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Leserbewertungen: Im Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 31 Bewertungen) Kommentare von Lesern: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) immer aktuell! (5 von 5 Punkten) schreibt A.A. zeitlos und aktueller denn je ist dieses Buch! Gegen die momentan wieder kausierenden Fakten von Pädophilie und Maßlosigkeit der Kirche hülfe nur eins: Das Christentum, um unserer Kinder und unser aller Zukunft Willen doch endlich abzuschaffen. So würde nicht nur die größte Glaubensgemeinschaft den beiden anderen monotheistischen Religionen (Judentum und Islam) mit gutem Beispiel vorangehen, sondern es gelänge zudem noch die Wissenschaft mit Sieben Meilen Stiefeln voranzutreiben, sowie unsere geistige Evolution zu beschleunigen! Fridrich Nietzsche Antichrist (4 von 5 Punkten) schreibt D.B.S. Wenn man die ersten 10 Seiten dieses Buches geschafft hat, seine eventuell durch Aufklärung und Humanismus geprägte Ethik während des Lesens ausklammern kann, ist der Inhalt dieses Buches eine in sich sehr logische Auseinandersetzung Dogmen (nicht rational beweisbarer Behauptungen) bedingter Machtansprüche gegen Erkenntnisse aus Naturbeobachtung und dem Primat der wissenschaftlich belegten Erkenntnisse. Unter diesen Umständen sehr lesenswert Religionskritik aus philosopischer Sicht (5 von 5 Punkten) schreibt K.P. Die Hauptthese der Abhandlung lautet, das Christentum sei eine nihilistische, die natürlichen Antriebe des Lebens schwächende oder sogar vernichtende Religion. Der "Umwerther" habe diesen Grundcharakter des Christentums aufzudecken, ihn auch in seinen modernen Verkleidungen als Sozialismus, Emanzipationsbewegungen usw. zu entlarven, und schließlich alles "Christliche" im weitesten Sinne zu bekämpfen. Die Analyse wird von der zentralen Einsicht des späten Nietzsche geleitet, daß Leben wesentlich "Wille zur Macht" sei, das heißt ein fortwährendes Über-sich-hinaus-Streben. Kriterium für Entlarvung und Kampf ist das siegreiche, aufsteigende Leben, in Nietzsches Sprache: Stärke und Wohlgeratenheit. Auf das kurze Vorwort und eine Art Einleitung folgt eine erste Attacke gegen das Christentum und gegen die nach Nietzsches Meinung ganz im Banne der platonisch-christlichen Moral stehende Hauptlinie der abendländischen Philosophie. Beide seien wesentlich Projektionen einer zweiten, geistigen Welt aus dem Ressentiment der Schwachen, um die reale Welt zu denunzieren und die Starken an der Entfaltung zu hindern. In einem Einschub hebt Nietzsche den Buddhismus vom Christentum ab: auch er sei zwar eine nihilistische, aber keine Ressentiment-Religion. Die drei folgenden Abschnitte behandeln Phasen der Entwicklung des Christentums. Zunächst stellt Nietzsche, im Gegenzug zur Behauptung eines "arischen Christentums" durch zeitgenössische christliche Antisemiten, die enge Zusammengehörigkeit von Christentum und Judentum heraus. Das Judentum habe seit dem Exil mit der Verfälschung ("Entnatürlichung") aller natürlichen Werte begonnen, das Christentum habe diese Tendenz radikalisiert, indem es auch noch die nationale Gemeinschaft ablehnte. Das nächste Stück gilt der vielbeachteten "Psychologie des Erlösers", in der Nietzsche Typus und Lehre Jesu zu rekonstruieren sucht. Er stellt diesen dem historischen Buddha an die Seite, da beide sich seiner Meinung nach den Kämpfen und Leiden dieser Welt entzogen haben, um ganz in einer inneren Realität zu leben. Von der "Schuld", Stifter des Christentums gewesen zu sein, spricht Nietzsche Jesus frei; wer ihm deswegen eine "geheime Sympathie" für Jesus unterstellt, läßt aber außer acht, daß dieser für ihn sogar eine fortgeschrittenere Stufe der décadence verkörperte. Zuletzt geht Nietzsche auf die eigentliche Entwicklung des Christentums ein, die mit Paulus begonnen habe. Das Fazit leitet er durch eine "Psychologie des >Glaubens Nietsche Der Antichrist (4 von 5 Punkten) schreibt U.N. Ich wollte einfach einmal ein Buch von Nietsche lesen um etwas mehr über seine Person zu erfahren.Das Buch ist sehr anstrengend zu Lesen. Definitiv keine Unterhaltung vor dem Schlafen gehen. Doch finde ich viele Gedanken Nietsches zur Religion im Allgemeinen und Christentum im Besonderen sehr spannend. Obwohl der Mensch Nietsche in seiner Überheblichkeit nicht gerade nach meinem Geschmack ist würde ich es dennoch allen empfehlen die am Thema Interessen haben. grenzenlose Polemik (4 von 5 Punkten) schreibt P.B. aus Mönchengladbach Zunächst sei gesagt, dass Nietzsches Werk keine sachliche Abhandlung über das Christentum ist. Es gibt zwar einige gute Denkanstöße doch größten Teils findet man im Buch polemische Rundumattacken gegen die sog. Buchreligionen: Christentum, Judentum und Islam. Was den Wert des Buches allerdings nicht im geringsten schmälert. Noch nie habe ich mich bei einem philosophieschem Werk dermaßen amüsiert. Nietzsche hat es verstanden das Christentum bissig zu kritisieren. Das dieses Buch nicht ganz ernst gemeint sein kann, wird dem Leser spätestens an Nietzsches Einstellung zum Judentum klar. Zwar verurteilt er den Antisemitismus, bedient sich seiner Klischees aber ohne scham, wenn es darum geht das Judentum als Vorläufer des Christentums zu diskreditieren. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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