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Der Mensch kann nichts besser als Denken. Doch ob Bundeskanzler, Garagentüftler oder Gudrun jeder tickt unterschiedlich. Der Papst denkt anders als der Camper, die Blondine anders als die Amöbe. Vince Ebert hat sich mit den erfolgreichsten Denkstrategien der Evolution und den dümmsten Denkfehlern der Menschheit beschäftigt. Entstanden ist eine gnadenlose Abrechnung mit dem nervigen Zweidrittelwissen. Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 88 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Nicht selbst gedacht (1 von 5 Punkten) schreibt D.D. Hauptsächlich oberflächliche Betrachtungen mit geringem Wortwitz. Die allermeisten Gedanken hat man so schon irgendwo anders gelesen oder gehört, dort meistens besser und pointierter. Besonderer Clou: Obwohl das Buch "Denken Sie selbst" heisst, sind die besten Gedanken gestohlen. Entweder als Zitate gekennzeichnet oder sogar ohne Verweis: Die Betrachtung über das Wort "eintrudeln" ist fast wörtlich von Max Goldt entnommen. Fazit: es mag eine skurrile Kombination sein, wenn ein Physiker in Comedy macht, aber tatsächich ist's eine ziemlich flache Angelegenheit. Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie (sachbuch) (1 von 5 Punkten) schreibt I.S. Mit Freude und Neugier erwartete ich das "Sachbuch". Leider bin ich - abgesehen von wenigen Ausnahmen - enttäuscht gewesen. Meine Erwartungen beinhalteten wissenschaftliche Fakten humorvoll verpackt zu lesen. (Zu) viele Texte kannte ich bereits aus Hirschhausens Büchlein "Die Leber wächst mit ihren Aufgaben". Vermutlich schlug die Art und das Niveau dieser vorhergehenden Lektüre des Mediziners so positiv bei mir ein, dass der Nachfolger, vom Physiker geschrieben, welcher sich ausschweifend als atheistischer Intellektueller darstellte, bei mir Langeweile hervorrief. Zum Lesen überwinde ich mich situationsbedingt, hab`s ja nun mal bezahlt. Werde es aber nicht anderen weiterreichen. Physik im Alltag (5 von 5 Punkten) schreibt R.K. Ausgezeichnete ironische Interpretationen physikalischer Phänomene. Geistreich in jeder Beziehung. Kleine Einschränkung: Ob Bio-Lebensmittel besser oder schlechter schmecken, ob sie mehr oder weniger Nährstoffe enthalten als herkömmliche, ist m.E. nicht das einzige Kriterium: Sie enthalten nachweislich weniger giftige Zusätze. Oberflächlich und uninspiriert (1 von 5 Punkten) schreibt H.L. Ich kann an dieser Stelle nur auf die anderen Ein- und Zweistern-Rezensionen verweisen. Zusammenfassend aus meiner Sicht: - langweilig, kein roter Faden erkennbar - anspruchsloser und wenig intelligenter Schreibstil - pseudowissenschaftlich (nicht nachvollziehbare Schlussfolgenungen) - bemühter Humor zwischen Barth und Hirschhausen (Kalauer & Allgemeinplätze) Wer auch nur ansatzweise reflektiert und kritisch durchs Leben geht, kann den Titel des Buchs mit "Mach' ich sowieso schon" beantworten und das Buch links liegen lassen. Wer dagegen Kalauer in naturwissenschaftlich-technischem Gewand lesen will, ist hier goldrichtig. Mehr Qual als Spaß (1 von 5 Punkten) schreibt M. Vince Ebert erscheint mir in diesem Buch als Kreuzung aus Mario Barth und Eckhart von Hirschhausen. Wer mit beiden nichts oder wenig anfangen kann wird auch von Ebert nicht gerade begeistert sein. Ebert tritt in seinem Buch alle bekannten Klischees von den Polen "In Polen können schon Dreijährige die Originalfarbe eins umlackierten Fahrzeugs am Geruch erkennen." über muffige Bankbeschäftigte, humorlose Ostwestfalen, Vegetarier "Ich war mal mit einer strengen Vegetarierin zusammen - und da blieb oft auch im Schlafzimmer die Fleischeslust auf der Strecke." bis hin zu Frauen "[Eine Bekannte] hatte einen positiven [Schwangerschafts]Test, ist zur Schwangerschaftsgymnastik gegangen, hat sogar schon Babysachen gekauft, und irgendwann fiel ihr auf: 'Ich hatte seit zwei Jahren gar keinen Sex!" alles breit. Wer lacht noch über solche Sprüche? Seine ausführlichen, aber nicht gerade originellen Tiraden über die Qualität des Privatfernsehens kann ich leider nicht nachvollziehen, denn ich sehe diese Sendungen nicht. Dabei gibt sich Ebert als penetranter Besserwisser, indem er diejenigen, die seine naturwissenschaftlich reduktionistischen Denkschemata nicht nachvollziehen (wollen), gerne leicht denunziert. Er doziert über Prozentrechnen ("Hinweis für Lehrer: 37 Prozent von 100 sind genau 37") und Wahrscheinlichkeiten, behauptet dann aber doch tatsächlich "Wenn Sie zum Beispiel eine Schüssel mit roten und weißen Kugeln durchschütteln, wird es GARANTIERT nie passieren, dass alle roten links und alle weißen rechts liegen."! Das ist mathematisch-wissenschaftlich reiner Unsinn. Ungläubige können es ja mal mit zwei weißen und zwei roten Kugeln oder Bonbons empirisch nachprüfen. Wenige Versuche müssten genügen. Überhaupt weiß man bei Ebert nie so recht, ob er eher belehren, die Faszination der Naturwissenschaften darlegen oder seinem selbst verliehenen Titel als "lustigster Physiker Deutschlands" gerecht werden will. Da referiert er: "90 Prozent des gesamten Erbmaterials ist kompletter Datenmüll." Das liest sich beeindruckend, ist grammatikalisch zumindest fragwürdig, und wird heute inhaltlich von der modernen Forschung als komplett überholt angesehen. Selbst Physiker sollten nur vom aktuellen Stand ihres (Nicht-)Wissens sprechen, nicht von feststehenden Erkenntnissen. Vince Ebert zitiert in seinem Buch gerne Studien. Unter anderem: "Der Rostocker Altenforscher Marc Luy fand sogar heraus, dass katholische Mönche fast fünf Jahre älter werden als ihre Geschlechtsgenossen außerhalb der Klostermauern und somit fast die Lebenserwartung von Frauen erreichen." Was schließt Ebert daraus? "Was natürlich auch an ihrem grundsätzlich gesünderen Lebenswandel liegen könnte. Mönche verschwenden keine übermäßige Energie bei der Partnerwerbung, haben weniger Stress auf der Arbeit und leiden relativ selten an Geschlechtskrankheiten." Aha. Wenn er die Studie komplett zitiert hätte, dann müsste er auch erwähnen, dass dieser 'lebensverlängernde' Aspekt bei Nonnen nicht auftritt, trotz vergleichbaren Lebenswandels. Das wäre zwar korrekter, nicht pseudo-wissenschaftlich, aber weniger lustig. Das Beste in diesem Werk waren noch die Aphorismen wirklicher Denker, die Ebert anführt. Die zum Nach-Denken wirklich anregen. Von Einstein über Hegel bis Woody Allen werden gedankenreiche Sprüche zitiert. Ich entnehme einen Satz von Tom Waits aus dem Buch: "Das größte Problem in der Geschichte der Menschheit ist, dass die Leute, die die Wahrheit kennen, den Mund nicht aufmachen und diejenigen, die von nichts eine Ahnung haben, bekommt man einfach nicht zum Schweigen." Ebert plappert viel. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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