Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute

Von Stephan Porombka, Hilmar Schmundt

Buch, Gebundene Ausgabe, 222 Seiten, 1. Auflage
Erschienen: 2005
Restexemplar
Herausgeber: Claassen Verlag
Verkaufsrang: 67652 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783546003803
ISBN-10: 3546003802
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Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute
Überall in Deutschland findet man architektonische Spuren des NS-Staats und seiner baulichen Selbstdarstellung. "Deutschland ist ein Freilichtmuseum", heißt es im Vorwort, "vollgestellt mit Ausstellungsstücken aus der Zeit des Terrors". Die Geschichte viele dieser Stätten kennen freilich längst nur noch Kundige, weil anders als bei manchem ehemaligen Nazi-Prunkbau, kaum mehr etwas zu sehen ist, das von der Vergangenheit des Ortes, seiner damaligen Nutzung und Bedeutung kündet. Bei manchen hat man an historischer Stätte Orte der Aufklärung über die Diktatur und des Gedenkens an ihre Opfer geschaffen.
Böse Orte haben Stephan Porombka und Hilmar Schmidt die von ihnen herausgegebene Sammlung von Besichtigungsberichten überschrieben, die uns an Orte führen wie die Stelle über dem Führerbunker, in dem Hitler seinen Untergang erlebte (Henrik M. Broder hat hierzu einen glänzenden Aufsatz beigetragen), oder auf den Obersalzberg, zum ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände, in das Kraft-durch-Freude-Bad in Prora an der Ostsee oder in die Schorfheide nach Carinhall, wo der Waldhof Hermann Görings stand. ?"Kein anderes Land verfügt über eine derartige Fülle von zweifelhaften Denkmälern" und das Interesse an ihnen nimmt zu, was mittlerweile auch die Touristikbranche für sich zu nutzen weiß?
"Unproblematisch ist das nicht", wissen die Herausgeber, und geben mit diesem Band zugleich zehn lesenswerte Antworten auf die sich aufdrängende Frage, welche Form des Gedenkens an Orten wie den oben genannten, denn angemessen sein könnte. - Hasso Greb

Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 2.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
Schlicht Schwachsinnig (1 von 5 Punkten) schreibt B. aus Deutschland, Der hohe Norden
sind der Titel wie auch der Inhalt dieses Machwerkes. Die Autoren sind sich absolut nicht darüber im klaren, daß Bosheit ausschließlich von den Handelnden, nicht aber von Orten, Plätzen, Bauwerken usw. ausgeht. Daß der Preis für diese absolut unwissenschaftliche und noch nicht einmal im Ansatz Objektive sondern rein subjektive, womöglich böse Schmiererei ins Bodenlose fällt, ist völlig richtig. Dieses Buch gehört in die Hand all derer, die gerne am praktischen Beispiel erfahren wollen, wie man Geschichte - und sei sie noch so Grausam - nicht aufarbeiten kann. Man sollte sich die Autoren merken und nicht nur um dieses Buch, sondern auch um alle Weiteren einen großen Bogen machen. Tja, das habe ich aus diesem Buch gelernt und rate jedem, diese Geldverschwendung zu vermeiden. Amazon hat soviele gute Alternativen zu bieten ...
PS.: Den einen Stern gibts nur, weil die Rezension sonst nicht eingestellt werden kann!!!

Gesinnungsbuch (1 von 5 Punkten) schreibt P. aus Deep Blue Sea
Schon der Titel ist doch bellawuppdich; was ist denn, bitteschön, am Flughafen Tempelhof oder am Olympiastadion 'böse'?
Genausogut könnte man auch St. Petersburg als böse Stadt bezeichnen, denn der Zar ließ an einem absolut ungeeigneten Ort eine Barockstadt aus den Sümpfen stampfen, das hat zehntausende von Arbeitern das Leben gekostet.
Unter einem bösen Ort könnte ich mir Auschwitz oder Lamsdorf vorstellen.
Oder das Bundeskanzleramt, na, Scherz beiseite, über das Elefantenklo kann man ja nicht mal lächeln...

Fehlkauf (1 von 5 Punkten) schreibt B. aus Leipzig
Nach dem Titel erhoffte ich in diesem Buch etwas über die Gr0ßbauten des Nationalsozialismus zu erhoffen. Ich gehöre nicht zu jenen, welche an solchen Orten dem Tode Adolf Hitlers hinterhertrauern, vielmehr sind auch diese Bauten Bestandteil deutscher und europäischer Geschichte. Nur durch realistische Relikte wird Geschichte begreifbar. In der NS-Zeit wurden ebenfalls Krankenhäuser, Schwimmbäder und Schulen errichtet (teilweise durch Zwangsarbeiter). Zum Glück ist das auch so (trotz der Zwangsarbeiter), sonst hätten manche Orte heute noch nicht derartige Gebäude.
Dem Autor geht es jedoch nicht um seriöse Aufarbeitung und um Wissensvermittlung.
Subjektiv wird ausschließlich negativ von den Bauten berichtet (wenn der Betrachter dies überhaupt als notwendig erachtet. So finden die Spaziergänge natürlich immer im düsteren Herbst oder an einem kalten Wintertag statt. Die Kapitel "Prora", "Laboe" und "Autobahn" stellen wenigstens die Bauwerke in gewisser Form auch vor. Das Anfangskapitel bezieht sich auf den "Führerbunker", der nahezu keine Erwähnung findet, dafür aber das Holocaustdenkmal.
Ich schätze Bücher sehr und musste mich stark bremsen, dieses Buch nicht einfach wegzuwerfen. Die drastische Preisreduzierung des Buches war sicher angemessen.

Böse Orte (1 von 5 Punkten) schreibt K. aus Bayern
Ein Buch das man NICHT KAUFEN sollte, schade für das Geld, es ist eine reine Volksveraschung, und im Zeitgeist unserer heutigen BRD geschrieben.

Wenn schon Geister auf dem Obersalzberg beschrieben werden...sagt das alles über die Autoren....

Laßt die Finger davon, Ihr Ärgert euch nucr über den kauf.

KuGra


Teils gut (4 von 5 Punkten) schreibt R. aus Engelskirchen
Es sind in diesem Buch nicht sonderlich viele Fakten über die Orte beschrieben, allerdings kann meist durch die gute Beschreibung der Autoren die Orte gut vor dem Inneren Auge sehen. Besonders gut gelungen ist der Beitrag über das Reichsparteitagsgelände meiner Meinung nach. Da der Autor dort eine persönliche Bindung zum Ort darstellt. Und auch der Beitrag über das Olympia Station ist gut gelungen. Da es sehr interessant geschrieben ist. Allerdings finde ich den Teil über Ladoe wenige gut gelungen. Es wirkt meiner Meinung nach so als sei der Autor vom Ort "gelangweilt" oder zumindest nicht sonderlich interessiert oder naja Begeistert kann man nicht sagen, aber als würde es in nicht sonderlich interessieren.

Insgemat kann man sagen für interessiert zu empfehlen .

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