Ein Hauch von Zen 1+2 (2 Disc Set)

Feng Hsu, Yueh Sun, Chun Shih

DVD
Ausgabe vom 3. September 2009
Verkaufsrang: 5743 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 4260181980843
ASIN: B002I1XGGO (Amazon-Bestellnummer)
Ein Hauch von Zen 1+2 (2 Disc Set) - Feng Hsu, Yueh Sun, Chun Shih
Ein Hauch von Zen - Teil 1+2 DV


Bilder so schön, wie sie das zeitgenössische Kino heute kaum noch kennt: Das Martial-Arts-Meisterwerk Ein Hauch von Zen besticht durch seinen einmaligen Ausdruck und eine Ästhetik, die ihresgleichen sucht. Kein Vergleich zur sonstigen Dutzendware aus den unzähligen Kampffilm-Fabriken Asiens. Regisseur King Hu (Dragon Inn, Regen in den Bergen), ein Vorreiter dieser so genannten Wuxia-Filme, schuf mit Ein Hauch von Zen einen ultimativen Klassiker des Genres: Dieser Film, der fast drei Jahre Drehzeit in Anspruch nahm, wurde erstmals 1971 veröffentlicht und erzielte ein großes, internationales Echo. Zu Recht: Dieser Streifen ist mehr als ein reiner Kung Fu-Film á la Bruce Lee. Er ist ein Historien-Fantasy-Eastern. Ein Meilenstein und Mitbegründer für eine ganze Reihe von Filmen wie A Chinese Ghost Story, das Oscar gekrönte Tiger & Dragon von Ang Lee oder Hero und House of Flying Daggers aus der Feder Zhang Yimous. Kult-Filme, die ohne ihr großes Vorbild King Hu nicht denkbar gewesen wären. Die einzigartige Verquickung von Schwertkämpfern, Schlachten, Soldaten- und Reiterkämpfen, die überwiegend an historischen oder pseudohistorischen Schauplätzen spielen, mit stark phantastischen Elementen, macht diese Art von Filmen so eindrucksvoll. Dazu kommt der sensationelle Einsatz von Wirework, zu dessen Erfindern Regisseur King Hu zu zählen ist: Diese Stunt-Technik lässt die Darsteller scheinbar schwerelos durch die Luft wirbeln. Die Schauspieler sind für die aufwändigen Kampfszenen an Drähten (Wires) befestigt, die für den Zuschauer unsichtbar bleiben. So gelingen Action-Kunststücke von damals noch nicht gekannter Qualität und Intensität: Menschen konnten nun den Gesetzen der Schwerkraft trotzen, mit Riesensprung zum Angriff übergehen oder im freien Flug über ihre Gegner hinwegschwirren. Sensationell. Von Ein Hauch von Zen zeigte sich sogar die Jury des Filmfestes in Cannes so beeindruckt, dass sie ihm als ersten chinesischen Actionfilm überhaupt, einen Preis verliehen.
Und auch die Story, ein echtes Epos, ist nicht von schlechten Eltern. Basierend auf einer alten Gespenstergeschichte, entwickelt Ein Hauch von Zen hochphilosophische Züge: Vor 500 Jahren, zur Zeit der Ming-Dynastie, lebt der gebildete, aber auch etwas naive Ku (Shih Chun) als Schreiber und Maler in der chinesischen Provinz.: Eines Tages tauchen drei Fremde in dem Ort auf, die sofort das Interesse des jungen Gelehrten Ku wecken: Der blinde Wahrsager Shih (Pai Ying), der Arzt Lu (Han Hsue) und das schöne Mädchen Yang (Hsu Feng), in das sich Ku sofort verliebt. Die drei leben zurückgezogen in einem verlassenen Fort, von dem es heißt, dass dort die Geister getöteter Soldaten herumspuken sollen. Doch das kann Ku nicht abschrecken. Unsterblich in Yang verliebt, verfolgt er die Fremden auf Schritt und Tritt und erfährt schon bald deren Geheimnis: Beide Männer sind ehemalige kaiserliche Generäle, die vor den Häschern des Geheimdienstes fliehen und auch seine geliebte Yang ist mit falscher Identität auf der Flucht. Ihnen auf den Fersen sind daher unzählige Agenten, um die Abtrünnigen zur Strecke zu bringen. So gerät Ku in einen blutigen Konflikt zwischen dem korrupten Obereunuchen des Kaisers und einer Gruppe von Widerständlern, die die Verbrechen des Eunuchen aufdecken wollen...erst die geistige Kraft eines buddhistischen Abtes kann die Kämpfe beenden. Chinesische Kampfkunst gepaart mit asiatischer Philosophie: Vielmehr kann man von einem Film dieser Art einfach nicht verlangen. Und als absolutes Highlight: Die allein 10-minütige Kampfszene im Bambuswald, die bis heute immer wieder von anderen Regisseuren als Inspiration benutzt wird.
Ein Hauch von Zen gilt als einer der einflussreichsten chinesischen Filme überhaupt. Das epische Format und die dynamischen Kampfszenen waren seinerzeit ohne Beispiel. Ein 171-minütiges Opus, das durch perfekte Inszenierung besticht. Er verbindet gleichzeitig die Elemente eines aufwändig ausgestatteten Historienfilm mit einer fantastischen Gespenstergeschichte, rasanten Schwertkämpfen und Zen-Buddhismus zu einer reizvollen Einheit. Kameratechnisch teils virtuos, verdichtet der Film die Handlungsmuster auf einer metaphorischen Ebene zu einer Fabel über Sinn und Zweck von Gewalt. Ein großes Werk.
Für alle, die glauben, Martial-Arts-Filme hätten nichts mit Kunst zu tun, seien von nun an eines Besseren belehrt: Ein Hauch von Zen 2 ? Regen in den Bergen ist definitiv große Film-Kunst. Regie-Legende King Hu (Ein Hauch von Zen, Come Drink with Me) kann man getrost als Hongkongs Antwort auf Akira Kurosawa (Die sieben Samurai, Yojimbo, der Leibwächter) bezeichnen. Seine Kung-Fu Filme haben so gar nichts von der sonstigen Dutzendware aus den unzähligen Kampffilm-Fabriken Asiens. Mit Werken wie Ein Hauch von Zen, der in Cannes als erster chinesischer Actionfilm überhaupt einen Preis gewann, schwang sich King Hu zu einem Vorreiter des gesamten Genres auf, ohne den Klassiker wie Tiger & Dragon von Ang Lee oder Zhang Yimous Hero nicht denkbar wären.
Und auch in diesem Streifen zeigt der Meister-Regisseur die ganze Palette seines Könnens: Ihm gelang 1979 mit Regen in den Bergen eine wunderschön gefilmte Parabel, die durch ihre leise Ironie, technische Raffinesse und Zen-taugliche Botschaft besticht. Neben den wunderschönen Landschaftsaufnahmen das absolute Highlight: Der visuell extrem beeindruckende Schluß - nicht weniger als Kampf-Kunst in höchster Vollendung.
Und auch in die Handlung packt Regisseur so Einiges: Der Abt des Drei- Schätze-Tempels ist alt und krank. Er will darum noch zu Lebzeiten einen Nachfolger ernennen. Aus dem ganzen Land reisen daher nun die Berater herbei, die erhoffen, einen Günstling als Nachfolger installieren zu können - denn alle haben es auf die Sutra-Schriftrolle von Tripikata abgesehen. Diese verspricht seinem Besitzer nämlich Allmacht. Zu denen, die sich die Rolle unbedingt unter den Nagel reißen wollen, zählt vor allem der Adelige Wa ( Sun Yueh). Dieser reist in Begleitung seiner Konkubine White Fox (Hsu Feng) an, bei der es sich in Wirklichkeit um eine Diebin handelt. Sein größter Konkurrent um die Gunst des alten Abtes ist General Wang (Tien Feng). Beide schenken sich nichts in dem Bemühen um den Abt und somit auf den Zugang zur magischen Schriftrolle. Beide staunen aber nicht schlecht, als der Abt noch einen weiteren Anwärter um seine Nachfolge ins Spiel bringt: Den ehemaligen Sträfling Chiu Ming (Tung Lam), der als Mönch um Aufnahme im Kloster bittet. Unterstützung erfährt dieser durch den reisenden Gelehrten Herrn Ho (Chun Shih), der für eine Zeremonie, in der Soldaten geehrt werden sollen, einen buddhistischen Text übersetzten muss. Schnell gerät dieser in den Strudel der Ereignisse, in dem sich die beiden weltlichen Widersacher in ihrer Gier um die Nachfolge des Abtes ihren Favoriten zu platzieren. Extrem skurril: Nach einem Trinkgelage verliert Ho sein Bewußtsein und als er zwei Tage später wieder erwacht, ist er mit der jungen Tochter einer Dame namens Wang verheiratet. Welches dunkle Geheimnis verbirgt sich bloß hinter all diesen Machenschaften und Tricksereien ? Ein weiter Weg bis zur Erkenntnis liegt vor ihm...kann er die Pläne der Bösen durchkreuzen und letztlich dem richtigen Kandidaten zum Posten des Abtes verhelfen?
Mit Ein Hauch von Zen 2 ? Regen in den Bergen schuf Regisseur King Hu wiederum einen echten Klassiker des Kung-Fu-Films. In knapp zwei Stunden schafft er eine brillante Reflexion über die Denkweise des Buddhismus und die Nichtigkeit weltlicher Belange. Und das alles verpackt er im Mantel eines atmosphärisch dichten Fantasy-Grusel-Streifens voller Mystik und atemberaubender Bilder: Wahre Kunst- und ein echtes Filmjuwel. Kleiner Tipp: Auf keinen Fall verpassen.


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