
Aber dieses Buch ist eins der Bücher,die noch lange im Gedächtniss bleiben.. Die Handlungen bauten sich sogar in meine Träume ein..

Die Autorin schreibt in einem so flüssigen und lebendigem Stil,dass es keine Probleme macht das Buch in einem Rutsch durch zu lesen ! Während man liest startet das Kopfkino und man stellt sich automatisch all die Dinge vor..

Ich finde es wirklich mehr als unglaublich,dass die Autorin dies wirklich alles erlebt hat. Es übersteigt schon fast die menschliche Vorstellungskraft. Ich habe so mitgelitten und mitgehofft..
Unvorstellbar,dass Menschen (die Nazis) anderen Menschen solch schreckliche Dinge antuen konnten .. aber noch viel unglaublicher,dass die Autorin dies alles überstanden hat. Kann man mit diesen Erinnerungen überhaupt noch ein normales Leben führen?
Man merkt wirklich,dass der Geist eine zeitlang stärker sein kann als der Körper,anders hätten all die Juden bei sowenig Nahrung und so schwerer körperlicher Arbeit und dann den ganzen Qualen gar nicht überleben können...

Ich könnte ewig weiter darüber schreiben,aber ich bitte einfach alle,sich dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Das Buch tut sein übriges,dass man den Inhalt nicht wieder vergisst !!

Tief beeindruckt... (5 von 5 Punkten) schreibt L.F. aus NRW
Macha, vielen Dank dafuer, dass es Sie gibt!
Vielen Dank fuer die Erinnerungen, fuer die schrecklich unertraegliche Wahrheit ueber Ihr Leben. Dieses Buch hat micht zutiefst bewegt und bis zu den Traenen gebracht. Die Leute sollen es unbedingt lesen, damit sie wissen, was nie mehr passieren darf...

Dieses Tagebuch ist in seiner Aussagekraft viel staerker als das Tagebuch von Anna Frank. Es beschreibt das Leiden einer judischen Familie aus Wilna, erst im Ghetto, dann die schreckliche Trennung des 15-jahrigen Maedchens von ihrer Mutter und kleinen Geschwistern, spaeter die grausame Existenz am Rande des Todes im KZ.


Ich muss erzählen: Mein Tagebuch 1941-1945 (5 von 5 Punkten) schreibt M.W.
Das Buch kam in sehr gutem Zustand bei mir an. Ich habe es in eine einem Rutsch gelesen (hat mich fast die ganze Nacht gekostet), aber ich konnte es nicht mehr weglegen. Ein sehr aufwühlendes Buch das einen noch lange zum Nachdenken anregt. Ich kann es sehr empfehlen.


Schockierend! (5 von 5 Punkten) schreibt K.K.
Dieses Buch ist einfach fesselnd und schockierend zugleich. Man kann sich garnicht vorstellen, wie authentisch und grausam dieses Mädchen ihre Erlebnisse beschreibt!

Ein bewegendes Schicksal berührt zutiefst (5 von 5 Punkten) schreibt K.S.
Es gibt Bücher, die unterhalten; sie bringen ihre Leser mit urkomischen Situationen zum Lachen. Andere schaffen es die Lesenden zu Tränen zu rühren. Und es gibt Bücher, die man immer wieder weglegen und darüber nachdenken muss und die ein gewaltiges Grauen in sich bergen. Ein Grauen, dass nicht erfunden, keine Phantasie ist - sondern ein Stück wahre Geschichte. Geschrieben aus Erinnerungen, aus Erlebtem ... Mascha Rolnikaits Tagebuch "Ich muss erzählen" ist so ein Buch.
Man kann es nicht einfach so dahin und auch nicht zwischendurch lesen. Es ist eine harte, auch für den Leser, schmerzvolle Geschichte, die es zu durchleben gilt. Und doch ist es ein Muss, denn nie darf vergessen werden, was für grauenhafte Opfer gefordert wurden und wieviele Menschen ein schreckliches Ende fanden.

Mascha ist gerade 13 Jahre alt, als die Deutschen in Wilna eindringen. Die Rote Armee, die bis dahin Wilna besetzt hatte, zieht sich zurück. Die deutsche Armee zwängt die Juden in ein Ghetto, beschneidet ihnen die Grundrechte und zwingt sie einen Davidstern zu tragen. Alle Juden, die nicht arbeiten, werden nach Ponar gebracht, erschossen und in einem Massengrab verscharrt. Das Leben wird zur Qual, Todesangst plagt die Menschen ununterbrochen und die Essenrationen reichen nicht im
Geringsten. Zudem denken sich die Ghetto-Leiter immer neue Quälereien aus und pferchen die Menschen wie Tiere zusammen.
Dachte Mascha noch, dies wäre die Hölle, muss sie schon bald feststellen, dass es immer schlimmer kommen kann - als 1943 das Wilnaer Ghetto aufgelöst wurde (Mehrere Hunderttausend Juden hat man bereits umgebracht) wird Mascha von ihrer Mutter und ihren jüngeren Geschwistern Rajele und Ruwele getrennt - sie wird sie nie wiedersehen.
Zusammen mit fast zweitausend anderen bringt man sie ins Konzentrationslager Strasdenhof. Dort werden sie verprügelt und gequält und müssen unter den denkbar schlechtesten Bedingungen arbeiten und überleben. Die Essensrationen sind so gering, dass man als Leser sich kaum vorstellen kann, dass ein Mensch damit auch nur einen Monat
am Leben bleibt.
Nachdem sich die Zahl der Insassen auch hier stetig drastisch reduziert - durch Mord und Krankheit - bringt man die letzten schließlich ins KZ Stutthof. Dass hier noch schlechtere Bedingungen vorherrschen als in Strasdenhof wird schnell klar.
Als die Deutschen schließlich unterlegen sind und die Rote Armee sie immer weiter zurückdrängt, wird das KZ Stutthof evakuiert.
Alle, die nicht laufen können, werden erschossen. Mascha ist kaum mehr fähig zu gehen, kaum fähig sich aufrechtzuhalten, nur gestützt von anderen Frauen, kann sie den mehrtägigen Fußmarsch schaffen - und endlich, endlich kommt die langersehnte Rote Armee auch ihnen zu Hilfe.

Neben Mascha erlebt auch der Leser Unvorstellbares. Man ist erschüttert und traurig. Gleichzeitig auch wütend auf Menschen, die Spaß daran haben andere zu quälen; auf Menschen, die wegsehen.

Mascha Rolnikaites Tagebuch ist kein Tagebuch im eigentlich Sinn. Es sind Fragmente, angereichert mit Erinnerungen und auswendig gelernten Aufzeichnungen, geformt zu einem Ganzen, denn ein "richtiges" Tagebuch zu führen, war für Mascha nicht möglich.

Es ist eine ergreifende Geschichte, die den Leser erschüttert, die den Generationen, die erst später geboren wurden, das Grauen während des 2. Weltkrieges vor Augen führt, die die Menschen nicht vergessen lässt und auch die vielen Opfer nicht vergessen macht.

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