Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

Von Oliver Pötzsch

Buch, Broschiert, 480 Seiten
Erschienen: 1. Mai 2009
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Ullstein TB-Verlag
Verkaufsrang: 534 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783548268538
ISBN-10: 3548268536
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Die Henkerstochter und der schwarze Mönch
Auch in seinem zweiten historischen Kriminalroman Die Henkerstochter und der schwarze Mönch entführt Oliver Pötzsch seine Leser ins bayerische Schongau und seine Umgebung in die Zeit nach den Glaubenskriegen Mitte des 17. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen wieder der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon Fronwieser (wobei Vorkenntnisse aus dem ersten Band Die Henkerstochter keinesfalls nötig sind), die in einem Giftmordfall ermitteln. Der Tod des Pfarrers führt sie zum Sarkophag eines Tempelritters, auf dem sie rätselhafte Hinweise auf den Schatz des Ordens entdecken, der seit vielen Jahrhunderten verschwunden ist. Sie nehmen die Spur auf und machen sich daran, die Rätsel zu lösen, die der Ritter hinterlassen hat. Doch sind sie nicht die einzigen, die den Schatz suchen. Neben einer brutalen Räuberbande sind auch Fanatiker in schwarzen Kutten dem Geheimnis auf der Spur und gehen bei ihrer Suche äußerst skrupellos vor. So entwickelt sich eine packende Rätselreise, die den Leser durch den bayerischen Pfaffenwinkel mit seinen vielen Kirchen und Klöstern führt und die bis zur letzten Seite äußerst spannend zu lesen ist.
Neben der fesselnden Handlung kann Oliver Pötzsch mit interessanten Einblicken in die damalige Zeit überzeugen. Man erfährt viel Wissenswertes über die Scharfrichterei sowie über den Stand der Medizin und Heilkunde. So ist Jakob Kuisl nicht nur ein erfahrener Henker, der das Wissen und die Tradition seines Berufsstandes bewahrt, sondern auch in der Heilkunde sehr bewandert und verfügt über eine umfangreiche Bibliothek. Doch als Henker stehen er und seine Familie am Rande der Gesellschaft und waren sozial ausgegrenzt. Der Autor, selbst Nachfahre der tatsächlich in Schongau lebenden Henkersfamilie Kuisl, hat glänzend recherchiert und jede Menge Detailwissen zusammengetragen, das er geschickt in die Geschichte einwebt. Die Charaktere sind eigenwillig und lebendig beschrieben und es ist sehr angenehm, dass die Liebesgeschichte zwischen Simon und Magdalena nur am Rande eine Rolle spielt. Dass der Schatz der Templer ausgerechnet im bayerischen Pfaffenwinkel versteckt sein soll, mag vielleicht etwas konstruiert sein, lässt den Leser aber in erster Linie schmunzeln. So ist es offensichtlich, dass Oliver Pötzsch diese Gegend bestens kennt und liebt. Am Ende des Buches findet sich sogar ein kurzer Reiseführer, in dem der Leser eingeladen wird, die Orte und Klöster, die im Buch eine Rolle spielen, selbst kennen zu lernen und zu besuchen. - Alexandra Plath

Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 58 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
Teil Zwei der Trilogie (5 von 5 Punkten) schreibt H.Z. aus Heyerode
Heute möchte ich euch den Folgeroman zur Henkerstochter von Oliv er Pötzsch vorstellen. Ich lese momentan schon den dritten Teil, auch hier wird wohl bald die Rezension folgen.

Personen:
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Wie auch im Vorgängerroman:

Jakob Kuisl Scharfrichter aus Schongau
Simon Fronwieser Sohn des Arztes
Magdalena Kruisl die Tochter des Henkers
Anna Maria Kruisl Frau des Scharfrichters
Georg und Barbara die Zwillinge des Scharfrichters

weitere Bürger ...

Die Augsburger:
Philipp Hartmann Scharfrichter aus Augsburg
Nepomuk Biermann Apotheker aus Augsburg
Oswald Hainmiller ein Händler aus Augsburg
Leonhard Weyer ein weiterer Händler aus Augsburg

Die Ratsherren:

Johann Lechner Gerichtsschreiber
Karl Semer, 1. Bürgermeister und Wirt vom Gasthaus
Matthias Holzholfer 2. Bürgermeister
Jakob Schreevogl Ratsherr
Michael Berchtholdt Bäcker und Ratsherr

Die Kirche

Andreas Koppmeyer, Pfarrer der Lorenzkirche
Elias Ziegler Pfarrer der Basilika
Augustin Bonenmayr, Abt des Stifts
Michael Piscator, Probst des Klosters in Rottenbuch
Bernhard Gering, Abt des Klosters in Wessobrunn

Mönche ...

der Autor:
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Oliver Pötzsch ist 1970 geboren worden und arbeitet als Fillmautor für den Bayerischen Rundfunk. Er zeichnet verantwortlich für die Sendung "Quer". Die Kuisls sind seine Verwandten, da er ein entfernter Nachfahre dieser Schongauer Familie ist.

Die Kruisl waren vom 16. bis hin zum 19. Jahrhundert in Bayern die größte Dynastie bezüglich des Henkergeschäfts.

Inhalt:
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Das Buch spielt - wie auch der erste Teil der Trilogie in Schongau, dort, wo auch der Autor beheimatet ist, er weiß also, von was er schreibt ...

Eine Vergiftung ist Angriffspunkt des Romaneinstiegs. Der Pfarrer der Lorenzkirche (Andreas Koppheyer) wird vergiftet. Aber er starb nicht sofort, er konnte noch ein Zeichen senden. Dieses weist in die Krypta, wo ein Templergrab verborgen ist. Dort muss wohl ein Schatz verborgen sein, den Jakob Kuisl und Magdalena und der Arzt des Ortes finden. Es sind Knochen eines alten Templers und Sprüche, die er bei sich im Grab hat. Aber was haben sie zu bedeuten?

Es ist aber nicht nur der Mörder, der den Schatz für sich beansprucht, sondern eine Bande Räuber hat auch Interesse am Schatz.

Es ist sozusagen ein Wettrennen gegen die Zeit, die durch den Roman führt. Eine äußerst dichte Handlung ist es, die den Roman mit seinen bildhaften und sehr schön charakterisierten Personen zu einem flüssig lesbaren historischen Krimi macht, von dem man kaum lassen kann, bis man weiß, wie alles zusammehängt.

meine Meinung:
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Ich habe schon den ersten Teil mit großer Spannung gelesen und ich finde sogar, dass dieser zweite Band den ersten noch etwas übertrifft, wenn man das überhaupt sagen kann.

Ich lese im Allgemeinen historische Romane sehr gern, aber der Autor Oliver Pötzsch vereint etwas, was man historischen Krimi nennen kann und das ist kaum zu überbieten. Man spürt, dass alles top recherchiert ist, dass der Autor weiß, wovon er schreibt. Da er im Schongau beheimatet ist, sind die örtlichen Gegebenheiten auch sehr bildhaft und wissenswert beschrieben.

Pötzsch bedient sich oftmals der wörtlichen Rede und vieler Adjektive, die die Charaktere vor dem geistigen Auge des Leser entstehen lassen.

Man gewinnt die positiven Charaktere sofort lieb und lebt und leidet mit ihnen. Man möchte ihnen am liebsten helfen.

Die Handlung ist von einem roten Faden durchdrungen und sehr durchdacht und die Recherchearbeit ist für meine Empfinden perfekt zu bezeichnen.

Ein Krimi, der im Mittelalter spielt, der sehr viel von den Traditionen preisgibt und Spannung bietet, besser kann man das einfach nicht machen.

Auch wenn das Mittelalter sooooo weit zurück liegt, wird es, wenn man dieses Buch liest, wieder zum Leben erweckt. Ein wirklich qualitativ hochwertiges historischer Roman, und man kann gespannt sein auf den dritten Teil.

Die Handlung ist durchdacht und bis zum Ende hin spannungsgeladen und wird erst zum Schluss enträtselt.

kurze Leseprobe:
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"Warum machst du das?" fragte er schließlich. Jakob Kuisl ging darauf nicht ein. "Ich hab mit dem Lechner geredet", sagte er. "Kein Rädern, ein sauberes Erhängen. Die Frauen und Kinder gehen frei."
Auf Schellers Gesicht breitete sich ein Lächeln aus, doch schon bald wurde er wieder ernst.
"Wie lange noch?", fragte er.
Jakob Kuisl zog an seiner kalten Pfeife. "Wenn`s das Wetter zulässt, ist der Prozess schon in ein paar tagen. Danach sind`s noch drei weitere Tage, so ist es der Brauch. Der Semer-Wirt stiftet die Henkersmahlzeit ...

Hieran sieht man, dass auch sehr viel aus dem "Handwerk" eines damaligen Henkers gezeigt wird.

Rundum ein äußerst lesenswerter Roman für Freunde dieses Genres.

Es folgt bald der Bericht über das Buch: "Die Henkerstochter und der König der Bettler"

**Schatzsuche & spannender historischer Krimi** (4 von 5 Punkten) schreibt B. aus Bayreuth, Bayern
Zur Geschichte selbst wurde ja inzwischen schon genug gesagt.
Mir hat besonders gut an diesem historischen Roman gefallen,
dass mehrere Handlungsstränge ineinander laufen.
(z.B. Magdalena in Augsburg, Jakob Kuisl & die Räberbanden, die Suche
nach dem Templerschatz usw.)
Ausserdem kann man ständig mitraten was/wer hinter dieser ganzen Geschichte steckt.
Dazu kam das ich die einzelenen Charaktere sehr überzeugend fand.
Besonders interessant fand ich den Schongauer Henker Jakob Kuisl,
der ja trotz seines Berufes versucht fair & korrekt zu sein.
Man erfährt u.a. viel über die Kräuterkunde & die Arbeiten eines Henkers.
Einen Stern ziehe ich ab, da es oftmals sehr konstruiert wirkte,
für mich gab es in dem Buch einfach zuviele Zufälle.

Ansonsten ist *Die Henkerstochter & der schwarze Mönch*
ein spannender & empfehlenswerter historischer Roman.


Endlich wieder mit Magdalena Kuisl auf der Suche nach Geheimnissen (5 von 5 Punkten) schreibt I.W. aus Türkenfeld/a.Ammersee
Lange habe ich auf den den 2. Teil der "Kuisl-Saga" gewartet und doch ich bin richtig belohnt worden.
Wieder einmal bringt es der Autor fertig, dass ich total in die Orte eintauchen kann, die sich alle in meiner Nähe befinden und die ich fast alle schon besichtigt habe. Auch die Charaktere seiner Geschichte sind wieder so stimmig gezeichnet, dass ich mich bereits in der Familie der Kuisls und in deren Umfeld "angesiedelt" sehe.
Plötzsch hat es geschafft, einen nahtlosen Übergang von seinem ersten Band zum zweiten zu knüpfen und jetzt bin ich gespannt, ob sich der dritte Band genauso stimmig anschmiegt. Endlich mal wieder eine Buchserie, die mich begeistert und überzeugt.

Neue Ereignisse aus Schongau (5 von 5 Punkten) schreibt S.
Nur ein Jahr nach den grausamen Morden in Schongau ist schon wieder ein Bewohner eines unnatürlichen Todes gestorben. Der Pfarrer wurde vergiftet. Man fand ihn auf einer Grabplatte liegend in seiner Kirche. Sofort ahnen der Henker Jakob Kuisl und der Medikus Simon Fronwieser, dass dahinter ein Rätsel stecken muss. Gemeinsam mit Jakobs Tochter Magdalena ermitteln sie in dem Fall. Er führt sie auf die Spur der alten Templer und nicht nur einmal sind die Protagonisten in Gefahr.

Oliver Pötzsch, selbst ein Nachfahre der Henkersfamilie Kuisl, kreiert auch im zweiten Band der Serie einen spannenden historischen Krimi. Er lässt durch seinen bildhaften Erzählstil die dörfliche Atmosphäre, die Lebensgewohnheiten und Gebräuche im Jahre 1660 lebendig werden. Dabei wird der eher derbe und wortkarge Henker Jakob Kuisl mit seiner Familie und den anderen Protagonisten sympathisch geschildert. Häufig wird der Wortwitz des pragmatisch denkenden Henkers nicht sofort offensichtlich. Einen regionalen Flair flechtet er durch manche Ausdrücke im Dialekt ein. Das wirkt authentisch und beeinflusst auch den Lesefluss in keinster Weise. Ausgesprochen sorgfältig recherchiert der Autor auch die geografischen Gegebenheiten des 17. Jahrhunderts in Schongau und Umgebung. Als Extra wurde obendrein eine Karte abgedruckt. Für alle, die es sich ganz genau ansehen möchten, ist sogar eine Routenbeschreibung als Nachwort angegeben.

Bei dieser Krimiserie passt für mich einfach alles. Der flüssige Schreibstil und die stimmige Handlung vor einer farbenprächtigen Kulisse rufen ein grandioses Kopfkino hervor. Der Spannungsbogen wird fast bis zur letzten Seite gehalten. Zum Glück erscheint der dritte Teil Die Henkerstochter und der König der Bettler bereits im August 2010.

Super spannend... (5 von 5 Punkten) schreibt S.S.
Hier haben ja schon viele Leute ausführlich über das Buch geschrieben, deshalb nur ganz kurz: Ich kann das Buch absolut empfehlen. Es ist super spannend geschrieben und man kann es kaum aus der Hand legen. Leider ist es viel zu kurz... :o( Es ist so schön geschrieben, dass man endlos weiterlesen möchte. Ich freu mich schon auf den nächsten Teil.

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