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Im Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen) Kommentare von Kunden: (Wiedergabe von Amazon nach dem Web Services Licensing Agreement) Die zerbrochene Kamera (5 von 5 Punkten) schreibt J.R. Auf SPON hatte ich damals über den Film gelesen. Die Idee, eine Dokumentation über ein entsetzliches Kriegsereignis als Zeichentrickfilm zu realisieren, fand ich ziemlich faszinierend. Die Abstraktion macht das Sehen erträglicher, so meine Erwartung. Außerdem war mein Interesse als Zeichner, Illustrator und Comicfan geweckt. Bei einem Kneipengespräch mit einem Freund wird der Regisseur (und Ich-Erzähler) Ari Folman an das Massaker von Sabra und Schatila erinnert. Das heißt, er selbst kann sich an gar nichts erinnern. Er hat die Erinnerung an die grauenvollen Ereignisse vollkommen verdrängt. Eine Psychologin sagt ihm, er hätte das Geschehen damals, um Distanz zu wahren, wie durch eine Kamera wahrgenommen. Irgendwann sei etwas passiert, dass diese Kamera zerbrechen ließ. In Gesprächen mit alten Freunden und Zeitzeugen, versucht er seine Erinnerung zu rekonstruieren. In Rückblenden, Interviews und Traumsequenzen wird nach und nach das ganze Grauen enthüllt. Ganz am Ende des Films wechselt der Film von der Trickfilmästhetik abrupt für wenige Sekunden zu dokumentarischen Real-Aufnahmen von Opfern des Massakers und man ist froh, bis dahin nur gezeichnete Abbilder gesehen zu haben. Keine leichte Kost, das sollten (Anti-)Kriegsfilme nie sein, aber ein faszinierendes Experiment und eine absolute Empfehlung für politisch oder historisch interessierte Erwachsene und ältere Kinder oder Jugendliche. Ein paar Anmerkungen... (4 von 5 Punkten) schreibt N.I.B. Der Film ist sehr gut gemacht, aber als potentieller Käufer sollte man sich über folgendes im Klaren sein: Sicher handelt es sich dabei um kein Mainstreamwerk für einen lustigen Abend zu zweit. Um mit diesem anspruchsvollen Film überhaupt etwas anfangen zu können, wird es sehr von Vorteil sein, sich für folgende Themenbereiche zu interessieren, bzw. vorher zu informieren: -> Massaker von Sabra und Schatila/Israel-Palästinenser-Konflikt/Libanonkrieg/usw... Bild und Ton sind überdurchschnittlich. Die deutsche Synchro besticht durch gute Sprecher (zB. deutsche Stimme von Robert de Niro) in 5.1 DD-Qualität. Keine leichte Kost. Für Leute, die persönlich auf der einen oder anderen Seite von diesem Konflikt betroffen sind, sicher SEHR viel interessanter als für Aussenstehende. Insofern das einzige Manko, da der Film es nicht vermochte, mich wirklich für diese Geschichte und deren Hintergründe, zu interessieren - anders als so manch anderer Antikriegsfilm in meiner Sammlung. Der Blick in die Tiefen der Seele (5 von 5 Punkten) schreibt M.P. Regisseur Ari Folman rekonstruiert in dieser animierten Dokumentation seine Erlebnisse aus dem Libanonkrieg 1982, die ihn zu den Massakern von Sabra und Schatila zurückführen. In Interviews und Gesprächen mit Weggefährten reist er in seine aus dem Gedächtnis verdrängte Vergangenheit, die in autobiografischen Erzählungen und schmerzhaften Erinnerungen noch einmal zum Leben erweckt wird. Waltz With Bashir lässt die Herzen der Fans grafischer Novellen gewaltig höher hüpfen. Mit Hilfe der Animation im hypnotischen Noir-Stil wird die Wirklichkeit auf ihre Essenz reduziert und öffnet so die Tür in das tiefste Innere der Protagonisten. Der Rhythmus des Films ist darauf angelegt, in das Unterbewusstsein eines Menschen zu tauchen und die Traumata und Geister der Vergangenheit in einer sehr expressionistischen und glaubhaften Bildsprache zu bewältigen. Das grafische Design visualisiert perfekt die sublime Stimmung: Die sehr allegorischen und surrealen Bilder werden in düster schattierte Farbkontraste getaucht und verarbeiten durch das imaginäre Auge der Kamera die artifiziellen Bilder des Krieges. Abstrakt gehaltene Hintergründe schieben die gebrochenen Biografien in den Vordergrund. Auf Gehorsam gedrillte Soldaten werden als vernarbte Seelen entheroisiert, vermenschlicht und als das offenbart, was sie sind: Jugendliche, die aus der Popkultur der 80er herausgerissen und zu Enola Gay von OMD auf einem als Love Boat getarnten Schiff in die Grausamkeiten des Krieges geworfen werden. Als Pendant zur finster bebilderten Realität steigen Träume als Ausdruck von Angst und eskapistischen Sehnsüchten in Form von bizarren Flashbacks aus dem Unterbewusstsein empor. Verstärkt wird die sehr dichte und intensive Atmosphäre des Films durch ambiente Trancesounds aus dem Soundtrack. Religiöse Dogmen und ideologische Paradigmen werden umgangen und ausgeklammert. Auf der Suche nach dem individuellen Schuldanteil ist der Film ausschließlich auf die psychische Verarbeitung der erlebten Bilder fixiert. Die deutsche Bearbeitung hat bei der Synchronisation spürbar Wert auf Qualität gelegt. So ist Christian Brückner, die Synchronstimme von Robert De Niro, als Ari zu hören. Zusätzlich zum Film sind noch 90 Minuten an Bonusmaterial auf der DVD vorhanden. Neben dem Making Of und gelöschten Szenen kann man sich außerdem das Storyboard in einer Diashow ansehen. Weiterhin sind noch Trailer abrufbar. Die Tonspur steht im Menü jeweils in Deutsch und Hebräisch in Dolby Digital 2.0 oder 5.1 zur Verfügung. Die DVD hat zudem ein Wendecover. Einer der besten Zeichentrickfilme (5 von 5 Punkten) schreibt C. Zum Film selbst brauch ich eigentlich nicht mehr viel zu schreiben, da in anderen Rezensionen das meiste dazu schon erwähnt wurde. Für mich zählt Waltz with Bashir zu einer der besten Antikriegs- und Zeichentrickfilme die ich bisher gesehen habe. Zur DVD: Im Gegensatz zur limited Edition kommt diese DVD in einer Kunstoffhülle. Für alle die Probleme mit den sogenannten "FSK Flatschen" haben gibt es eine gute Nachricht. Die DVD Hülle hat ein Wendecover. Die DVD Austattung scheint die selbe zu sein wie bei der Limited Edition -Making Of -Deleted Scenes -Diashow & Storyboards -Trailershow Sprachen: Deutsch, Hebräisch (sowohl in DD 5.1 als auch in DD 2.0) Untertitel: Deutsch Traumatische Kriegserlebnisse.... (5 von 5 Punkten) schreibt R. aus Rheinfelden Düstere Animation: Das Massaker in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila, dass am 16. September 1982 geschah, wurde bereits einige Monate später von der Generalversammlung der Vereinten Nationen als Genozid gewertet. Diese Militäraktion der christlichen libanesischen Phalange-Milizen, gerichtet vor allem gegen die Bewohner des im Süden von Beirut gelegenen palästinensichen Lager traf vor allem Zivilisten, die nicht bewaffnet waren. Zuerst die jungen Männer, dann die älteren, anschliessend Kinder und Frauen. Die Zahl der Opfer kann nur geschätzt werden und geht von 460 bis 3300 Toten aus. Erst am 18. September hat das Blutbad ein Ende. In "Waltz with Bashir" werden die traumatischen Ereignisse aus der Sicht des Regisseurs Ari Folman erzählt, der zu dieser Zeit als israelischer Soldat im Libanon stationiert war. Der Filmtitel spielt auf den mit Israel verbündeten christlich-maronitischen Milizenführer Bachir Gemayel an, dessen Ermordung kurz vor dem Völkermord geschah und die Rache einläutete. Aris Freund Boaz Rein-Buskila erzählt von einem Albtraum, in dem 26 bissige Hunde durch die Straßen rennen, zielgerichtet vor dem Haus von Boaz aggressiv stehen bleiben und in dem Moment erwacht der Träumer. Diesen Traum träumt er seit 2 Jahren und Ari bleibt vorerst ziemlich teilnahmslos, beginnt aber durch diese Erzählung seine eigene Vergangenheit in diesem Krieg zu ordnen und muss überraschend feststellen, dass er so gut wie keine Erinnerung an diese Zeit mehr hat. Trauma ? Jedenfalls kann er sich nur an eine makabre Szene erinnern, dass er mit zwei Mitsoldaten aus dem Meer steigt, sich dann Kleider anzieht und in Richtung Beirut Zentrum läuft. Dort trifft er auf eine wehklagende Menschenmenge. Ari versucht mit Hilfe von anderen Zeitzeugen, die tatsächlich existieren (Ori Sivan, Ronny Dayag, Carmi Cna'an, Shmuel Frenkel und Dror Harazi, Kriegsreporter Ron Ben-Yishai) verschüttete Erinnerungen wieder hervorzuholen. Ein schmerzhafter Prozess... Der düstere Animationsfilm mit starken Bildern, kraftvollen Szenen wurde bei der Oscarverleihung 2009 als einer der besten fünf ausländischen Filmen nominiert. Auch beim europäischen Filmpreis 2008 war der Film in vier Kategorien nominiert und erhielt einen der Preise. Ebenso ausgezeichnet wurde er mit dem Golden Globe und mit einem Cesar. Die Zeichentrick-Bilderwelten wirken phasenweise wie ein Sog, der gleichermassen fesselt und schockiert, weil es den Holocaust immer noch gibt. Kategorien, in denen dieser Artikel enthalten ist:
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