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Ganz Wissenschaftler benennt Diamond zunächst einmal fünf Faktoren, die beim Untergang einer Gesellschaft eine Rolle spielen können. Da wären zunächst Schäden, die der Umwelt unabsichtlich zugefügt werden. Als Zweites hebt Diamond Klimaveränderungen hervor. Weiterhin können feindliche Nachbarn ein Faktor der Zerstörung sein. Viertens: Die Hilfe freundlicher Nachbarn nimmt ab. Die fünfte und laut Diamond wichtigste Frage lautet jedoch: Wie reagiert eine Gesellschaft auf ihre Probleme? Keiner der fünf Faktoren dürfte für sich genommen zum Untergang führen, vielfach wirken sie in Kombination. Der fünfte Faktor aber, also wie man ökologischen und anderen Problemen begegnet, ist laut Diamond besonders bedeutsam. Gesellschaften miteinander zu vergleichen, ist natürlich nicht unumstritten. Diamond nimmt diese Herausforderung an und legt eine kenntnisreiche Analyse vor, die man gleichermaßen unter kulturgeschichtlichen wie unter gesellschaftskritischen Aspekten lesen kann. Dem Ethos des Wissenschaftlers folgend, verzichtet der Autor dabei auf wilde Untergangsszenarien. Vielmehr hält er den Menschen den Spiegel vor und zeigt, wie Gesellschaften ihre eigene Existenz bedrohen. Ein denkwürdiges Lern- und Lesebuch. -Mathias Voigt Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 47 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Kollaps (3 von 5 Punkten) schreibt m. Ich habe mich sehr für das Thema interessiert. In dem o.g. Buch wird mir ein wenig zuviel über die Vergangenheit gesprochen. Ich stelle mir bei diesem Thema mehr über unsere Gegenwart vor. Das Buch war informativ und lesenwert. Dickes Buch mit einer zwei- bis dreiseitigen Grundthese (3 von 5 Punkten) schreibt J.S. aus Bremen Ich habe mir diese Buch zugelegt, da ich an der Uni einen Kurs zum Thema "Einfluss der Ökologie auf Aufstieg und Fall menschlicher Kulturen" besucht habe. Jared Diamond hat hier ein SEHR amerikanisches Buch abgeliefert. Er hat eine Grundthese, bzw. -idee, welche sich auf zwei bis drei Seiten erklären und darstellen lassen könnte (was auch getan wird). Der Rest des Buches ist reine Deskription. Ich finde ja das Kapitel über die Osterinselkultur oder die Wikinger auf Grönland auch interessant, aber hier kommt Diamond im Kern nicht über eine Beschreibung der Geschichte dieser Kulturen hinaus. Natürlich ist es mutig, wenn man eine so allgemeine These wie Diamond aufstellt. In Europa würde sich das niemand mehr trauen. Selbst die Verknüpfung von ökologischen Grundlagen und nur EINER Kultur wäre hier wohl schon zu viel, da sich naturgemäß sehr viel Angriffsfläche bildet, wenn der behandelte Bereich so groß. Diamond macht hier das Husarenstück, dass er im Endeffekt ALLE Kulturen in ihre Beziehung zu den um sie herrschenden ökologischen Begebenheiten setzt. Leider geht dieser Schuss für mich etwas nicht hinten los, bei aller Liebe für den großen Wurf ist mir hier einfach zu viel beschrieben. Ausserdem werden trotz dem nicht zu bestreitendem großen Einfluss der Ökologie auf eine Kultur mehr oder weniger alle anderen Einflussbereiche ausgeklammert. Alles in allem kein schlechtes Buch das sich gut liest, aber als WISSENSCHAFTLICHE Arbeit leider ungenügend, da zu deskriptiv und zu wenig theoretisch mit der These gearbeitet wird. Achte Deine Umwelt (5 von 5 Punkten) schreibt G. aus Basel Ich fand dieses Buch wirklich sehr gut und sehr lehrreich. Es impliziert auch nie das Kulturen einfach so untergehen. Imperien und Kulturen gehen nicht einfach so unter. Dieses ist entweder ein schleichender Prozess oder es findet eine Transition statt. Dieses Buch schildert anhand von eher kleinen Gesellschaften wie diese Schritt für Schritt "kollabiert" sind, wie z.B der Untergang der Kulturen auf den Osterinseln. Fazit: wer die Umwelt nicht respektiert wird bald die Rechnung dafür bekommen. Ich finde es gut dass der Autor das anhand von mehreren Beispielen macht. Trotz dieser Vielfaltigkeit ist kein Kapitel oberflächlich geworden. Das Vorwort ist für mein Geschmack etwas zu lang (50 Seiten) aber das ist kein Grund nicht 5 Sterne zu geben. 700 Seiten Blablabla... (1 von 5 Punkten) schreibt J. aus Ritzenbüttel Allein 50 Seiten Vorwort, in denen die Einleitung eingeleitet wird. Ständige Wiederholungen und Plattitüden. Natürlich muss man in einem solchen Vorwort auch genau herausstellen, was für eine tolle Kapazität man ist. Indianer als Umweltzerstörer, die guten Ölkonzerne, die auch manchmal böse sind, Nichts ist einfach, alles kompliziert, nie eine Ursache ist allein Schuld, usw. Ein Wirrwarr an (nicht bewiesenen) Tatsachen, Willkürliche Vorgaben, unwissenschaftliche Betrachtungsweisen in unzähligen Wiederholungen sind der Inhalt der Kapitel. Die Schlussfolgerungen sind ebenso absurd, wie lächerlich. Jedes Stammtischgepräch ist da informativer. ganz großes werk; (5 von 5 Punkten) schreibt p. aus österreich, nähe wien vielleicht bedeutsamer als Michael Moore; aber auch seriöser. eins der ganz großen bücher. ein meilenstein, der wissenschaft wie 'laientum' im gedächtnis bleiben wird. ein großer verdienst; mich hat es jedenfalls nachhaltig beeindruckt und geprägt. sehr zu empfehlen ! Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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