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Im Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Lohnende Lektüre (4 von 5 Punkten) schreibt F. Wer sich einmal umfassend mit der Zeit des Neandertalers beschäftigen will, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Angenehm sachlich, ausgewogen und gut lesbar taucht der Leser in längst vergangene Zeiten ein, die einem mit vielen Details sehr anschaulich näher gebracht werden. Und endlich wird mit den ewigen Klischees vom "rohen Wilden" aufgeräumt! Manko: die enthaltenen, oft popelig wirkenden Strichzeichnungen sind einfach nicht mehr zeitgemäß, gute Fotos wären hier viel instruktiver und können bei dem Preis auch erwartet werden. Und warum wird im vorderen und hinteren Einbanddeckel die exakt gleiche Landkarte abgebildet? Den Platz hätte man besser für eine übersichtliche Zeittabelle zur Steinzeit verwendet. Spannende Wissenschaftsgeschichte - die beste zum Thema (5 von 5 Punkten) schreibt K.L. aus Wien Genau das, was man sich zum Thema wünscht: tiefergehende Wissenschaftsgeschichte, spannend aufbereitet. Man erfährt nicht nur alles zum Thema, sondern erlebt nach, wie die Paläontologen durch neue Funde motiviert, alte Thesen über Bord werfen, um neue, revolutionäre aufzustellen, die oft Jahrzehnte als gesichert gelten, um dann bei Anwendung einer neuen Technik von heute auf morgen zu stürzen. Der Autor beleuchtet auch die vielen ideologisch und religiös motivierten Rassismen, die den Neandertaler und seine Herkunft betreffen. Hierbei hat sich die Kirche wieder einmal ganz groß hervorgetan. Alle Fragen werden angegangen, viele werden im Sinne des Standes der Wissenschaft beantwortet: wie hat der Neandertaler ausgesehen, wo und wie hat er gelebt, welche Werkzeuge hat er verwendet, war er ein Kannibale, hatte er Kultur, Sprache, Sozialwesen, Religion? Wurde er ausgerottet, und wenn ja, durch wen oder ist er "einfach" ausgestorben? Ein interessantes, sehr empfehlenswertes Buch zum Thema Menschheitsgeschichte, Archäologie und Paläontologie. Ein Genuß! (5 von 5 Punkten) schreibt D.S. aus Bergkamen Das die Neandertaler keine grunzenden, keulenschwingenden Halbaffen waren, sondern respekteinflößende Menschen, die über 100.000 Jahre durch Intelligenz und Geschick erfolgreich der unwirtlichen Natur trotzten, sollte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Für jeden, der wirklich ernsthaft am Thema Neandertaler interessiert ist und fachlich fundiert mehr über diese wirklich interessanten Menschen wissen möchte, ist dieses Buch eigentlich schon fast ein Muss! Kurz zur Darstellung: Bereits beim ersten Öffnen des Buches merkt man, daß hier ein echtes bibiliographisches Werk geschaffen werden sollte, was zweifelsohne gelungen ist. Dieses Buch ist kein "Bilderbuch". Das Buch kommt im Hardcover, auf hochwertigem Papier gedruckt. Bunte Klischee-Abbildungen von kämpfenden, keulenschwingenden Neandertalern wird man vergeblich suchen. Die wenigen Abbildungen sind überwiegend wissenschaftliche Zeichnungen. Für jeden, den dies stören sollte: Dieser Titel bezieht seine Qualität nicht aus den Bildern, sondern dem geschriebenen Inhalt (Was heutzutage sehr selten geworden ist)! Ich habe selten ein derart inhaltstiefes, sauberst recherchiertes und zugleich interessantes Buch zum Thema Neandertaler gelesen. Dieses Buch beleuchtet fachlich fundiert, kritisch und vorurteilsfrei wirklich alle interessanten Aspekte zum derzeitigen Wissenstand über die Neandertaler. Ich kann dieses Buch wirklich uneingeschränkt empfehlen! Ein wertvolles Buch zum Neandertalerjahr (5 von 5 Punkten) schreibt K. aus Hessen Dieses lesenswerte Buch ist ein wertvoller Beitrag zum Neandertalerjahr und hebt sich deutlich von den populärwissenschaftlichen Billigangeboten ab, die zur Zeit den Büchermarkt überschwemmen! Kuckenburg gibt in seinem Buch einen interessanten Überblick über 150 Jahre Forschungsgeschichte, in deren Verlauf immer wieder versucht wurde, dem Neandertaler die Zugehörigkeit zur großen Menschenfamilie abzusprechen, indem es dem Überlebenskünstler aus der Eiszeit geistiges Unvermögen und Kulturlosigkeit unterstellte. Das Buch macht eindrucksvoll deutlich, dass damals wie heute die Urgeschichtsforschung vom jeweils vorherrschenden Zeitgeist abhängig ist, bis hin zu den eifrigen Bemühungen unserer Tage, dem "Wilden Mann aus der Feldhofer Grotte" seinen Platz in der Vorfahrenreihe des sogenannten "modernen" Menschen mit gentechnischen Mitteln abzuerkennen. Aber Martin Kuckenburg entlarvt die Träger unerschütterlicher Lehrmeinungen und zeigt auf, dass der Neandertaler nach wie vor ein großes -menschliches- Rätsel darstellt. Er stellt Fakten und Fiktion einander gegenüber und klinkt sich kritisch in die Debatte über die entwicklungsgeschichtliche Beziehung von Altmensch und Homo sapiens ein. "Der Neandertaler - Auf den Spuren des ersten Europäers" zementiert keine einseitige Meinung, sondern diskutiert und liefert klar gegliedert und in einer angenehmen und verständlichen Sprache die Grundlagen zur Bildung einer eigenen Meinung. Wer umfassend über den Neandertaler informiert werden möchte, wer auch kritische Töne zur Welt der Urgeschichtsforschung verträgt, der wird es sicher nicht bereuen, dieses Buch gekauft zu haben. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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