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Clausewitz berühmtes Postulat vom "Krieg als bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" ist längst zum Gemeinplatz mutiert; viel gelesen, oft zitiert, aber selten verstanden. Clausewitz hat das Primat der Politik theoretisch begründet; hat Ziel, Mittel und Zweck des Krieges als Instrument der Politik definiert: "Der Krieg ist ein Akt der Gewalt um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen". Es gilt, "den Gegner niederzuwerfen und dadurch zu jedem fernern Widerstand unfähig zu machen". Eine Politik, die sich dem Mittel des Krieges verweigert, kann folglich nicht erfolgreich sein, da sie erpreßbar ist. Aber der Krieg sollte immer die Ultima ratio der Politik sein. Denn - so Clausewitz - er ist eine grausame und blutige Angelegenheit, und ein Erfolg setzt den unbedingten Willen zum Sieg voraus. "Nun könnten menschenfreundliche Seelen sich leicht denken, es gäbe ein künstliches Niederwerfen des Gegners ohne zu viel Wunden zu verursachen. Wie gut sich das auch ausnimmt, so muß man doch diesen Irrtum zerstören, denn in so gefährlichen Dingen, wie der Krieg eins ist, sind die Irrtümmer, welche aus Gutmütigkeit entstehen, grade die schlimmste". Einen "sauberen Krieg" gibt es nur in den Hirnen der PR-Strategen. -Stephan Fingerle Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 25 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Fachmännische Kost (4 von 5 Punkten) schreibt P.K. Das Buch ist in seiner ganzen Fülle eine Pflichtlektüre für Interessenten der Militärgeschichte. Durch diese ausführliche und vollständige Beschreibung von Strategie und Taktik, Armeen und Truppen, Versorgung und Verpflegung, Angriff und Verteidigung bekommt man das erste Mal einen wirklichen Überblick über die Komplexität von Kriegsführung. Einen gutes Buch das erst Mals jedweden Aspekt des Militärs behandelt. Nur für Eingeweihte (5 von 5 Punkten) schreibt G.G. aus Torgelow Es ist ein tolles Buch. Wer allerdings nicht in der Materie steckt wird nach den ersten Seiten aufgeben. Vom Kriege (5 von 5 Punkten) schreibt T.H. Kann dieses Buch jedem empfehlen der sich mit Clausewitz mehr oder weniger intensiv beschäftigen möchte. Ich habe ungefähr ein halbes Jahr mit dieser Ausgabe des Rowohlt Verlages gearbeitet (Facharbeit) und muss sagen das sie einen relativ leichten Zugang zu den doch sehr Komplexen und ausschweifenden Theorien CLausewitz ermöglicht. Die 8 Bände wurden teilweise um veraltete Kapitel und um einige Exkurse gekürzt, was das Verständnis allerdings in keinster Weise beeinträchtigt und das lesen erheblich erleichtert.Im Anhang findet man einige Artikel/Abhandlungen zu Clausewitz und Vom Kriege, was ich persönlich sehr hilfreich fand. Wer allerdings das Ganze ungekürzte Werk lesen oder eine cool aussehende Ausgabe fürs Bücherregal sucht sollte sich lieber anderweitig umsehen. Ein Klassiker, ein Meilenstein, ein Muss (5 von 5 Punkten) schreibt M.P. Ein Klassiker der bis heute in Deutschland nur wenig Beachtung findet, während er in den USA, UK, Rußland und China schon seit langem Standardwerk an allen Militärakademien und philsophischen Seminaren ist. Obwohl unvollendet und fast 180 Jahre alt bleibt dieses Werk bis heute lesenswert und erkenntnisreich. Doch ich will lieber einen älteren Rezensenten sprechen lassen. Folgendes stellt eine Rezension von Vom Kriege aus dem Jahr 1832 dar, welche in der preußischen Militair-Literatur-Zeitung erschien. Aber diese Quelle, deren kristallene Fluten über reine Goldkörner strömen, fließt in keinem flachen, jedermann zugänglichen Bett, sondern in einem engen, von gigantischen Ideen eingeschlossenen Felsentale, an dessen Zugängen der hohe Geist Wache hält wie der Cherub mit dem Schwerte und jeden zurückweist, der um den gemeinen Preis flüchtigen Gedankenspiels Eingang begehrt. Wie wahr, wie wahr ! Harter Tobak (5 von 5 Punkten) schreibt B. Es ist nicht einfach zu lesen, dieses Buch zur (militärischen) Strategie. Manch einer, der sich eine lockere Lektüre erhoffte, wird es daher schnell enttäuscht zur Seite legen. Zugegebenermaßen muß man einige Passagen mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Die Brillanz der Gedankengänge erschließt sich einem nicht gleich beim ersten Überfliegen. Harter Tobak, aber dennoch sehr lesenswert. Für Führungskräfte in Wirtschaft und Politik sollte es Pflichtlektüre sein. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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