1000 Places to see before you die: Die Lebensliste für den Weltreisenden

Von Patricia Schultz

Buch, Broschiert, 974 Seiten
Erschienen: März 2007
Sprache: Deutsch
Herausgeber: h.f.ullmann publishing
Verkaufsrang: 1769 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783833143564
ISBN-10: 3833143568
ASIN: 3833143568 (Amazon-Bestellnummer)
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1000 Places to see before you die: Die Lebensliste für den Weltreisenden
Manche Menschen markieren auf einer Weltkarte mit kleinen Stecknadeln diejenigen Orte, die sie bereits bereist haben - und jene, von denen sie träumen. Wer den amerikanischen Nummer-1-Bestseller 1000 places to see before you die liest, muss sich vermutlich sowohl eine größere Weltkarte als auch schachtelweise Nadeln anschaffen. Denn was die renommierte Reiseführerautorin Patricia Schultz nach sieben intensiven Recherchejahren als "Best of the world" zusammengetragen hat, liefert Stoff für viele Träume und ausgiebiges Nadelstechen.
Jetzt ist das knapp 1000-seitige Taschenbuch, deren übersichtliche Lesestücke durch kleine Schwarz-Weiß-Fotografien ergänzt werden, auch auf Deutsch erschienen und trägt den passenden Untertitel "Die Lebensliste für den Weltreisenden". In kurzer, aber prägnanter Weise beschreibt Schultz die aufregendsten Städte, ungewöhnlichs-ten Hotels, erlesensten Restaurants, berauschendsten Feste, eindruckvollsten Museen und atemberaubendsten Naturlandschaften der Welt. Gleichzeitig macht sie klar, dass Reisende unterschiedliche Prioritäten haben und andererseits auch jeder Ort auf jeden Menschen anders wirkt - eine unprätentiöse, weise und angenehme Grundeinstellung.
Welche Orte haben es nun in den touristischen Olymp geschafft? Klar, dass Ayers Rock, Pekings Verbotene Stadt, Petra in Jordanien und die großen Pyramiden von Gizeh in Schultz? Liste nicht fehlen dürfen. Doch erstaunt werden Sie sich die Augen reiben, wenn Ihnen vom Schneefestival in Sapporo, dem Meeresschutzpark von Sa-ba, und dem - ja wirklich - Superdawg-Hotdog-Stand in Chicago vorgeschwärmt wird. Deutschland füllt immerhin knapp 20 Seiten - inklusive Münchner Oktoberfest, dem 1a-Hotel Traube Tonbach und der Fachwerkstadt Quedlinburg. Bezeichnend jedoch ist, dass Berlin im Gegensatz zu Wien, Paris, Rom und Co. keine Top-Ten-Auflistung seiner Sehenswürdigkeiten zugestanden wird.
Zwei weitere Wermutstropfen gibt es bei der Lektüre dieses in dieser Art einmaligen Lesebuchs zu schlucken. Zum einen stammt der Originaltext aus dem Jahr 2003, was in den meisten Fällen nicht zum Tragen kommt, an einigen Stellen jedoch lediglich Vergangenes beschreibt. Prominentes Beispiel ist New Orleans, wo seit dem Wirbel-sturm Katrina nichts mehr so ist, wie es war und im Buch noch seitenlang beschrie-ben wird. Zum anderen tut sich die Übersetzung an manchen Stellen doch etwas schwer mit einer gelungenen Übertragung von flapsigen englischen Ausdrücken in die dafür manchmal wenig kompatible deutsche Sprache. An den Titel haben sich die Übersetzer erst gar nicht gewagt, sondern gleich im Original gelassen.- Christian Haas

Leserbewertungen:
Im Durchschnitt: 2.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 41 Bewertungen)

Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement)
1000 Hotels in denen man übernachtet haben sollte (1 von 5 Punkten) schreibt K.
Eines vorab: aus europäischer Sicht ist es eine bodenlose Frechheit dieses Buch als Reiseführer oder gar als Nachschlagwerk für Weltreisende zu betrachten. Der Titel ist eine Unverschämtheit, deutlich besser wäre "1.000 Hotels der oberen Preiskategorie in denen man geschlafen haben sollte" Bereits nach wenigen Seiten bekommt man das untrügliche Gefühl dass die Autorin a) diese Länder niemals bereist hat und b) von den entsprechenden Hotels und Restaurants höchstwahrscheinlich für die Eintragung in diese selbsternannte "Fibel" bezahlt wurde. Wir haben das Buch auf Englisch in einer Ramschkiste für 5? erworben, allerdings würde ich es auch für weniger Geld nicht wieder kaufen.

Zur Verteidigung der Autorin muss man allerdings erwähnen, dass die primäre Zielgruppe Amerikaner waren und diese die Welt nun mal anders sehen als wir Europäer. Fragt man einen Amerikaner nach den Sehenswürdigkeiten einer amerikanischen Stadt wird häufig als erstes das Casino genannt. Die Gründe für diese kulturellen Unterschiede in Bezug auf Sehenswürdigkeiten und sehenswerte Dinge/Orte sind sehr vielschichtig, primär jedoch im Kern auf zwei Aspekte zurückzuführen: Amerikaner reisen anders und Amerikaner haben bedingt durch die eigene Geschichte eine andere Vorstellung der Welt. Hinzu kommt der im Vergleich zu den meisten europäischen Ländern erheblich kürzere Jahresurlaub. Wer im Jahr nur ein bis maximal zwei Wochen verreisen kann sieht die Welt natürlich etwas anders als wir, die im Jahr vier bis sechs Wochen Urlaub haben und entsprechend anders genießen und empfinden. Für Europäer ist dieses Buch unbrauchbar, aus amerikanischer Sicht kann ich es allerdings gut nachvollziehen.

Besser als gedacht (4 von 5 Punkten) schreibt A.H.
Ich finde das Buch sehr interessant und aufschlussreich, nicht wie von den anderen Bewertern angedeutet, dass dort nur teure Hotels aufgelistet seien. Besser würde ich es jedoch finden, wenn man die Bilder farbig drucken würde. Auch finde ich, dass das Preisleistungsverhältnis stimmt. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!
Insgesamt is dieses Buch jedoch eine gelungene Leistung der verschiedenen Autoren.

Sehr peinlich! (1 von 5 Punkten) schreibt S.M. aus Ossiland

Ich kann es nicht fassen, dass dieses Buch irgendwelche Bestseller-Listen angeführt haben soll! Der sinnvollste Verwendungszweck der fast 1000 Seiten dürfte darin bestehen, mehrmals ein Lagerfeuer anzufachen!

Super für alle Leute, die genau den Geschmack der Autorin teilen, viel Geld besitzen, denen ökologische und soziale Zusammenhänge egal sind, die Reiseziele abhaken anstatt kennenlernen wollen, ...


Zum Lesen, aber nicht zum Reisen (3 von 5 Punkten) schreibt T.
Dieses Buch ist eine nette (und umfangreiche ) Lektüre für Weltenbummler, eignet sich aber nicht als Reiseführer.

Überflüssig! (1 von 5 Punkten) schreibt S.E. aus Good old Germany
"1000 Places to see before you die" der Autorin Patricia Schulz eroberte im Jahre 2003 die Bestsellerlisten in den USA. Vier Jahre später kommen auch wir in den Genuss dieses Buches, das nicht weniger als "Die Lebensliste für den Weltreisenden" enthält - so zumindest der Klappentext der deutschen Ausgabe.
Auf neunhundertdrei Seiten findet man meist knapp eine Seite lange Abrisse über die Orte, die Patricia Schulz für sehenswert hält. Etwa fünfhundert kleine Schwarz/Weiß-Bilder sind hinzugefügt. Schon das Inhaltsverzeichnis dokumentiert ein Übergewicht der US-amerikanischen Sehenswürdigkeiten. Die "Neue Welt" kommt allein auf einhundertzweiundachtzig Seiten, Afrika zum Beispiel nur auf fünfundfünfzig. Schaut man sich die "Sehenswürdigkeiten" an, die Frau Schulz in Deutschland für wichtig hält gesehen zu haben, ehe man stirbt, kann man abschätzen, inwieweit dieser Führer nutzbar ist.

"Baden-Baden und das "Brenner?s Park Hotel", "Hotel Traube Tonbach" in Baiersbronn, das Heidelberger Schloss, der Bodensee, Bamberg, die deutsche Alpenstraße und die Zugspitze, "Residenz Heinz Winkler", eine Kutschfahrt in Bayern und Schloss Neuschwanstein, die Musikfestspiele von Bayreuth und Schleswig-Holstein, die "Alte Pinakothek" in München, der Christkindlmarkt, das "Deutsche Museum" in München, das Oktoberfest, die Passionsspiele in Oberammergau, Regensburg, die "Romantische Straße" in Bayern, die Berliner Philharmoniker, das Brandenburger Tor, die Museumsszene in Berlin, Schloss Sanssouci in Potsdam, das "Hotel Vier Jahreszeiten" in Hamburg, Kölns Domviertel, das Rheintal, der Zwinger in Dresden, Quedlinburg und das Hotel Theophano in Sachsen-Anhalt, Lübeck, Sylt und Weimar findet man auf den achtundzwanzig Seiten.

Dies ist eine bemerkenswerte, um nicht zu sagen völlig peinliche Liste. Nicht nur die Bayernlastigkeit fällt auf, auch die Nennung der (teuren) Hotels und die Liste der Monumente wirkt zufällig, oberflächlich und in keinem Fall der kulturellen Dichte an Sehenswürdigkeiten, die es in Deutschland zu sehen gibt, angemessen. Zwar könnte man einwenden, dass eine Auswahl eben immer nur ein winziges Spektrum zeigen kann, aber fünf Edelhotels neben Sylt, dem Oktoberfest und eine Kutschfahrt in Bayern als Orte und Sehenswürdigkeiten zu bezeichnen, die man unbedingt gesehen haben muss, ehe man stirbt, ist schlicht dämlich zu nennen. Oder eben genau das, was es ist: eine Recherche von Amerika aus, ohne Deutschland besucht zu haben oder sich über das enorme Spektrum an Orten informiert zu haben, die es lohnt, auf einer Reise gesehen zu haben. Zwar ist es keine Überraschung, dass in einem amerikanischen Führer das Oktoberfest und Bayern als wichtig, typisch deutsch und unabdingbar für einen reisenden Amerikaner klassifiziert zu sehen, peinlich bleibt es aber dennoch - zumal bei einem so hochtrabenden Titel.

Auch sämtliche anderen Kontinente und Gebiete bekommen rein aus amerikanischer Sicht einen Stempel: typisch, wichtig, tauglich für Amerikaner. Einzig die lange Liste aus dem Mutterland dieses Führers ist interessant, abwechslungsreich und mit Überraschungen gespickt. Zwar könnte dies eine deutsch zentrierte Sicht sein und jeden Amerikaner schaudern lassen, aber in dieser Hinsicht kann man den Führer wenigstens in seiner deutschen Ausgabe nicht als völlig missraten bezeichnen.

Kaufen sollte man dieses Buch nicht. Warum nicht im Internet recherchieren und sich für die gewünschten Reiseziele Informationen kostenlos zusammenstellen? Hier erhält man unendlich viel mehr sinnvolle Tipps als aus diesem Führer - wenn nötig auch so stark gekürzt, dass nur mehr eintausend Ziele übrig bleiben.


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