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Clint Eastwoods Gran Torino, ein bescheidener Film, der während einer Flaute bei der Postproduktion seines eleganten Der fremde Sohn entstand, wurde relativ leise in die Kinos gebracht und bläst nach wie vor all jene Filme an den Kinokassen hinweg, die als Oscar-Kandidaten gehandelt werden und liefert dem achtundsiebzigjährigen Hauptdarsteller die besten Kritiken seiner Schauspielkarriere. Sowohl der Film als auch seine Darstellung sind völlig raffiniert ? beginnen mit einer trügerischen Einfachheit und entwickeln sich dann zu etwas Komplexem, Kraftvollem und überraschend Sanftem. Ebenso wie Erbarmungslos Eastwoods Erbe innerhalb des Western-Genres tragisch beleuchtete, kommentiert Gran Torino das städtische Erbe von Dirty Harry und seiner gewalttätigen Spießgesellen. Und zudem stellt der Film eine weise Meditation über Amerika innerhalb eines bestimmten Augenblicks seiner Geschichte dar, in Hinblick auf die Rassenkonflikte, die Wirtschaft, den Geist. Man könnte das Ganze eine Botschaft "zur Lage der Nation" nennen. Aber nur mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen. Der letzte Dirty Harry ist in Wirklichkeit ein knurriger Walt: Walt Kowalski (Eastwood spielt einen Senioren), Witwer, Veteran des Koreakriegs, Automechaniker im Ruhestand und der letzte weiße Bewohner seiner Nebenstraße in Detroit. Es ist schwer zu sagen, wer ihm mehr auf die Nerven geht: seine eigene Verwandtschaft (ein ziemlich blöder Haufen) oder die Hmong-Familien, die seine neuen Nachbarn sind. Kowalski ist Rassist, denn es kam ihm nie in den Sinn, warum er keiner sein sollte. Außerdem ist das gemeinsame Herumhacken auf ethnischen Vorurteilen der Dreh- und Angelpunkt zwischen ihm und seinen Arbeiterklasse-Kumpels. Die Umstände ? und zwei junge Leute aus dem Nachbarhaus, die schlagfertige Sie (Ahney Her) und ihr von Konflikten geplagter Bruder Thao (Bee Vang) ? wollen Walt in eine neue Gemeinschaft einführen und feiern ihn als Helden, nachdem er gegenüber ein paar Rabauken seine Knarre zieht. Doch der Gang der Dinge wird den Zuschauer immer wieder aufs Neue verblüffen. Eastwood entschied sich dafür, seinen Film im wirtschaftlich gebeutelten Detroit zu drehen ? eine kluge Entscheidung, denn seine Vorstellung von Walts Welt in klassischer Handschrift ist das, was wirklich zählt. Jedes Stück Rasen, jede Terrasse, jeder Kellerraum trägt zur Geschichte bei ? vor allem die Werkstatt/Garage, in der der Gran Torino steht, den Walt während einer besseren Zeit einstmals montieren half. Dies ist ein bemerkenswerter Film. --Richard T. Jameson
Walt Kowalski hat sein Leben lang in der Autofabrik gearbeitet. Als Rentner fällt ihm nicht viel mehr ein, als ein paar Reparaturen am Haus auszuführen, Bier zu trinken und einmal im Monat zum Frisör zu gehen. Obwohl seine inzwischen verstorbene Frau sich wünschte, dass er zur Beichte geht, hat Walt nichts zu beichten ? einst ist er verbittert aus dem Koreakrieg zurückgekehrt, nach wie vor säubert er regelmäßig sein M-1-Gewehr und hält es schussbereit. Er traut niemanden ? wenn er etwas zu beichten hätte, würde er es nur seinem Hund Daisy gestehen. Seine früheren Nachbarn sind entweder weggezogen oder gestorben. Jetzt wohnen in seiner Umgebung Migranten des Hmong-Volks aus Südostasien, die er nicht ausstehen kann. Alles, was er um sich herum wahrnimmt, macht ihn wütend: die schiefen Regenrinnen, die verfilzten Rasenflächen und die Ausländergesichter in der Nachbarschaft; das perspektivlose Leben der jugendlichen Hmongs, Latinos und Schwarzen, die das Viertel wie selbstverständlich für sich beanspruchen; seine erwachsenen Kinder, die er als unreif erlebt und die ihm fremd geworden sind. Wa Bis jemand eines Nachts seinen 1972er Gran Torino zu klauen versucht.
Weil Thao und seine Familie nachdrücklich auf ihre Zuwendung bestehen, lernt Walt seine Nachbarn mit anderen Augen zu sehen. Aber auch über sich selbst denkt er nach. Die Asiaten sind vor einer grausigen Vergangenheit geflohen und schließlich in der amerikanischen Provinz gelandet ? sie haben mehr mit Walt gemeinsam als seine eigenen Verwandten. Erstmals seit dem Krieg leistet er Erinnerungsarbeit, gegen die er sich rigoros abgeschottet hatte? ähnlich wie er den Gran Torino im Dunkel seiner Garage konserviert hat. Kundenbewertungen: Im Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 270 Bewertungen) Kommentare von Kunden: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Muss man gesehen haben (5 von 5 Punkten) schreibt G.M. Mit Perfekt ist denke ich schon alles Gesagt ein genialer Film mit Clint Eastwood wie man ihn kennt! Definitiv einer der Besten Filme der vergangenen Jahre muss man gesehen haben! Da muss man erstmal schlucken. (5 von 5 Punkten) schreibt u. Wahnsinn. Ein Film bei dem man noch einige Minuten nach dem Abspann vorm TV sitzt und nachdenkt. Mehr braucht es nicht an Text in dieser Rezension. Gran Torino - Ein Film vom Weltklasseformat (5 von 5 Punkten) schreibt T.E. Clint Eastwood's Gran Torino zählt zu den besten Filmen aus den letzten 10 Jahren. Ich habe schon lange keinen Film mehr von dieser Qualität gesehen. 6 Sterne! Einfach Klasse (5 von 5 Punkten) schreibt R.J. Super Film mit einem bewegenden Hintergrund und flotten Sprüchen - Für mich einer der besten Filme die ich kenne - Für den Preis ein echtes Must Have - Die Qualität der Blu Ray ist exellent eine richtige Augenweide Nicht nach 20 Uhr anschauen!!! (1 von 5 Punkten) schreibt J.K. aus Hannover Ich habe mir den Film wegen der sehr Guten Rezension gekauft!!! War ein fehler... So ein langweiliger Film, den darf man nicht nach 20 Uhr anschauen(90% einschlaf-garantie). Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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