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200 Jahre sind in im südenglischen Kingsbridge vergangen, wo Follett seine Geschichte auch diesmal angesiedelt hat. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Nachfahren der Helden von einst. Entlang ihrer Schicksale führt uns der Autor, der sich bei seinen Recherchen von gleich drei Historikern zuarbeiten ließ, ausgesprochen kundig durch die Welt des 14. Jahrhunderts: Durch Caris, die der Verbrennung als Hexe durch den Eintritt in ein Kloster entkommt, lernen wir Manches über die Pest und die mittelalterliche Medizin. Mit der Baukunst der Zeit macht uns der Architekt Merthin, Caris? Geliebter, vertraut. Auch den Gegensatz zwischen einem ebenso selbstsüchtigen wie hemmungslosen Adel auf der einen und der Masse der besitzlosen Leibeigenen auf der anderen Seite führt uns der Autor mit großer Souveränität in seiner gewohnt schnörkellos-direkten Sprache anhand persönlicher Schicksale vor Augen: ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann... Gewiss: In Wahrheit hat es wohl keine beinahe verbrannte Hexe zur Leiterin eines Nonnen- und erst recht keines Mönchsklosters bringen können. Und überhaupt muss man natürlich davor warnen, seine historische Bildung nur aus historischen Romanen zu beziehen: Dennoch: Die Tore der Welt ist eine nicht nur spannende, sondern sehr wohl auch historische lehrreiche Lektüre. - Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 313 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Liebloser Nachfolger der Bestsellers - auf Seite 400 abgebrochen (2 von 5 Punkten) schreibt G. aus Bayern Ich habe "Die Säulen der Erde" damals in 5 Tage gelesen, ich weiss noch wie es war: Eine spannende, verwobene Geschichte und von Anfang bis Ende fieberte mit mit Tom Builder und seinem Kathedralenbau. Alles passte ineinander, alles ergab am Schluss ein schönes Gesamtbild eines wirklich gelungenen historischen Romans ab. So nun zu "Die Tore der Welt". Gelesen habe ich bis Seite 380 und habe nun beschlossen es abzubrechen, was ich normal nie tue. Aber in Erwartung auf weitere 1000 langweilige Seiten ist mir meine Zeit zu schade. Wie ist das Problem? - es gibt keine durchgehende Geschichte mehr, man hat das Gefühl nur eine Reihe von Mini- Geschichten zu lesen, die aber teilweise keinen Sinn machen. Z.b. fehlt auf einmal ein Rubin in der Priorei, der kurz darauf wieder gefunden wird. In meinen Augen hat der Auto sich schwer getan auf die Seitenzahl zu kommen, vieles wirkt aufgebläht. - Vulgärsprache: Wenn Vulgärsprache als stilistisches Mittel eingesetzt wird, um z.B. das harte und dunkle Mittelalter den Leser besser "fühlen" zu lassen, okay, aber hier werden Wörter geschrieben, die sind fehlt am Platz und gehören eher in die Blitz Illu als in einen historischen Roman. - Die Personen sind sowas von blass und unglaubwürdig, da fällt es dem Leser schon schwer das Szenario zu glauben. z.B. macht Caris sich die ganze Zeit Gedanken über die Ehe usw. (und das anno 1300), absolut unpassend. Zuletzt gab es ähnliches in "Der Medicus", da war es aber glaubhaft und die Hauptperson war auch um einiges facettenreicher Ich kann "Die Tore der Welt" nur als durchschnittlichen historischen Roman bewerten, die 400 Seiten reichen mir als Leseprobe. Mit den "Säulen der Erde" hat dieses Machwerk qualitätsmäßig nichts gemeinsam. Follet wollte diesen Roman ja ursprünglich nie schreiben, er hat es doch getan und rausgekommen ist ein Buch, das sich sicher verkaufen wird, das aber viele auch enttäuschen wird. Ich frage mich auch, warum überhaupt das Muster von "Die Säulen der Erde" so offensichtlich kopiert werden sollte - außer wg. Marketingzwecken. Das ich so enttäuscht war, hängt wohl ziemlich sicher auch damit zusammen, dass ich nach "Säulen der Erde" eine Reihe weiterer, hochklassiger Historienromane gelesen habe. "Das zweite Königreich", "Das Lächeln der Fortuna" von Gablé, beides erstklassige Bücher, sowie auch "Der Medicus" von Noah Gordon oder z.B. "Die Henkerstocher" von Oliver Pötsch, "Das Pesttuch" von Geraldine Brooks. Jeder einzelne dieser Romane war um Längen besser als der neue Follet (!). Wer sich wirklich ein Urteil erlauben will, in welchen Sphären sich "Die Tore der Welt" bewegt, sollte einfach mal eines dieser Bücher lesen. Schade, dass der Autor das Niveau nicht halten konnte. Den auch Follet schreibt ansonsten sehr spannende und gute Bücher. Kein würdiger Nachfolger .... (2 von 5 Punkten) schreibt H. .... des "ersten Teils" von die Säulen der Erde, wenn man so will. Aber auch allgemein ist die Handlung und die Spannung nicht so vorhanden, wie man es eigentlich von Ken Follett gewohnt ist. M.E. eher einer der schlechteren Romane von Ken. Schade, denn diese Tatsache schreckt mich nun von dem neuen Roman etwas ab... Ganz ok (3 von 5 Punkten) schreibt r. aus de Nach Die Säulen der Erde habe ich lange auf einen würdigen Nachfolger gewartet, der mir das gleiche Erlebnis bietet. Als Ken Follett dann mit Die Tore der Welt auf den Markt drängte, war für mich sofort klar, dass ich das Buch haben muss. Kurze Anmerkung für Nicht-Fans: Das Geschehen in diesem Buch spielt einige Generationen nach dem erfolgreichen ersten Teil. Trotzdem konnte mich das Buch nicht so überzeugen, wie der Vorgänger, denn was ich dort mit Geduld und Beharrlichkeit ertrug, wurde hier schon fast zur Qual. Manchmal liegt ja bekanntlich in der Kürze die Würze, lieber Herr Follett. Vielleicht wäre das Buch dann etwas prickelnder geworden. Nur öde und nervig! (1 von 5 Punkten) schreibt A. Ich hatte "Säulen der Erde" vor Jahren im Urlaub gelesen und fand es ein perfektes Strandbuch: Keine große Literatur, aber spannend und mit Figuren, die einem ans Herz wuchsen. Also nahm ich in den letzten Urlaub "Die Tore der Welt" mit - und quälte mich fast durch! Zunächst einmal frage ich mich, warum es überhaupt eine Fortsetzung sein musste. Das Buch spielt 200 Jahre später! Da könnte man einen 2. Teil von "Stolz und Vorurteil" in den 1970gern spielen lassen... Die Figuren sind so wischiwaschi beschrieben, dass ich deren Handeln überhaupt nicht nachvollziehbar fand und mir eigentlich auch egal war, was ihnen wiederfuhr. Es passiert im Großen und Ganzen wieder dasselbe wie im ersten Buch, mit anderen Worten: Laaangweilig! Aber, was ich persönlich echt undiskutabel finde, sind die Beschreibungen von erzwungenem Sex, bei denen die Frau aber trotzdem total heiß wird. Scheint eine Lieblingsfantasie des Autors zu sein. Einen Stern gibt es von mir für die wunderbaren architektonischen Beschreibungen, die mich schon am ersten Teil faszinierten. T O P Buch (5 von 5 Punkten) schreibt D. Hab meiner lieben Schwiegermama ne kleine Freude gemacht...Sie hat es gern gelesen und sie war begeistert. Ken schreibt sehr gut Bücher. Viele Grüße Dayana Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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