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Nach 20 Jahren Heimlichkeiten, vor der Familie, den Freunden, dem Ehemann und ihren Kollegen. Sie spielte ihre Rolle perfekt: die attraktive Geliebte, die erfolgreiche Geschäfts- und die sorgende Ehefrau. Jahrelang blieb sie auf der Suche, orientierte sich immer wieder neu, kämpfte, um sich zu befreien. Aber viele Jahre erfolglos. Lange hat sie sich geschämt und von der Welt zurückgezogen. Jetzt aber ist sie überzeugt, dass es wichtig ist, ihre Erfahrungen weiterzugeben. Lange hat sie mit sich gerungen, ihre Krankheit öffentlich zu machen, auch nachdem sie geheilt war. Schonungslos beschreibt die Autorin die Ursachen ihrer Krankheit, erzählt von ihrer Kindheit, ihren Ängsten, dem schleichenden Beginn ihrer Sucht und von den Versuchen ihr zu entkommen. Bulimie (Ess- und Brechsucht) haben über eine Million Mädchen und zunehmend auch Jungen in Deutschland. Und was meist verschwiegen wird: 20 Prozent der Betroffenen sterben an dieser Krankheit, auch wenn als Todesursache etwas Anderes bescheinigt wird. Christina Didszun macht mit ihrem Buch Mut, auch in den bittersten Stunden der Krankheit nicht aufzugeben. Detailliert beschreibt sie ihre Suche nach sich selbst, erzählt von den unterschiedlichsten Methoden, sich von der Krankheit zu befreien, bis sie endlich ihren Weg zur Freiheit gefunden hat. Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 21 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) kein reines bulimie-buch (3 von 5 Punkten) schreibt R. das buch ist ganz gut. man sollte es allerdings nicht alle paar tage mal lesen, weil man so sehr schnell durcheinander kommt. ausserdem befasst sich das buch nicht ausschließlich mit dem thema bulimie, eigentlich sogar eher weniger. schade für mich, da ich es aus diesem grund gekauft habe. ansonsten ist es ganz ok Fesselnde Lebensgeschichte - lehrreich für Dein Leben! (5 von 5 Punkten) schreibt S. Innerhalb von vier Tagen hatte ich dieses spannende Buch verschlungen. Die Lebensgeschichte einer Frau, fesselnd und lebendig geschrieben. Schonungslos und wahrheitsgetreu wird ihr Weg, angefangen als sie noch ein Baby war, bis hin zur erwachsenen Frau, geschildert. Als Karrierefrau, die stark scheint, es aber in Wirklichkeit nicht ist, schafft sie es, 20 Jahre lang ihre Eßstörung vor allen Menschen zu verbergen. Als sie dann anfing, den Weg zu sich selbst zu finden, sich und ihren Körper wahrzunehmen, gelang ihr der Weg in die "Freiheit". Dieses Buch ist nicht nur für Menschen, die an Eßstörung leiden, sondern für jeden, der sein Leben bereichern möchte. Ich freue mich schon auf das zweite Buch von Christina! Der Titel lautet "Rendevous mit dem Leben". Es ist ab September 2010 erhältlich. Viel Spaß beim Lesen! Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und bewusster macht (5 von 5 Punkten) schreibt M.R. aus Berlin Habe mich beim Lesen oft gefragt, wieviel Schmerz kan ein Mensch, kann eine Seele ertragen? Auch wenn ich mich manchmal beim Be- und Verurteilen von im Buch benannten Personen erwischte, so macht die Autorin sehr deutlich, das man für ALLES, was einem im Leben passiert, selbst verantwortlich ist. Das Buch regt auf unterhaltsame Weise an (obwohl sich solch eine Bezeichnung angesichts der beschriebenen Krankheit eigentlich verbieten würde), eigenes Verhalten zu hinterfragen und bewusster durchs Leben zu gehen. Sich voller Leichtigkeit dem Leben anvertrauen und aufhören, gegen sich selbst zu kämpfen - das ist das, was ich für mich aus der Leidensgeschichte der Autorin mitgenommen habe. Selten habe ich ein Buch so zügig ausgelesen. Christina Didszun: "Als der Schmerz aufhörte die Seele zu essen" (5 von 5 Punkten) schreibt G.P. Christina Didszun schildert in ihrer Biografie "Als der Schmerz aufhörte, die Seele zu essen" ihren Weg aus der Sucht Bulimie, die sie mehrere Jahrzehnte lang begleitete. Sie erzählt, wie sie die Krankheit erst ignorierte, dann bekämpfte, und schließlich akzeptieren lernte und dadurch überwand. 20 Jahre lebte sie in der Zerrissenheit zwischen einem perfekten Äußeren und innerlichem Chaos. Sie schaffte es, die Krankheit sogar vor den Menschen zu verbergen, die ihr am nächsten standen und drohte, sich selbst zu verlieren. Mit dem Entschluss, sich den eigenen Ängsten zu stellen, begann schließlich ein langer und schmerzvoller Weg in die Freiheit, auf dem sie nach und nach lernte, die Blockaden ihres Verstandes aufzugeben und sich auf sich selbst einzulassen. Das Ungewöhnliche an diesem Buch ist nicht das Schicksal der Autorin - auch wenn es viel Schweres beinhaltet. Die Kindheit etwa, die sie zum größten Teil bei den Großeltern verbrachte, da ihr Vater das Kind als störend empfand. Oder die Minderwertigkeitsgefühle des pubertierenden Mädchens, dass seine Figur nicht akzeptieren kann; die vielen missglückten Beziehungen zu Männern, die ihr nicht gut taten. Doch das wirklich Besondere und Bewegende an dieser Biografie ist für mich der unverstellte Blick, mit dem Christina Didszun ihr Leben betrachten kann. Sie hat den Mut, genau hinzuschauen und dem Impuls zu widerstehen, sich vom Traurigen abzuwenden oder es zu beschönigen. Sie erinnert alle schmerzvollen Situationen in einer Genauigkeit, die dem Leser das Gefühl vermitteln, diese Frau habe Ungeheuerliches erlebt. Und das hat sie wirklich, denn sie hat die Momente der Frustration und des Schmerzes nicht verdrängt, sondern in aller Tiefe empfunden, ja regelrecht ausgeschöpft. Christina Didszun macht mit ihrer Biografie auf schlichte und authentische Weise deutlich, dass aus dem Akzeptieren der eigenen Schwäche erst die Stärke erwächst, das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Ihre Fähigkeit, sich der eigenen Verletzlichkeit und dem eigenen Leid mutig zu stellen, hat ihr den Weg aus der Sucht eröffnet. Ihre Ehrlichkeit hat mich sehr berührt. Ein beeindruckendes Buch für ... eigentlich jeden, der den Wunsch nach Freiheit spürt. gründliche Ursachenbeschreibung & alternative Heilungsmethoden (3 von 5 Punkten) schreibt S. Ich muss mich selbst zu den Betroffenen essgestörten Verhaltens zählen und aufgrund des positiven Ausgangs der Krankengeschichte von Christina Didszun wurde ich auf ihr Buch "Als der Schmerz aufhörte, die Seele zu essen" aufmerksam. Während des Lesens fiel mir immer wieder auf, dass ich vergas, worum die Handlung sich ursprünglich drehen sollte: Um die Ess-Störung der Autorin. Denn diese findet man in der ersten Hälfte des Buches nicht wieder. Weit über die Hälfte des Buches beschäftigt sich mit der Lebensgeschichte von Christina Didszun, die rückblickend Ursache und Entstehung ihrer Erkrankung wiederspiegelt. Der Suche nach Gründen ihrer Ess-Störung und der Entwicklung dieser wurde viel Raum gegeben, der dann für die Auseinandersetzung und für die Schilderung des Lebens mit ihr fehlte. Zum Grundverständnis des Krankheitsbildes trägt diese ausführliche Spurensuche sicherlich bei, allerdings nimmt sie kaum Bezug zur Erkrankung selbst. Das ist schade, denn so liest sich das Buch eher wie ein gewöhnlicher Frauenroman, der von der großen Liebe zu einem verheirateten Mann erzählt, was schön mitzuerleben ist, aber eben nicht den Erfahrungsreichtum der Autorin weitergibt. Ihr essgestörtes Verhalten wird nur am Rande erwähnt und Leser, die mit dieser Krankheit weniger vertraut sind, werden die Andeutungen gar nicht als solche wahrnehmen. Beispielsweise hat(te) die Autorin eine typische bulimische Persönlichkeit, was dem Laien allerdings verborgen bleibt, weil es ihm nicht bewusst gemacht wird, da auf allgemeine Hintergrundinformationen zu Ess-Störungen verzichtet wurde. Innenansichten und Krankheitserleben Betroffener werden nicht näher beschrieben, wodurch das wirkliche Leid dahinter gar nicht zu ermessen ist. Den Weg der Heilung, den Christina Didszun für sich gewählt hat und für sie offensichtlich auch der richtige war, ist vielleicht eine Anregung für andere Betroffene, wird aber sicherlich nur bei wenigen von ihnen ähnlichen Erfolg hervorbringen können, wie es bei der Autorin der Fall war, die auf einmal merkte, dass sie sich seit Monaten nicht mehr willentlich erbrochen hatte. So plötzlich und mühelos können leider nur wenige ihre Ess-Störung hinter sich lassen. Im Gesamten gesehen ein Buch, dass für Betroffene und eher für Leser geeignet ist, die schon Wissen über das Krankheitsbild Ess-Störung erworben haben und sich die Zusammenhänge selbst zusammenreimen können. Für Angehörige Betroffener weniger empfehlenswert, weil sie nicht auf die gewünschten Informationen treffen und nicht die nötigen Einblicke in das Seelenleben essgestörter Menschen erhalten werden. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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