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Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 12 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Wie viel Wahrheit erträgt, wie viel Wahrheit wagt ein Geist? (5 von 5 Punkten) schreibt J.". Dieser Satz war der Wertmesser von Nietzsche. Dieses Buch ist sein letztes Werk und gibt kurz einen Abriß über seine Lebensprägung und sein Leben und er gibt Erklärungen zu allen seinen großen Werken ab. Für ihn war Philosophie ein freiwilliges Leben im Eis und Hochgebirge- das Aufsuchen alles Fremden und Fragwürdigen im Dasein. Durch das umstellen der Perspektiven gelangte er zu einer Umwertung der Werte. Seine Humanität war für ihn eine ständige Selbstüberwindung. Wie im Zarathustra geht es auch um den "Rückzug" um die Einsamkeit und die Reinheit, für ihn ist allein die "Luft der Höhe" eine starke Luft. Der Leser erfährt von seiner Wertschätzung und Liebe zu Pascals Werk Gedanken. Meisterwerke der Philosophie und er fühlte sich sonst nur bei den Gedanken des griechischen Philosophen Heraklit Fragmente. Griechisch und deutsch so richtig wohl. Sein Buch Morgenröte ist der Beginn eines Feldzuges gegen die Moral. Wie er so schön sagte: "Ach, ihr Menschen, im Stein schläft mir ein Bild, das Bild der Bilder! Nun wütet mein Hammer grausam gegen sein Gefängnis. Vom Steins stäuben Stücke: was schiert mich das! Vollenden will ich`s, denn ein Schatten kam zu mir- aller Dinge Stilles und Leichtestes kam einst zu mir! Des Übermenschen Schönheit kam zu mir als Schatten: was gehen mich noch -die Götter an!...." Oder wie er sagte: "Götzen-Dämmerung- auf Deutsch: es geht zu Ende mit der alten Wahrheit..." Er liebt es eben reinen Tisch zu machen und verlangt wer ein Schöpfer sein will im Guten und Bösen, der muss ein Vernichter erst sein und Werte zerbrechen. Ein schönes Buch um Nietzsche etwas besser in einer Gesamtbetrachtung zu verstehen. (Sprech)Kunst (5 von 5 Punkten) schreibt A. aus Berlin Und da sag einer, ein Hörbuchsprecher müsse einfach nur sprechen und ablesen. Dieses Hörbuch zeigt, dass Vorlesen so viel mehr sein kann, wenn der, der liest, das Gelesene auch versteht. Axel Grubes Intonation zielt genau auf dieses Verstehen, das er seinem Zuhörer eröffnen will. Sehr, sehr außergewöhnlich, bedeutsam anders als das Einerlei der Agentur-Sprecher-Stimmen. Also: Viele Sterne für dieses wohlgelungene Werk. Nietzsche nicht zu greifen (2 von 5 Punkten) schreibt R.S. aus Frankfurt Wer sich im Nietzsche-Kosmos orientieren kann, braucht dieses Hörbuch nicht, das nur als eine sachte Einführung gemeint sein kann. Doch wer noch nicht einmal das Buch von Yalom gelesen hat, Nietzsches wichtigste Ideen nur rudimentär vom Hörensagen und zufälligen Lesen anderer, auf ihn verweisende Werke kennt, wird hier auch nicht glücklich. Mich lässt diese Anthologie ratlos zurück. Ich erhasche einen kurzen Blick hinter den Vorhang, der mir ganz schnell wieder vorm Gesicht zugezogen wird. Die Brief-Fragmente zu Beginn sind am ehesten dazu geeignet, die widersprüchliche, menschenferne Persönlichkeit des Pferdeumarmers anzuleuchten. Dann folgen Passagen aus "Ecce homo" und anderen Quellen, die ich vier oder fünf Mal vernommen habe (habe mir demnach Mühe gegeben), aber mir ist absolut unklar, warum gerade diese den Mann und seine Philosophie auch nur im Ansatz verstehbar machen sollen. Mir erscheint das wie mit dem Zufallsgenerator ausgewählt. Nicht einmal angetippt werden - so mein Eindruck - wesentliche Fragestellungen, die ansonsten bei der Erwähnung Nietzsches in Readern zur Philosophie zur Sprache kommen. Man muss demnach auf volles Risiko gehen und sich zum Beispiel die Volltextlesung von "Ecce homo" geben. Das kostet zwar um einiges mehr, man wird auch nicht alles begreifen, aber es ist der einzig richtige Weg, wenn man sich Nietzsche hörend nähern will. Axel Grube ist ein Vorleser vielleicht nicht vom Rang eines Christian Brückner, aber weit entfernt ist er von ihm auch nicht. An seinen eher zögerlichen, zweifelnden Stil muss man sich gewöhnen. Seine wie von Fragen durchsetzten Lesungen von Kafka-Erzählungen sind sicherlich nicht jedermanns Sache. Ansonsten ist onomato eine ganz wunderbare, inspirierende Unternehmung, die Verpackungen eigensinnig und eigenschön, und die experimentellen, elektronischen Klangschnipsel (bei der besprochenen CD), aphoristische Gedankenstriche, wundern mich kein bisschen, haben mir fast noch am besten gefallen. »Zarathustra« gab ich 5 Sterne... (2 von 5 Punkten) schreibt S.B. "Ecce homo" ist das autobiographische Werk Friedrich Nietzsches. Die zentralen Themenkomplexe sind die "Umwertung der Werte" und Nietzsches Interpretation des dionysischen Prinzips. Nietzsche arbeitete an dem Werk von 1888 bis zu dem manifesten Ausbruch der Geisteskrankheit 1889. Noch heute ist die Einflussnahme dieser Erkrankung auf "Ecce homo" umstritten. Meine persönliche Meinung zu dem Thema, nach Lesen des Buches: Hier schreibt nicht der Nietzsche, den man aus "Also sprach Zarathustra" kennt, sondern ein auf schaurige Art gealterter, gebrochener und vereinsamter Mensch. So fehlt es Nietzsches Argumentationsstrukturen zum Teil an Klarheit. Ohne ein breiteres Wissen über das Gesamtwerk sind zahlreiche Passagen wohl noch schwerer nachzuvollziehen, als ohnehin schon der fall ist. Bei Beginn der Lektüre bewundert der Leser Nietzsche noch für dessen selbstverliebte Arroganz, die auch aus der Titelgebung seiner Kapitel spricht. Nach spätestens der Hälfte des Buches wird jedoch realisiert, dass der Narzissmus für Nietzsche nur eine letzte Fluchtmöglichkeit darstellte, nachdem er mit fast allen wichtigen Persönlichkeiten in seinem Leben gebrochen hatte. Mehr und mehr verliert sich Nietzsche in "Ecce homo" so in Selbstrechtfertigungen. War Nietzsche vor diesem Werk noch der brillante Kritiker, so gerät er hier mit seinen ständigen Selbstrechtfertigungen arg in die Defensive. Der verteidigende Standpunkt war für Nietzsche zwar nichts neues (bekanntlich ist er nicht gerade selten angeeckt). Nach den zahlreichen Brüchen (und einsetzenden Ausbrüchen) wirkt sein Standpunkt jedoch geschwächt und unglaubwürdig. So krittelt Nietzsche in "Ecce homo" wild gegen die ganze Welt: Die anderen haben Unrecht. Er hebt sich von ihnen ab und Recht. Wie er das herleitet (und vor welchem Hintergrund) ist zum Teil sehr fragwürdig. Ein wirklich schwer erträgliches Buch. Ecce homo - Wie man sich zu dem macht, was man sein möchte (4 von 5 Punkten) schreibt D.S. aus Uni Ka Das Wichtigste nun mal zu allererst: Irgendwie sind hier die Rezensionen ein wenig verwirrend. Hinter dieser ISBN steht meines Wissens nach ein Buch - kein Hörbuch. Ich habe auf jeden Fall ein gedrucktes Buch bekommen. Inhalt des Bandes sind Nietzsches 'Ecce homo' ist, sowie ein Vorwort von Raoul Richter und ein Nachwort von Ralph-Rainer Wuthenow. Im Vorwort, welches quasi historisch ist, erfährt man einiges über die Entstehung der vorliegenden Textfassung, da der Ecce-homo-Text nicht druckfertig wurde, bevor Nietzsche seinen Zusammenbruch erlitt. Dies ist für den Erstleser insofern möglicherweise hilfreich, als dass er so einen Einblick in die Umstände der Entstehung des Werkes bekommt. Für Leser die tiefer in die Materie eingearbeitet sind können sich eventuell interessante zeitliche Zusammenhänge auftun und wer keinen Nerv für Vorwörter hat, verpasst auch nichts, wenn er es überspringt ... Nietzsches Leben bestand aus ständiger Selbstbeobachtung und Beschreibung. Schon als Jugendlicher schrieb er autobiografische Texte. Kurz vor seiner geistigen Umnachtung versuchte sich Nietzsche hier noch einmal selbst zu erklären. Aber, hier ist vorsicht geboten: Der Autor nimmt hier durchaus keine Rücksicht auf historische Korrektheit. Nietzsche, der sagte man müsse an einer Seite Text wie ein Bildhauer arbeiten, arbeitet hier an seinem Leben wie ein Bildhauer um jeder relevanten Begebenheit das Pathos eines Kunstwerks zu verleihen und alles Makelhafte zu beseitigen beziehungsweise vergessen zu lassen. Beinahe witzig, aber eher aberwitzig lobt sich Nietzsche hier in höchsten Tönen (und damit meine ich 'höchste Töne' - er hebt sich mitunter auf eine Stufe mit den Göttern) und erklärt warum er sich so lobenswert findet. Anschließend betreibt er noch nachträgliche Korrekturen an seinen alten Schriften, in dem er deren Bedeutung und wichtigsten Inhalt quasi nochmal zusammenfasst. Das alles geschieht aber aus der aktuellen Perspektive, indem er die Inhalte schlicht umdeutet. Trotz aller inhaltlichen Absurdität schafft es Nietzsche durchaus, auf Grund seiner überlegenen Rhetorik, den Leser zu faszinieren und zu beeindrucken. Sein Stil ist unvergleichlich und begeisternd im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders zu gefallen weiß das letzte Kapitel 'Ruhm und Ewigkeit', welches ganz großartig den 'euphorischen Tenor', welcher sich die ganze Zeit am Rande zur Lyrik befindet entgültig in Lyrik verwandelt. Nietzsche ist für mich eher Poet als Philosoph. Als esoterische Lebenshilfe eignet sich Ecce homo allerdings eher nicht. Nietzsches Beschreibungen, was gutes Klima ist und vor allem was gute Ernährung entbehren nicht einer gewissen Lächerlichkeit! Das Nachwort dann bildet einen schroffen Bruch zum Ton des Primärtextes und wirkt befremdlich sachlich nach der Lektüre. Trotzdem war es für mich ein echtes Highlight, da Wuthenow weiß wovon er redet und quasi den Text seiner schönen stilistischen Maske entledigt und somit den kritisch einen Blick auf den Inhalt wirft. Ich möchte dem hier allerdings nicht vorgreifen. Mit Fazit: Schöne Ausgabe mit gutem Nachwort. Allerdings eher für Nietzsche-Interessierte. Einsteiger sollten vielleicht an anderer Stelle in den faszinierenden Gedankenkosmos Nietzsches einsteigen.
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