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In seiner exzellenten Arbeit erörtert Wolfgang Sofsky eben dieses System Konzentrationslager. Er strebt eine "Innensicht der Lagerwelt" an, bezogen auf die formal-organisatorische wie auch auf die soziale Komponente. Über allem steht für Sofsky die Ausübung der absoluten Macht: Der Versuch der Nazis, die Gefangenen nicht nur körperlich, sondern auch geistig komplett zu kontrollieren. Dem waren die Häftlinge ohnmächtig "in hilfloser Angst" ausgeliefert. Sofsky beschreibt, wie das NS-Regime in den Lagern diesen Machtanspruch umsetzte. Zunächst schildert er die äußerlichen Faktoren wie Aufbau und Absicherung eines KZs oder den Tagesablauf darin. Von Haus aus Soziologe, untersucht Sofsky zudem aber auch das soziale Gefüge auf dem Lagergelände: interne Strukturen der SS-Wachmannschaften und der Häftlinge, Umgang mit- und untereinander. Dies leitet über zum Einsatz der Inhaftierten im Arbeitsdienst, der "für viele nur ein aufgeschobenes Todesurteil" war, geprägt durch "körperliche Überlastung, Untertechnisierung sowie End- und Sinnlosigkeit". Den Abschluss des Buches bildet das unendliche Sterben in den Konzentrationslagern. Der Tod als schlussendliche NS-Machtausübung war allgegenwärtig in Form von Krankheiten, Gewaltexzessen oder dem industriell betriebenen Massenmord. Mit seinem nüchtern-analytischen Stil ist Sofskys Buch eine hervorragende Ergänzung der vielen emotionalen Lebenserinnerungen zu dieser Thematik. Sofsky bietet das soziologische Fundament, um solche autobiografischen Bände besser einordnen zu können. Er liefert den Einblick in die Methodik, die hinter den NS-Vernichtungslagern stand. -Joachim Hohwieler Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Sofskys Analyse der Todeslager (5 von 5 Punkten) schreibt B.H. aus Würzburg Der Soziologe Wolfgang Sofsky gibt in seinem Buch "Die Ordnung des Terrors : Das Konzentrationslager" einen allumfassenden Überblick über dieses System der Absoluten Macht, seine Opfer so wie seine Protagonisten. Er führt den Leser in diesen Ort der Entmenschlichung und der Morallosigkeit ein, in dem er erst auf dessen eigene, charakteristische "Raum und Zeit" - Ordnung bzw eben Unordnung eingeht bevor die sozialen Struckturen, die Psyche, das Wesen von Opfer und Täter untersucht werden. Alles in allem steckt dieses Buch, das der Autor mit Hilfe von Häftlingsberichten verfasste, voller Informationen, die in standartisierten Dokumentationen oft keinen Platz finden. Absolut lesenswert. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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