Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien: Ein Märchen aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Mit Erläuterungen aus dem Lexikon der ... Umgebung von Professor Dr. Abdul Nachtigaller

Walter Moers

Taschenbuch
Ausgabe vom 1. Juli 2002
Verkaufsrang: 1021 (je kleiner desto beliebter)
EAN/ISBN: 9783442450176
ASIN: 3442450179 (Amazon-Bestellnummer)
Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien: Ein Märchen aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Mit Erläuterungen aus dem Lexikon der ... Umgebung von Professor Dr. Abdul Nachtigaller - Walter Moers
Urlaub mit den Eltern kann so langweilig sein. Die beiden Fhernhachen-Kinder Ensel und Krete erleben das am eigenen Leibe, als sie mit ihren Eltern den zamonischen Großen Wald bereisen. Dabei hatten sie gehofft, dort endlich einmal etwas zu erleben! Und so ziehen sie auf eigene Faust los, um das Abenteuer zu suchen, verlaufen sich jedoch nach kurzer Zeit. Damit nimmt ein rasantes Märchenabenteuer seinen Lauf, bei dem selbst den Gebrüdern Grimm bald die Puste ausgegangen wäre. Die beiden Zwergenkinder treffen auf zahlreiche gefährliche oder einfach nur sonderbare Geschöpef: einen Laubwolf, Erdgnömchen, Geheimbären, Fledertratten, Schuhus, Einhörnchen, einen sprechenden Meteor und allerlei andere Seltsamkeiten. Natürlich finden auch ein Hexenhaus, und der fantasievolle Showdown hat mehr mit dem Blair Witch Project als mit unseren alten Hausmärchen gemeinsam.
Erzählt wird die Geschichte übrigens vom berüchtigsten Dichter Zamoniens, Hildegunst von Mythenmetz, einem tausend Jahre alten, aufrecht gehenden Zwergsaurier, der die Handlung - meist an ihren spannendsten Stellen - unterbricht, um weiterführende Erläuterungen zu geben, die sogar noch interessanter und witziger sind als die Handlung selbst. Diesem Stilmittel lieh der Dichter sogar seinen Namen: die "Mythenmetzsche Abschweifung". Und so erfährt man ganz nebenbei haarsträubende Details über zamonische Zahlensysteme, die sieben Grundtugenden des Dichters oder auch Insiderinformationen über den zamonischen Literaturbetrieb. Abgerundet wird das Buch durch die halbe Biografie des Hildegunst von Mythenmetz unter dem Titel "Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg".
Auf die Frage, wieso dieses Buch keine direkte Fortsetzung von Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär sei, antwortete Walter Moers: "Das hat verschiedene Gründe. Erstens glaube ich, dass ein Buch mit über 700 Seiten für eine Figur genügen sollte. Zweitens war für mich schon beim ersten Buch der eigentliche Held nicht der Blaubär, sondern der Kontinent Zamonien. Dessen Geschichte - und die seiner Bewohner - möchte ich weitererzählen, in alle möglichen Richtungen." Und so besteht die Hoffnung, dass es auch weitere Zamonien-Bücher geben wird, selbst wenn Walter Moers die zweiten 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär im Dunklen lässt. -Hardy Kettlitz

Achtung, Erlebnis! Hier wispert, raunt und runzt es, dass es eine Art hat. Hier gluckst der Bär, knarzt der Zwerg und haucht der Wolf, dass man sich tiefer in den Sessel schmiegt: Keine Chance, es nicht zu mögen, Dirk Bach zieht einen in den Bann seines Lesefurors. Hier nimmt sich ein Schauspieler das volle Recht. Keine Honorarabgreife, lieblos herunter gelesene Pflichtübungen: Bach macht sich das Vergnügen, einen vielstimmigen Text vielstimmig zu lesen: Meine Ohren lassen vielmals danken!
Beim Buch selbst allerdings frage ich mich: Für wen schreibt Moers eigentlich? Für Kinder? Werden die denn seine amüsante Parodie auf Literaturbetrieb und Literatengehabe verstehen? Oder für Erwachsene? Aber werden die wirklich viele Stunden lang den Abenteuern zweier Zwergenkinder folgen wollen?
Zwergenkinder, Literaturbetrieb? Nun: zwei Kinder aus dem Fantasieland Zamonien verlaufen sich, als sie im zamonischen Ferienparadies (der erwachsene Hörer begreift: Klasse Parodie auf "sanften Tourismus"!) vom Weg abweichen. Es folgt ein dreitägiger Horrortrip durch einen Wald voll unbekannter Schrecken, mit mörderischen Fabelwesen und ebensolchen Pflanzen. Er endet erst, als die "Hexe" - eine zu ständiger Verwandlung und gruseligsten Verstellungen fähige "zanonische Lebensform" - in einem Gigantenkampf des gesamten Waldgetiers vernichtet ist. So weit das Märchen.
Und warum nun "Literaturbetrieb"? Vorgeblich hat sich das alles ein zanonischer Dichter mit dem wunderbaren Namen Hildegunst von Mythenmetz ausgedacht. Dieser literarische Großfürst unterbricht immer wieder - an den spannendsten Stellen - den Erzählfluss, um weitschweifige, überaus eitle und auf amüsante Weise bescheuerte poetologische Erklärungen abzugeben. Bei Dirk Bach klingt er ein bisschen wie ein durchgeknallter Marcel Reich-Ranicki.
Für Kinder? Für Erwachsene? Moers für alle! -Michael Winteroll


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