Hell's Angel: Mein Leben

Von Ralph "Sonny" Barger, Keith Zimmerman, Kent Zimmerman

Übersetzer: Ralf Brunkow
Buch, Taschenbuch, 320 Seiten, 8. Auflage
Erschienen: 2. Januar 2003
Sprache: Deutsch
Herausgeber: rororo
Verkaufsrang: 3950 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783499614538
ISBN-10: 3499614537
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Hell's Angel: Mein Leben
Selbst heute noch springen die Fahndungscomputer der Polizei automatisch an, wenn größere Gruppen gesichtet werden und eine seltsame Mischung aus Angst und Bewunderung greift um sich beim Gedröhn ihrer Maschinen. Dass hier nicht die Rede ist von den musikalischen Busreisen der Fischer-Chöre rund um den Bodensee, machen schon erste Fotos des Buches klar: Bärtige, muskelbepackte Gestalten, die Namen tragen wie Cisco, Clean Cut und Norton Bob. Zusammen mit ihren Accessoires - Sonnenbrille, Stirnband, Lederkluft plus Totenschädelpatch - ergeben diese Herrschaften eine beunruhigend martialische Kreuzung aus ZZ Top und Charlie Manson. Seit 40 Jahren eilt den Hell's Angels, diesen Neuzeitwikingern, der unrühmliche Ruf einer gnadenlosen Schlägertruppe auf zwei Rädern voraus.
Die Lebenserinnerungen des Obererzengels Sonny Barger sind zart wie ein Schlag in die Fresse. Aber auch tarantinomäßig lustig. Im heimatlichen Oakland recht früh mit der Männerwelt und ihren Initiationsriten vertraut gemacht (in Gestalt von Sonnys Dad, einem genialen Sixpack-Vernichter), behielt der Sohn das vom Vater Ererbte ein Leben lang bei. Nach missglücktem Einstand in Schule und Militär (sowohl Mitschüler als auch Lehrpersonal überzeugte er gleichermaßen von der Philosophie einer guten Schlaghand), wurde er 1957 zum ersten Präsidenten des "Oakland-Charters" gekürt.
Was folgt, ist ein einziger 40-jähriger Sauf- und Rauftrip über sämtliche US Highways. Blütezeit war natürlich die Hippie-Ära mit den legendären Grateful Dead-Konzerten, bis hin zum unrühmlichen Höhepunkt, dem von den Angels "betreuten" Stones-Konzert in Altamont 1969, bei dem Meredith Hunter erstochen wurde.
Vorsicht, dies ist kein Lebensbericht eines Regenwaldschützers oder Sozialarbeiters. Der Mann hat etwas zu erzählen. Ein Großteil des Barger Poesiealbums besteht aus Knastaufnahmen oder Fahndungsfotos. Nicht uneitel präsentiert er am Ende des Buches gar eine solide Knasthitparade. Aber man kann nicht umhin, diesem Officer und seinen Members zu einem solch aufregenden, gänzlich unangepassten Outlaw-Leben herzlich zu gratulieren. -Ravi Unger

Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 43 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
selbstbeweihräucherung (3 von 5 Punkten) schreibt S.
ich hatte zuvor aber auch "falscher engel" gelesen und war daher vorbelastet.....aber irgendwie.......eigentlich sind die hell's angels an nix schuld und immer irgendwie irgendwo reingeraten..zumindest stellt sonny barger das so dar..zwischen den zeilen kommt die wahrheit durch...und ohne ihn wäre nie etwas gelaufen oder geklärt worden oder zu einem abschluss gekommen...na gut: genau deshalb hab ich das buch gelesen - um zu verstehen, wie man da hin kommt, warum man dies oder jenes tut...vieles lässt sich nachvollziehen, gut heißen nicht unbedingt...aber dafür sind wir menschen ja verschieden ;-) mich fasziniert wie bedingungslos die angels ihrem club und den statuten folgen und ihre ideale verteidigen...sonny barger zeigt hier gut den schmalen grat auf, auf dem man dabei als outlaw wandert, wenn man doch regeln folgt...

Interessant (4 von 5 Punkten) schreibt M.S. aus Oberpfalz
Dieses Buch ist auf jeden Fall für Motorradfans und Szene interessierte lesenswert. Man wird zwar wahrscheinlich nicht mit Sonny Barger einer Meinung sein, aber es ist auf jeden Fall interessant, wie die Hells Angels entstanden sind. Auch wenn sich z.B. meine Auffassung von Freiheit nicht damit vereinbaren läßt, für eine angebliche Freiheit wie Sonny Barger viele Jahre seines Lebens im Knast zu verbringen. Viel Spaß beim lesen.

Schon der Titel ist falsch (1 von 5 Punkten) schreibt K.S.
Momentan lese ich gerade "Falscher Engel", was mit Sicherheit das beste Buch ist das ich jemals gelesen habe. Natürlich würde ich sehr gerne Sonny Barger lesen, wenn ich aber schon sehe, dass der Titel des Buches gar nicht von den HELLS ANGELS, sondern den HELL'S ANGELS handelt, weiß ich nicht, was ich davon halten soll?!?!
Ich verstehe wirklich nicht, warum sehr viele Deutsche in den letzten Jahren überall dieses Apostroph hinklatschen müssen, wo es absolut nichts zu suchen hat!!!
Fazit: Wie soll das Buch gut sein, bzw. gut übersetzt sein, wenn das erste Wort im Buchtitel schon falsch ist???

Offenbarung des Erzengels!! (5 von 5 Punkten) schreibt n. aus Kurpfälzer
Logisch dass der Erzengel hier keine Internas über Befehls- und Organisationsstruktur der Hells Angels preisgibt.
Man beachte dass die Hells Angels kein Motorradfahrerstammtisch sondern ein legendärer 1%er Outlaw-Biker-Club sind, dessen historische Ursprünge bereits kurz nach dem zweiten Weltkrieg wurzeln und dessen Namen der einer berüchtigten Fliegerstaffel, der US-Air Force, war.
Da US-Staatsanwälte und Senatoren eh erpischt darauf sind die Höllenengel, vor einem Bundesgericht, als kriminelle Vereinigung, nach Patriot-Act (ehemals Rico), zu verbieten, wird Barger diesen kaum noch Futter geben.
Wer aber ein sachliches Buch, ohne rhetorisches und sozial-psychologisches Gedöhns, erwartet hat, das über Ursprünge der Hells Angels und deren Historie handelt, der wird vom Engel-Papa nicht enttäuscht.
Mitunter ist es auch ernüchternd zu erkennen wie die mediale Gerüchteküche viele Vorfälle, die "Engel" betreffend, skrupellos zu ihrem Vorteil, der Erhöhung von Auflagen und Einschaltquoten, ausschlachtet.
Sonny lockert das Buch mit der einen oder anderen lustigen Erzählung auf!
Er will keine Vergebung und bereut auch nichts, er ist ein Hells Angel und wird immer einer sein, er lebt diese Lebenseinstellung und hat es nie bereut ein Höllenengel zu sein.
Von verklärtem romantischem Bikertum der Verdummungsmedien ist diese Autobiographie fern!
Das Leben von Chef-Engel, Ralph "Sonny" Barger, hat nichts mit der Nominierung eines Faschingsprinzen zu tun der Volk und Medien beglückt.
Barger unterwarf sich den Normen dieser Subkultur, die er prägte und lebte die Werte dieser Bruderschaft, das hatte seinen Preis und er war und ist bereit ihn zu zahlen.

Ohweh so ein blödes Buch , schade für mein Geld (1 von 5 Punkten) schreibt U.S.
Sowas schlechtes habe ich noch nie gelesen , viele Widersprüche .
Ich würde es mir nicht nochmal kaufen wenn ich könnte , es liest sich langweilig und unintresand .
Das Buch über die Mongols ist besser und glaubhafter .

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